Ura Linda Chronik VI

Bodhi Svaha! Sadhu!

Dunis Ostfahrten

Das alles steht nicht allein an der Waraburg, sondern auch an der Burg Stavin (Stavoren), die gelegen ist hinter dem Hafen von Tavre (am Flie):

Als Dunis (Donar/ Thor) mit seinem Schiff nach Hause wiederkehren wollte, steuerte er erst auf die Dänemarke los.

Aber er durfte dort nicht landen; das hatte die (Landes-) Mutter bestellt.

Auch zu Flyland durfte er nicht landen und für nirgends.

Er würde also mit seinen Leuten vor Gebrechen und Mangel umgekommen sein: darum gingen sie Nachts an Land, raubten und fuhren am Tage weiter.

Also die Küstenstraße entlang fahrend, kamen sie an die Volkspflanzungs Kadik (Deich).

Hier kauften sie allerhand Notdurft; aber Tuntja, die Burgmaid, wollte nicht zulassen, dass sie sich da niedersetzten.

Als sie nun fertig waren, bekamen sie Zwiste.

Dunis wollte durch die Straße der Mittelsee (Mittelmeer) hindurch, um für den reichen König der Egiptalande (Ägypten) zu fahren, wie er es wohl ehedem getan hätte.

Aber Inka (Ing-Frey) sagte, dass er von all dem Findavolk genug hatte.

Inka meinte, dass vielleicht noch wohl ein hochgelegener Teil Atlands in der weise einer Insel, übriggeblieben sein konnte, wo er mit seinem Leuten friedsam leben möchte.

Da die beiden Neffen sich nicht einigen konnten, ding Dunis hin und steckte eine rote Fahne und eine blaue Fahne in den Strand und Inka habe die blaue Fahne.

Danach durfte ein jeder wählen wen er folgen wollte.

Und zu Inka, den es anwiderte, den König des Findavolks zu dienen, liefen die meisten Finnen und Mgyaren (Ungarn) über.

Als nun das Volk gezählt und die Schiffe darauf geteilt hatten, schied die Flotte voneinander.

Von Dung ist nachdem Kunde gekommen, von Neffe Inka nimmer.

bisher erschienen:

Dunis fährt durch die Pforte der Mittelsee

Dunis fuhr allein die Küste entlang durch die Pforte der Mittelsee (Gibraltar).

Als Atland (Atlantis) versank, war es im Mittelmeer (vor 3000 Jahren) auch überall arg zugegangen.

Dadurch waren viele Menschen von dem Findaland nach unsere nahe und ferne Krekalanden (Griechenland) gekommen.

Das alles hat bewirkt, dass die nah und ferne Krekalanda (Festland und Inseln) der Gewalt der Mutter verloren gingen.

Damit hatte Dunis gerechnet.

Darum wollte er dort einen guten Hafen wählen und von da aus für die reichen Fürsten fahren.

Aber weil seine Flotte und sein Volk so verkommen aussah, meinten die Ratheimer, dass sie Räuber wären und dann wurden sie überall abgewehrt.

Doch zuletzt kamen sie an Phoenisius (Phönizien/Palästina = Philister-Land) Küste vorbei, das war 193 Jahre nachdem Atland versunken war.

Nahe bei der Küste fanden sie ein Eiland mit zwei tiefe Schlenken, (Santorin = San Durin) also dass es wie drei Inseln aus sah.

Auf der mittleren schlugen sie ihre Unterkunft auf, nachdem bauten sie einen Burgwall herum.

Als sie den nun einen namen geben wollten, wurden sie uneinig: welche wollte sie Tryasburg heißen oder Nefdunia (Neptun/ Neffe Dunis).

Aber die Magyaren und Finnen baten, dass sie (nach ihrem Gott Tyr) Thyrhisburg heißen würde, auf dessen Jahrestag (ein Mars-Jahr also) wären sie da gelandet.

Zum Endgeld wollten sie Dunis auf ewig ihren König bekommen.

Dunis ließ sich belesen und die anderen wollten darum keinen Krieg haben.

Handel mit Sydon und Rückkehr ins Flymeer

Als sie sich nun richtig nieder gelassen hatten, da sandten sie einige alte Seefahrer und Magyaren an den Wall und wieder nach der Burg Sydon.

Aber zuerst wollten die Ratsheimer nichts von ihnen wissen.

Ihr seid fernbeheimatete Herumstreicher, sagten sie, die wir nicht haben wollen.

Auch waren sie neugierig nach unseren Bernstein, und das Fragen danach nahm kein Ende.

Aber Dunis, der weitblickend war, gebarte sich als ob es keine eisernen Waffen noch Bernstein mehr hätte.

Da kamen die Kaufleute und baten ihn, er solle ihnen zwanzig Schiffe geben, die sie alle mit den feinsten Waffen herrichten wollten.

Überdies wollten sie ihm so viele Leute als Ruderer geben, als er begehrte.

Zwölf Schiffe hieß er herrichten mit Wein, Honig, zubereiteten Leder: dabei waren Säume und Sattel mit Gold überzogen, wie man sie noch nimmer gesehen hatte.

Mit all diesen Schätzen lief Dunis in das Flymeer ein.

Der Grevetmann von West-Flyland wurde von all diesen Dingen begeistert: er erwirkte, das Dunis bei dem Munde des Fly-Meeres einen Waren-Speicher bauen durfte.

Nachdem ist die Stätte Alamanaland (Ammerland?) geheißen, und der Markt, auf dem sie später zu Wyringen Tauschhandel treiben durften: Zulaß-Markt.

Die (Landes-) Mutter riet, dass wir ihnen alle verkaufen sollten außer eiserne Waffen: aber man achtete diese nicht.

Da die Thyrer also freies Spiel hatten, kamen sie immer wieder, um Waren weit und breit zu fahren, unsere eigenen Seekämpen zu Schaden.

Danach ist auf eine gemeine (öffentliche) Acht beschlossen worden, jährlich sieben Thyrer zu zulassen und nicht mehr.


Anmerkung von der Redaktion

Interessant ist diese Durin-Legende mit der Landung auf Santorin (den Resten eines Vulkans, der die damalige Insel Thera verschluckte) im Jahr des Mars.

Das bedeutet, dass die Astrologie bereits bei den Magyaren bekannt war.

Diese Legende ist mit den Ostfahrten Thors in der Edda identisch, insbesondere wo er im Harbard-Lied sich seiner ähnlichen Auslands-Taten rühmte.

Die Rückreise der Friesen aus Griechenland deckt sich auch mit der Sage vom Schiff Managfalt.

Während die Edda uns in die Geister- und Götterwelt entführt, ist die Ura-Linda-Chronik (wie die Bibel der Israeliten) völlig Diesseits bezogen auf ein zur Einheit gerufenes Volk der Frya, wobei die Frage jedem für sich überlassen bleibt, ob die eddischen Götter irdische Helden waren, oder die irdischen Helden Avatare des himmlischen Pantheons?

Und was sagte Buddha zu diese alten Fragen?

In unserem Bericht: „Wie die Religionen entstanden“ vom: Dez. 2022 lesen wir, wie die in dem Julrad (Swastika) angegebenen 4 Speichen auf die 4 Orte der Wiedergeburten wirken:

Oben = Götterwelt,
Unten = Dämonenwelt,
rechts = Tier u. Pflanzenwelt,
links = Menschenwelt.

Und nur von der Menschenwelt kann man in die Götterwelt durch gutes Karma gelangen.

Dort braucht sich das gute Karma langsam auf, und die Seele wandert wieder in den Kreislauf zurück.

Das Spiel endet in Mitte der Rad-Narbe, der Ruhepunkt dieser Zentrifuge:

Nirwana, Wralda, Brahmas-Schoß!

Somit haben beide Recht:

Ura-Linda-Buch und die Edda!

Infobox: Dunis, Thyrhisburg und die Ostfahrten

Dieser Beitrag behandelt einen weiteren Abschnitt der Ura-Linda-Chronik: Dunis, Inka, die Trennung der Flotte, die Fahrt durch Gibraltar, die Suche nach einem Hafen, die Gründung einer Burg auf einer Insel und den späteren Handel mit Waren, Schiffen, Bernstein und Eisen.

Im Mittelpunkt steht Dunis als Seefahrer- und Heldenfigur, die mit Donar/Thor verbunden wird. Die Erzählung verbindet friesische Küstenwelt, Mittelmeer, Phönizien, Santorin, Tyr, Marsjahr, Edda-Motive und die Frage, ob alte Göttergeschichten auch Erinnerungen an irdische Fahrten und Helden enthalten könnten.

Wichtiger Hinweis:
Die Ura-Linda-Chronik ist historisch und sprachwissenschaftlich stark umstritten. Manche betrachten sie als friesische Urüberlieferung, andere als spätere literarische Konstruktion. Dieser Beitrag sollte deshalb als heimatkundlich-spirituelle Deutung gelesen werden, nicht als gesicherte Geschichtsschreibung.

Redaktioneller Hinweis:
Bei Deutungen zu Völkern, Göttern, Religionen, Atlantis, Santorin, Phönizien, Edda und Wiedergeburt empfiehlt sich eine klare Trennung zwischen Überlieferung, Sage, symbolischer Auslegung und historischer Forschung.

Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre

1. Oera-Linda-Book / Ura-Linda-Chronik
Zur direkten Beschäftigung mit Dunis, Inka, Thyrhisburg, Frya, Flyland und den umstrittenen Überlieferungen.

2. Die Edda — besonders das Harbard-Lied
Zur Vertiefung von Thor, seinen Fahrten, Heldenreden, Streitgesprächen und mythischen Auslandszügen.

3. Literatur zur friesischen Seefahrt
Zur Einordnung von Küstenhandel, Häfen, Schiffen, Bernstein, Nordseewegen und alten Handelskontakten.

4. Forschung zu Santorin und Thera
Für Leser, die sich mit Vulkanismus, Inseluntergängen, bronzezeitlichen Kulturen und Mittelmeer-Erinnerungen beschäftigen möchten.

5. Phönizische Geschichte und Seehandel
Zur Vertiefung von Sydon, Tyr, Mittelmeerhandel, Schiffbau, Häfen und Handelsnetzen.

6. Literatur zu Atlantis-Deutungen
Zur kritischen Beschäftigung mit Atland, Santorin, Helgoland, Doggerland und verschiedenen Untergangsmythen.

7. Religionsgeschichte von Tyr, Donar und Thor
Zur Frage, wie Gottheiten, Heldenfiguren, Kriegszeichen, Himmelskörper und alte Stammeserinnerungen miteinander verbunden wurden.

8. Buddhistische Texte zu Wiedergeburt und Karma
Zur Einordnung der im Beitrag genannten vier Daseinsbereiche, des Karmagedankens und des Weges zur Befreiung.

schon gelesen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Artikel Empfehlungen

Seelen-Verträge

Lesedauer 3 MinutenVon karmischen Lektionen, Träumen und ewigen Verbindungen

Ankommen im Hier und Jetzt. In unserer Gemeinschaft findest du Raum für Meditation und die Weisheit des Dharma. Gemeinsam gehen wir den achtsamen Schritt in Richtung Erleuchtung.

Abendländische-Buddhisten-Collegium e.V.

Info :