Vorschau: Herzogin Hirlanda

Bodhi Svaha! Sadhu!

Eine Leidensgeschichte als Mahnmal gegen Verfolgung, Folter und religiösen Fanatismus

Auszug

Es gab in der Weltgeschichte schon unvorstellbar grausame Despoten von denen die Schulbücher offen berichten. Nicht zuletzt Hitler, Stahlin und Mao Zedong, denen Millionen Menschen innerhalb ihrer Herrschaftszeit von zehn bis zwanzig Jahren, zu Opfer fielen.

Hitler, Stalin und Mao Zedong sind vergangen und ihre Reiche zerfallen.

Ein peinliches Schweigen verhüllt die Vergangenheit der Kirche, die vom Vatikan aus, ganze Jahrhunderte ihre Glaubensgegner als „Hexen“ und „Ketzer“ mit ihren Dominikaner-Orden (der bis heute besteht) jagten und ergreifen ließen.

Durch grausame Foltergeständnisse wurden sie der Teufelsbuhlschaft überführt und lebendig in öffentlichen Schauprozessen und Kirchenfeiern zu Tode gebracht.

Diese perverseste Geschichtsepoche setzen wir ein Mahnmal mit dem Leiden der Herzogin Hirlanda aus der Bretagne, die wie ihre Leidensgefährtin Johanna von Orleans das finstere christliche Mittelalter mit ihren „edlen Werten“ ausleuchtet.

Demnächst hier zu lesen!

Infobox: Hirlanda als Figur der unschuldig verfolgten Frau

Die Gestalt der Hirlanda gehört zur europäischen Überlieferung vom Motiv der unschuldig verfolgten Frau. In literarischen Bearbeitungen erscheint sie als leidende, standhafte und verleumdete Frau, deren Geschichte mit Themen wie Ungerechtigkeit, religiöser Deutung, Verfolgung und moralischer Bewährung verbunden ist.

Der Auszug versteht Hirlanda als Mahnfigur: nicht nur für persönliches Leiden, sondern auch für die Erinnerung an religiöse Verfolgung, Foltergeständnisse und öffentliche Strafrituale vergangener Jahrhunderte.

Hinweis für Leser:
Bei solchen Themen ist es wichtig, zwischen literarischer Legende, religiöser Überlieferung und historisch belegbarer Verfolgungsgeschichte zu unterscheiden. Gerade diese Unterscheidung macht die Beschäftigung mit Hirlanda, Johanna von Orleans und der Hexenverfolgung besonders lehrreich.

Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre

1. Franz Joseph Waitzenegger: „Hirlanda, Herzogin von Bretagne“
Eine frühe deutschsprachige Bearbeitung des Hirlanda-Stoffes aus dem 19. Jahrhundert. Die Erzählung schildert Hirlanda als edle, unschuldig verfolgte Frau im Kampf gegen Verleumdung, Ungerechtigkeit und Schicksalsschläge.

2. Überlieferungen zur Hirlanda-Figur
Die Figur Hirlanda wurde bereits im 17. Jahrhundert literarisch gestaltet; sie gehört zum Motivkreis der unschuldig verfolgten Frau und ist mit verschiedenen europäischen Erzähltraditionen verbunden.

3. Literatur und Sagen der Bretagne
Die Bretagne ist reich an Mythen, Legenden und Heiligenerzählungen; diese regionale Erzählwelt bildet einen passenden Hintergrund für Hirlanda-Stoffe und verwandte Überlieferungen.

4. Johanna von Orleans
Zur historischen Einordnung der Leidensgefährtin Johanna von Orleans eignen sich Darstellungen ihres Prozesses, ihrer Verurteilung und späteren Rehabilitierung. Deutschlandfunk beschreibt sie als religiös motivierte Heerführerin, die 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen starb.

5. Der Hexenhammer / Malleus Maleficarum
Als historische Quelle zur Hexenverfolgung ist der „Hexenhammer“ wichtig, sollte aber kritisch gelesen werden. Das Geschichtsquellen-Repertorium datiert das Werk auf 1485/1486 und ordnet es den Themen Aberglaube, Häresie, Dominikanerorden, Inquisition und Hexen zu.

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