Vom Materiachat zum Patriachat
In jeder zivilisierten Gesellschaft gilt als Faustregel der Spruch zur Hilfe in der Not:
„Frauen und Kinder zuerst!“
Ein Mann kann Millionen Kinder ins Leben setzen, aber eine Frau nur eine einmalige Geburt im Jahr, mit der sie zugleich auch meistens schon einen Zahn verliert.
So entstand am Anfang der Zivilisation die Mütterherrschaft, was zahlreiche steinzeitliche Artefakte belegen: Höhlenmalerei von Frauen und Steinfiguren mit schwangerem Leib und großen Brüsten.
Ihre Füße blieben unbedeutend und statt Gesichter nur Kraushaar.
Diese Erdmutter oder Muttergottheit allgemein wurde meist bewusst ohne Gesicht abgebildet, denn jeder Mensch hat eine eigene Vorstellung von seiner Gottheit.
Auch in der Edda befragen die Männer nur Seherinnen (Völva, Wala = Wallfahrten) über Schicksalsläufe.
Ob in Finnland, Ungarn, Griechenland oder Türkei, werden noch heute die Frauen verlacht, wenn sie die Zukunft aus dem Kaffeesatz lesen.
Frauen haben eine tiefere Intuition.
Mit dieser Einstellung wollen wir auch die Bücher der Ura Linda lesen.
Aus dem Buche der Folger (Anhänger) Adelas:
Die Zeichen des Juls
Was hier unten steht, ist in die Wände der Waraburg geritzt:
Was hier Oben steht, sind die Zeichen des Juls.
Das ist das älteste Sinnbild Wraldas, auch von Aufgang oder Beginn, woraus die Zeit kam: dieser ist der Kroder (Kronos/Chronologie), der ewig muss mit dem Jul (-Rad) umlaufen.
Darnach hat Frya die Standschrift gemacht die sie gebraucht zu ihrem Tex….
Als Festa Ehrenmutter (Stammesvorsitzende) war, hat sie die Runschrift davon gemacht.
Er Weißkönig, dass ist der Seekönig Godfried dr Alte, hat davon die absonderliche Zahlnenner (Ziffern) gemacht für Stand- und Runschrift beide.
Darum ist es nicht zu viel, dass wir jährlich derenthalben Feste (Winter-Sonnenwende) feiern.
Wir dürfen Wralda ewig Dank weihen, dass er seinen Geist so stark über unsere Ahnen fahren lasse!
In ihrer Zeit hat Finda auch eine Schrift erfunden, aber das war so hochfahrend voll Kräuseln und Kringeln, dem die Nachkommen deren Bedeutung bald verloren haben.
Nachdem haben sie unsere Schrift gelernt, mit Namen die Finnen, die Thyrier (Thüringer?) und die Kreksländer (Balkan?).
Aber sie wussten es nicht gut, dass es von dem Jul(-Rad) gemacht war und dass es darum allzeit geschrieben werden musste mit der Sonne herum (im Sonnenlauf von links nach rechts).
Dabei wollten sie, dass ihre Schrift unlesbar sein sollte für das andere Volk, denn sie haben immer Geheimnisse (Rune = Runoz: Geheimnis).
Indem sie also taten, sind sie sehr aus der Weise geraten, dermaßen, dass die Kinder die Schrift en der Eltern schwerlich lesen konnten, während wir unsere allerältesten Schrift (ahd.: Giskab = Geschabe, Gravur) ebenso leicht lesen können als diejenigen, welche gestern geschrieben sind.
Hierher ist die Standschrift, darunter die Runschrift, fürder die Zahlnenner auf beidem Weisen.
Das steht auf allen Burgen geschrieben
Ehe die arge Zeit kam, war unser Land das schönste in der Welt (vergesst nicht, es gab auch vor der Eiszeit eine tropische Warmzeit).
Die Sonne stand höher und es gab selten Frost.
An den Bäumen und Sträuchern wuchsen Früchte und anderes Genüge, die nun verloren sind.
Unter den Gras-Saaten hatten wir nicht nur allein Korn, Haver und Blyde, sondern auch Swete (Süßfrucht, Orange vielleicht?), die gleich Gold blinkte und die man unter den Sonnenstrahlen dörren kann.
Die Jahre wurden nie gezählt, denn das eine Jahr war so freundlich wie das andere.
Die Ufer der Ströme wurden fast allesamt von unserem Volke besessen, auch die Felder an dem Rhein, von dem einen Ende bis zum anderen.
Gegenüber den Däne-Marken (In der Edda wird ein Jungkönig aufgefordert die Mark des Dan zu erobern, Rigsmal 49.) und Juttenland (Jütland vom Bruder Damp), da hatten wir Volkspflanzungen mit einer Burgmaid.
Von dort gewannen wir Kupfer, Teer, Pech und einigen anderen Behulf.
Vormals Westland hatten wir Bretland (Britannien), das Land der Bannlinge (Geächtete) die mit Hilfe ihrer Burgmaid weggezogen waren, um ihren Leib zu behalten.
Doch damit sie nicht zurückkommen sollten, wurde erst ein „B“ vorn auf ihre Stirn geprickelt, dem Bannling mit roter Blutfarbe.
Die anderen Missetäter aber mit blauer Farbe.
Außerdem hatten unsere Seeleute manche Standplätze in den nahen Krekalande und in Lydia lebten schwarze Menschen.
Da unser Land so geräumig und groß war, hatten wir viele absonderliche Namen.
Diejenigen, welche saßen östlich von den niederen Marken (Niederlande?) wurden Jutten (Jüttländer) genannt; die welche saßen auf den Inseln (waren damals sehr groß), wurden Stjurar (Steuerer, ähnlich der Ruderer = Russen), Seekämpfer und Anglaren (Angrivarier?) geheißen.
Die, welche von dort bis zu den nächsten Krekaler saßen, wurden bloß Kadheimen (Chatten/Hessen?) genannt, weil sie nie hinausfuhren.
Die, welche in der hohen Mark (Brandenburg) saßen, welche an dem Twiskland (Zwischenland = Deutschland?) grenzt, wurden Sachsmänner geheißen, aus dem Grunde, weil sie immer befaffnet (Sax = Messeer) waren wider den wilden Tieren und den wilden Britnen (Britten).
Überdies haben wir den Namen Landsassen. Meeressassen, Holzsassen.
(Für die Bewohner im Binnenland, an der Waterkant und im Gehölze. Die Gallier wurden Golan genannt. Diese Erzählung erinnert an Tacitus Germanen-Beschreibung: „Germania“.)
Wie die arge Zeit kam
Den ganzen Sommer war die Sonne hinter den Wolken verborgen, als wollte sie die Erde nicht sehen.
Der Wind ruhte in seiner Höhle, wodurch Rauch und Dampf gleich Säulen über Haus und Pfuhlen standen.
Die Luft war also trüb und dämmerig und in die Herzen der Menschen war weder Frohsinn noch Freude.
Inmitten dieser Stille begann die Erde zu beben, gleich wenn sie sterbend wäre:
Berge splissen voneinander, Feuer speiend und lohe; andere sanken in ihrem Schoß nieder und wo sie eins Felder hatten, hob sie Berge empor.
Aldland, von den Seeleuten „Atland“ (Atlantis? ndl.: „Het ouda Land“) geheißen, sank nieder, und das wilde Haff trat so lange über Berge und Täler, bis alles in der See versenkt war.
(Es gab viele Länder-Untergänge damals. 1200 v. Chr., gab es so einen Meteoriten-Einschlag. Siehe: ägypt. Bericht vom Einfall der Nordmeer-Völker unter Ramses II.)
Viele Menschen wurden in der Erde verschüttet, und viele, die dem Feuer entkommen waren, kamen danach in dem Wasser um.
Nicht allein in den Landen Findas spien die Berge Feuer, sondern auch im Twiskland brannten dadurch hintereinander Wälder weg, und der Wind, der von dannen kam, wehte unser Land voll Asche.
Flüsse wurden verlegt, und an ihren Mündungen kamen neue Inseln von Sand und treibenden Getier.
Neuland
Drei Jahre war die Erde also leidend; aber als sie besser wurde, konnte man ihre Wunden sehen.
Viele Landschaften waren versunken, andere aus der See aufgestiegen, und das Twiskland halbteils entwaldet.
Banden des Finda-Volks überzogen die ledigen Gegenden.
Unsere Weggezogenen wurden vertilgt oder wurden ihrer Hörigen (Sklaven).
Da wurde Wachsamkeit uns doppelt geboten, und die Zeit lehrte uns, dass Eintracht unsere stärkste Burg ist.
Waraburg
Die Waraburg bei Aldegamunde ist keine Maidenburg, sondern darin werden alle ausheimischen Dinge verwahrt, die von außerheimischen mitgebracht sind von den Seeleuten.
Sie ist 3 Pfähle (Sonnenuhr aus 6 oder 8 Anzeige-Pfähle?), das ist eine Halbzeit, südwärts von Medeasblick (an der Maade bei Jever?) gelegen!
Also ist das Vorwort:
BERGE, NEIGT EUERE GIPFEL.
WELLEN UND STRÖME WEINET!
JA! SCHONLAND ERRÖTE:
SKLAVENVÖLKER TRETEN AUF DEIN KLEID, O FRYA!
Und also ist die Geschichte:
Einhundertein Jahr nachdem Altlandversunken ist, kam da aus dem Osten ein Volk her: das Volk war vertrieben durch ein anderes Volk.
Hinter unserem Twiskland gerieten sie in Zwiespalt; sie teilten sich in zwei Haufen, von denen ein jedes seines Wega ging.
Von dem einen Teil ist keine Erzählung auf uns gekommen, aber der andere Teil fiel hinten in unser Schonland (Finnland?).
Schonland war spärlich bevölkert und an der Rückseite (Halbinsel Kola?) am spärlichsten.
Dadurch vermochten sie es ohne Streit zu gewinnen, und da sie selbst nichts zuleide taten, wollten wir darob kein Krieg haben.
Nun wir sie kennengelernt haben, so will ich über ihre Sitten schreiben, nachdem, wie es uns mit ihnen ergangen ist.
Das Volk war nicht so wild wie viele Geschlechter Findas, aber den Egiptaländer (Ägypter) gleich; sie haben wie diese Priester und nun sie Bethäuser haben, auch Bilder.
Die Priester (Schamanen) die einzigen Herren, heißen sich Magjara (Magier).
Ihr Oberster heißt Magy (laut Edda = Thors Sohn Magni), er ist Hauptpriester und König zugleich.
All das andere Volk wird für null gehalten und ganz in ihrer Gewalt (Fryas Kinder hingegen leben pazifistisch-demokratisch).
Das Volk hat selber keinen Namen und wird von uns Finnen genannt (Finn/Venn = Sumpfland).
Sonst sind sie nicht zu beneiden, denn sie sind Sklaven ihrer Priester, aber noch viel ärger ihrer Meinungen.
Sie meinen, dass alles übler Geister voll ist, welche in Menschen und Tiere schleichen (Wraldas Geist lebt in den Gutmenschen und böse Geister in Missetäter also).
Doch von Wraldas Geist wissen sie nichts (treiben Zauberei wie die Riesin Heid der Edda, welche mit Sudwerk die Köpfe verwirren. Völ.16. Daher auch der Name Heiden!).
Sie haben Steinwaffen, die Magyaren kupferne (also noch vor der Bronzezeit?).
Die Magyaren erzählen, dass sie böse Geister bannen und verbannen können: derob ist das Volk gänzlich banger Furcht und an ihrem Wesen ist nicht immer Frohsinn zu spüren.
Als sie sich richtig niedergelassen hatten, suchten die Magyaren bei uns Freundschaft: sie rühmten unsere Sprachen und Sitten, unser Vieh und unsere eisernen Waffen, die sie gerne für ihre goldenen und silbernen Zierraten eintauschen wollten und ihr Volk hielten sie immer innerhalb der Grenzpfähle.
Aber das führte unsere Wachsamkeit irre.
Achtzig Jahre später (2012 vor Chr.), just war Julfest, da kamen sie unerwartet.
Gleich Schnee durch Sturmwind getrieben, über die lande gerannt.
Die nicht fliehen konnten, wurden getötet.
Frya wurde angerufen, aber die Schonländer (jetzt Schonen in Südschweden?) hatten ihren Rat vernachlässigt.
Da wurden Kräfte gesammelt, drei Pfahle von Godaburg (Göteborg) wurde ihnen widerstanden.
(Finnen und Schweden sind sich noch heute spinnefeind!)
Der Krieg blieb da, Kat (Göttin) so hieß die Burgmaid, war stolz und hochfährtig, darum ließ sie weder Rat och Gefolgschaft von der (Landes-) Mutter erbitten.
Als die Burgherren das erfassten, sandten sie selber Boten nach Texland, zu der Mutter dort.
Minna (platonische Liebe) war der Name jener Mutter, ließ alle Seeleute aufbieten und all das ganze junge Volk von Ost-Flyland und von den Danemarken.
Aus diesem Zuge ist die Geschichte von Wodin (Odin) entstanden, welche an den Burgen ist geritzt und abgeschrieben ist.
(Wohl eine in Holz geschnittene Bildergeschichte?)
Der Starke WODIN
An der Aldergamunde (Mündung am Altgau) da wohnt in Ruhestave ein alter Seekönig: Sterik war sein Name und der Ruf seiner Tat war groß.
Diese alte Robbe hatte drei Neffen:
Wodin, der älteste heimatete zu Lumkamarka bei der Eemunde (Ems-Mündung?) in Ost-Flyland (Fivel-Land?), zu Haus.
Als die jungen Kämpen nun zueinander kamen, erkoren sie Wodin zu ihrem Heermann oder König, und die Seekämpen wählten Dunis (Donar?) zu ihrem Seekönig und Inka (Ingfrey?) zu ihrem Nachtmeister.
Die Seeleute fuhren dann nach Dänemarken: dort nahmen sie Wodin mit seine streitbare Landwehr an Bord.
Der Wind war räumig und so waren sie im Handumdrehen in Schonland.
Als die nordischen Brüder sich mit ihm vereinigt hatten, teilte Wodin sein gewaltiges Heer in drei Keile.
FRYA (Freiheit) war ihr Waffenruf, und so schlug er die Finnen und Magyaren zurück, als ob es Kinder waren.
Wodins Krönung
Als Magy (in der Edda ist Magni ein Sohn Thors!) erfuhr, wie seine Leute alle umgebracht wurden, da sandte er seine Boten mit Stab und Krone (Goldhelm?) zu Wodin und sie sprachen:
„O du allergrößer der Könige, wir sind schuldig. Doch alles was, wir getan haben, ist aus Not geschehen.
Ihr meint, dass wir eure Brüder mutwillig angegriffen haben. Aber wir sind von unseren Feinden fortgetrieben und sie hängen uns noch an den Füssen.
Wir haben des Öfteren Hilfe von Euer Burgmaid gebetet, aber sie hat uns nicht geachtet.
Der Magy sagt: so wenn wir einander zur Hilfe täten, so würden die wilden Schafhirten (ein früherer Mongolensturm?) kommen und uns allesamt töten!
Der Magy hat viele Reichtümer, aber er hat gesehen, dass Frya gewaltiger ist als alle unsere Geister zusammen.
Er will sein Haupt in ihrem Schoß legen. Du bist der reckenhafteste König der Erde, dein Volk ist von Eisen.
Werde unser König, und wir alle werden deine Sklaven sein.
Was wäre das ehrenhaft für dich, wenn du die wilden wieder zurücktreiben könntest.
Unsere Hörner würden es herblasen und unsere Mären (Sagen) würden überallvor dich hergehen!“
Wodin war stark, wüst und reckenhaft, aber er war da nicht klar sehend.
Dadurch ward er in ihre Schlinge gefangen und von dem Magy gekrönt …
Seine vielen Seefahrer und Landwehrer, denen diese Wahl nicht zusagte, zogen still von hinnen; indem sie Kat mitnahmen.
Aber Kat (Goten) die weder von der Mutter noch von der gemeinen Acht erscheinen wollte, sprang über Bord.
Da kam ein Sturm und trieb die Schiffe auf die Schären (Klippen) der Dänemarken ohne dass man einen Mann vermisste.
Nachdem haben sie diese (Wadder.) Straße Kategat (Gotengasse) geheißen…
Als Wodin gekrönt war, ging er auf die Wilden los.
Sie waren alle Reiter: gleich einem Hagelschlag fielen sie auf Wodins Heer, aber gleich einem Wirbelwind wendeten sie um und wagten nicht wieder zu erscheinen.
Als Wodin nun zurückkam… gab Magy ihm seine Tochter zum Weibe.
Nachdem wurde er mit Kräutern beräuchert: aber es waren Zauberkräuter darunter, denn Wodin wurde Stufenweise so vermessen, dass er Fryas und Wraldas Geist miss zuerkennen und übersehen wagte, während er seinen freien Hals vor den falschen Idolen beugte.
Sein Reich hielt sieben Jahre….
Dann sagte der Magy, daß er unter ihren Göttern aufgenommen wäre…
Seine Tochter hatte bei Wodin ein Kind gewonnen und nun wollte der Magy, dass der von hoher Herkunft sein sollte… und krönte den Knaben zum König und stellte sich selber als Vogt und Vomund und Ratgeber an.
Anmerkung von uns
Viele Worte in dieser Übersetzung sind ungewohnt weil veraltert.
Dafür können die Worte nichts und entsprechen absichtlich dem Originaltext.
Zum eddischen Magy (Magni) passt gut der eddische Name Modi, jetzt für Wodins Sohn.
Ebenso erinnert Magys Tochter an die Zaubertrank siedende eddische Heid, wonach die Heiden benannt wurden.
Wodins plötzliches Verschwinden könnte die Edda mit Odins Selbstverbannung erklären, auf die Suche nach Freya/Menglöd im Fjölsvinmal.
Dess weiteren erinnert Odins Selbstopfer zur Runenfindung an den schamanischen Brauch, rituell heilige Bäume zu besteigen.
Während Feyas Standschrift eine Rundschrift nach dem Julrad ist (siehe: O,U,C…) und dem inneren sechs Speichen, sind Odins Runen aus den 8 Speichen des Julrades, reine Winkelrunen welche sich besser in Holz ritzen lassen, wegen der Holzmaserung.
Zur Glaubwürdigkeit der Ura-Lind-Chronik verhelfen auch die alten isländischen Bücher der Heimskringla (Weltkreis), worin die Helden von Troja (800 vor Chr.) von Asien (Asenland) über die Donau zu den Germanen kamen, die sie (wie ihre Legenden) zu Göttern stilisierten.
Dasselbe schreibt Snorri in seiner Edda und Saxo Grammaticus in seiner Dänen-Chronik.
Bemerkenswert unterhielten die Götter laut Edda, Völ.:7, einen Tempel auf dem Idafeld mit gleichen Ortsnamen wie im Troja Mythos.
Wurde dort der Uralte = Wralda verehrt, der am Ende des Weltalters erscheint?
Infobox: Vom Mutterbild zur Priester- und Königsherrschaft
Dieser Beitrag verbindet die Ura-Linda-Chronik mit Motiven von Mütterherrschaft, Frya, Wralda, Julrad, Runenschrift, Waraburg, Altland, Wodin und der Entstehung von Macht durch Priester, Könige und Krieger.
Im Mittelpunkt steht der Gegensatz zwischen einer freiheitlich-mütterlichen Ordnung und einer späteren Ordnung aus Herrschaft, Verführung, Krönung und Abhängigkeit. Wodin erscheint als starke Gestalt, die zunächst im Namen Fryas kämpft, dann aber durch Ruhm, Macht und fremde Einflüsse in eine andere Richtung gelenkt wird.
Wichtiger Hinweis:
Die Ura-Linda-Chronik ist historisch und sprachwissenschaftlich stark umstritten. Manche betrachten sie als friesische Urüberlieferung, andere als spätere literarische Konstruktion. Dieser Beitrag sollte deshalb als heimatkundlich-spirituelle Deutung gelesen werden, nicht als gesicherte Geschichtsschreibung.
- Keine Abwertung: Die Inhalte spiegeln den historischen Kontext ihrer Entstehung wider und sollten keinesfalls zur Herabsetzung heutiger Menschen, Religionen oder Kulturen genutzt werden.
- Historisches Dokument: Bitte betrachten Sie diesen Text als rein mythologische, weltanschauliche und erzählerische Überlieferung seiner Zeit.
Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre
1. Oera-Linda-Book / Ura-Linda-Chronik
Zur direkten Beschäftigung mit Text, Übersetzung, Frya, Wralda, Julrad, Waraburg und den umstrittenen Überlieferungen.
2. Literatur zur friesischen Geschichte und Küstenkultur
Zur Einordnung von Friesland, Nordsee, Inseln, Seefahrt, Siedlungen und regionalen Sagen.
3. Forschung zu Doggerland und versunkenen Landschaften
Für Leser, die sich mit untergegangenen Küstenräumen, Nordsee-Geologie und frühen Siedlungsgebieten beschäftigen möchten.
4. Die Edda — Lieder-Edda und Snorra-Edda
Zur Vertiefung von Odin, Wodin, Freya, Heid, Magni, Modi, Runen, Weltbaum und nordischen Mythen.
5. Heimskringla von Snorri Sturluson
Zur mittelalterlichen Überlieferung nordischer Könige, Asen-Abstammungen und mythischer Geschichtsdeutungen.
6. Saxo Grammaticus: „Gesta Danorum“
Zur dänischen Sagen- und Königsgeschichte sowie zur Verbindung von Mythos, Geschichte und politischer Legitimation.
7. Runenkunde und Schriftgeschichte
Zur Frage, wie Rundformen, Winkelrunen, Holzritzung, Lautzeichen und Schriftentwicklung miteinander verglichen werden können.
8. Literatur zu Muttergöttinnen und vorgeschichtlichen Frauenfiguren
Zur Deutung von Erdmutter, Fruchtbarkeitssymbolen, steinzeitlichen Figuren, Seherinnen und matriarchalen Motiven.





