Heilige Sprachen und ihre Wurzeln: Von Sanskrit bis Romani“
Die meisten Religionen rezitieren ihren Glauben aus heiligen Schriften, bedingterweise in meist älteren Sprachen. Die jüngste Weltreligion, der Koran, wurde in Arabisch verfasst, und deren Vertreter behaupten, weil das die Sprache ihres Gottes Allah wäre, dürfe sie nur in Arabisch rezitiert werden. Kleinere islamische Sekten lehnen das ab, weil Gott ja alle Sprachen versteht.
Die orthodoxen Kirchen erklären ihre heilige Schrift in Griechisch, weil das die vorherrschende Sprache zur Zeit Jesu gewesen war. Der Papst in Rom hingegen erklärte die Lateinbibel zur heiligen Schrift, weil die alten Römer über Palästina damals herrschten. Die 20 Millionen Juden schreiben ihre Nationalreligion in Hebräisch, weil das die Sprache ihrer Propheten sei. Ebenso verhält es sich mit den Odinisten der isländischen Asatru-Kirche, deren Edda in Alt-Nordisch verfasst wurde.
Die Anhänger Buddhas in Indien und Hinterindien bedienen sich der alten mittelindischen Sprache Pali, in welcher ihr heiliger Kanon (Tripitaka) verfasst wurde. Pali ist ein Sanskrit-Dialekt, ähnlich unterschiedlich wie die deutsche und niederländische Sprache. In Sanskrit heißt es „Nirvana“, in Pali „Nibbana“; Sanskrit: „Gautama“ = Pali: „Gotama“; Sanskrit: „Sutra“ = Pali: „Sutta“ usw.
Es gibt heute wieder 26.000 Inder, die Sanskrit als Muttersprache sprechen, denn die heiligen Veden sind in Sanskrit verfasst. Daher verstehen heute wieder 2.300.000 Inder Sanskrit (Sanskritam). Sie grüßen sich in ihrer heiligen Sprache wie vor 3500 Jahren so: „Namo namaha!“
Die Indo-Europäer nannten sich selbst „Ariya“ und eroberten vom Aralsee aus im 15. Jahrhundert vor Christus Indien und Europa und brachten dorthin ihre Religion und Sprache (Sanskrit, Pali usw.). Wir erkennen die Ähnlichkeiten aller indoeuropäischen Sprachen am leichtesten im Vergleich mit den Zahlwörtern.
Wir dürfen aber nicht übersehen, dass die beiden Volksgruppen der Roma und Sinti seit dem 15. Jahrhundert in Mitteleuropa leben und ursprünglich aus Mittelindien stammen. Von dort zogen sie um 900–1100 nach Nordwestindien. Zwischen dem heutigen Indien und Pakistan war im Punjab ihre Heimat, der Provinzstaat Sindh, von dem die Sinti ihre Volksbezeichnung ableiten. Der arabische Fürst Mahmud von Ghazi vertrieb die Roma und Sinti, worauf sich die Gründerpopulation in Rumänien zunächst niederließ und den Namen Rom (Romanen) erhielt. Ein Wanderzug über Ägypten brachte ihnen den englischen Namen „Gypsy“ ein, und in Deutschland entstand das Schimpfwort „Zigeuner“, wohl aus „ziehende Gauner“.
Ihre Sprache hat keine arabischen Worte aufgenommen, als Beweis, dass sie in geschlossenen Verbünden eingewandert sind. Vergleichen wir ihren Wortschatz in Kürze mit dem heiligen Sanskrit und heutigem Hindi:
Sanskrit | Hindi | Romani | Deutsch |
---|---|---|---|
Ekam | Ek | Jek | Ein |
Due | Do | Duj | Zwei |
Trini | Tin | Trin | Drei |
Chatvari | Car | Star | Vier |
Pancha | Pac | Panz | Fünf |
Sat | Chah | Sov | Sechs |
Sapta | Sat | Ifta | Sieben |
Asta | Ath | Oxto | Acht |
Nava | Sapta | Inja | Neun |
Dasa | Dasa | Des | Zehn |
Vergleichen wir nun die altindischen Worte der Familienmitglieder:
Pitar = Vater
Matar = Mutter
Sunu = Sohn
Duhita = Tochter
Bratar = Bruder
Svasar = Schwester
Jantu = Kind
Weitere Vergleiche:
Manu = Mensch
Kaput = Kopf
Sala = Haar
Aksi = Auge
Menth (kauen) = Mund
Srad = Herz
Pat = Fuß
Nakha = Nagel
Nak = Nacht
Nabhas = Nebel
Sneha = Schnee
Udan = Wasser
Ajra = Acker
Kurdati = Ross / Hors
Go = Kuh
Vih = Vogel
Ulka = Wolf
Su-kaqra = Sau
Mus = Maus („mus-nati“ = stehlen)
Weitere Vergleiche zwischen Sanskrit und Romani-Wörtern:
Hasta = vast (Hand)
Ratri = rat (Nacht)
Manusya = manusch (Mensch)
Bala = Chavo (Bube)
Mama = mari (mein)
Nama = nav (Name)
Kah = savo (wo)
Wardan = vurdaa (Wagen)
Achtsamkeit auf den Atem (Ānāpānasati)
Diese Übung stärkt die Konzentration (Samādhi) und das bewusste Gewahrsein des gegenwärtigen Augenblicks.
Vorbereitung:
Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört sitzen kannst.
Setze dich in eine bequeme, aufrechte Position – entweder im Schneidersitz oder auf einem Stuhl mit geradem Rücken.
Schließe sanft die Augen oder senke den Blick.
Durchführung:
Wahrnehmen des Atems
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem, ohne ihn zu kontrollieren.
Spüre, wie die Luft durch die Nase einströmt und wieder ausströmt.
Verankern im Hier und Jetzt
Konzentriere dich auf die Empfindungen an den Nasenlöchern, im Brustkorb oder Bauch.
Wenn Gedanken auftauchen, erkenne sie an, ohne sie zu bewerten, und kehre sanft zur Atmung zurück.
Atemzüge bewusst zählen (optional)
Falls es schwerfällt, bei der Atmung zu bleiben, kannst du die Atemzüge zählen:
Einatmen – „eins“, ausatmen – „zwei“, bis zehn und dann von vorn beginnen.
Achtsames Beobachten von Veränderungen
Beachte, wie sich dein Atem mit der Zeit verändert – wird er ruhiger, tiefer?
Beobachte auch Gedanken oder Emotionen, die auftauchen, ohne sie zu beurteilen.
Abschluss:
Nach 10–15 Minuten öffne langsam die Augen.
Nimm einen Moment, um die Ruhe zu spüren, bevor du dich wieder bewegst.
Diese Praxis hilft, den Geist zu beruhigen, Stress zu reduzieren und Achtsamkeit im Alltag zu kultivieren. Sie kann täglich praktiziert werden, auch in kürzeren Sitzungen von 5–10 Minuten.
Weiterführende Literatur
„Die Sprache der Götter: Sanskrit und die Welt der Veden“ von Michael Witzel – Einführung in die Bedeutung des Sanskrit.
„Der Koran: Übersetzung und Kommentar“ von Adel Theodor Khoury – Verständnis des arabischen Ursprungs.
„Die Edda: Götter- und Heldenlieder der Germanen“ von Karl Simrock – Einblick in die altnordische Sprache.
„Pali: Die Sprache des Buddha“ von K. R. Norman – Über die Sprache des buddhistischen Kanons.
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