Jetzt sprüht das neue Leben aus der Winterstarre der schlafenden Natur, und ich wagte, sauerstoffsüchtig, die Nacht bei offenem Fenster zu schlafen. Am Sonntag sehnte ich mich danach, unter die Mönche eines buddhistischen Klosters in meiner niederrheinischen Nähe zu gehen und mich im Bad ihrer frommen Rezitation zu reinigen. Aus Wissenschaftsberichten wusste ich, dass unser Bewusstsein, welches wir für unser ICH, unsere „Seele“ halten, nur aus Gefühlen und Erinnerungen besteht.
Nirvana glaubte ich schon als Einmal-Wiederkehrer erreichen zu können, wenn ich als Säugling bereits in einem Vihara aufgezogen werde. Doch schon während jeder Rezitation wurde ich tief von Emotionen ergriffen. Diesen Zustand wollte ich mit Hilfe meines weiter fortgeschrittenen Sohnes erreichen. Wie schlummerte ich, in meinen Daunen gehüllt, ach so menschlich wohlig, und lauschte verzückt den süßen Worten lächelnder Devas. Ich genoss dieses himmlische Erlebnis wie ein islamischer Märtyrer unter seinen anvertrauten Huris.
Dann kam mein Erwachen und die große Enttäuschung darüber, als ich erkannte, wie gewaltig Emotionen doch sind, und erinnerte mich an Buddhas Warnung, dass kaum eine Macht größer ist als die des Teufels Mara (Illusion).
Fazit
Jetzt im Frühling zieren die heilsamen Wunderkerzen mit ihrem Pollensegen am kerzengraden Haselnussstrauch, deren Zweige wirksame Wünschelruten ergeben. Esse jeden Morgen drei solcher Weidenkätzchen zum Wohle von Körper, Geist und Seele!
Welche Heilwirkungen hat Weidenkätzchen?
Hinweis zum Pflücken von Weidenkätzchen:
Weidenkätzchen stehen unter Naturschutz und dürfen in der freien Natur nicht gepflückt oder beschädigt werden. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für früh fliegende Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge, die auf diese erste Blütenpracht im Jahr angewiesen sind. Wer dennoch Weidenkätzchen für Zierzwecke nutzen möchte, sollte ausschließlich auf Pflanzen aus nachhaltigem Anbau zurückgreifen, etwa aus Gärtnereien oder dem eigenen Garten. So trägt man dazu bei, die natürlichen Bestände zu schützen und gleichzeitig die ökologische Bedeutung der Weiden zu bewahren.
Wissenswert:
Die dichten Kronen der Kulturweiden sind nicht nur ein prägendes Element der Landschaft, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Wie Sönke Hofmann vom Naturschutzbund (Nabu) Bremen erklärt, bieten die dicht verzweigten Äste der Weiden einen idealen Schutz für kleine Singvögel, die hier ihre Nester bauen und vor Fressfeinden sicher sind. In den natürlichen Baumhöhlen finden zudem Fledermäuse, Siebenschläfer und sogar Steinkäuze ein Zuhause. Die Weidenkätzchen, die im Frühjahr in großer Zahl erscheinen, sind eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Wespen, während auf der Rinde zahlreiche Insektenarten leben. Auch für größere Tiere wie Kühe, Ziegen, Pferde und Rehe sind Weiden ein beliebter Leckerbissen.
Doch nicht nur die Tierwelt profitiert von den Weiden. Seit Jahrhunderten nutzen auch Menschen diese vielseitigen Bäume. Das Holz der Weiden wurde traditionell für Flechtarbeiten und als Baumaterial verwendet. Interessanterweise fanden die Weidenkätzchen früher sogar ihren Weg in die menschliche Ernährung – sie landeten in Bettbezügen und sogar im Suppentopf, denn sie sind essbar. Die Pharmaziehistorikerin Ursula Lang weist zudem auf die heilende Wirkung der Weidenrinde hin: „Weidenrinde ist eine altbewährte Heilpflanze, die bereits seit der Antike gegen Schmerzen und rheumatische Beschwerden eingesetzt wurde.“ Der Grund dafür liegt im enthaltenen Salicin, das im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird. „Der Wirkstoff des Aspirins, die Acetylsalicylsäure, ist ein synthetischer Abkömmling dieser natürlichen Salicylsäure“, erklärt Lang. Damit sind Weiden nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ein bedeutendes Stück Kultur- und Medizingeschichte.
Achtsamkeitsübung:
Der Atem der Natur
Setze dich an einen ruhigen Ort in der Natur oder öffne das Fenster. Schließe die Augen und atme tief ein. Spüre, wie der frische Frühlingswind deine Haut berührt. Konzentriere dich auf die Geräusche um dich herum: das Zwitschern der Vögel, das Rascheln der Blätter. Lasse alle Gedanken und Emotionen vorbeiziehen, ohne sie zu bewerten. Atme langsam aus und spüre, wie du mit der Natur verbunden bist. Wiederhole dies für 5–10 Minuten.
Literatur Tipp
„Der Pfad des Herzens“ von Thich Nhat Hanh – Einführung in die buddhistische Achtsamkeitspraxis.
„Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle – Über das Bewusstsein und das Leben im Hier und Jetzt.
„Buddhas Lehren“ von Walpola Rahula – Ein grundlegendes Werk zum Verständnis des Buddhismus.
„Die Kunst des einfachen Lebens“ von Shunmyo Masuno – Zen-Prinzipien für den Alltag.
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