Beispiel vom ewigen Jammern.

Bodhi Svaha! Sadhu, Sadhu, Sadhu.

In einer kleinen Pagode ( turmartiger Tempelbau ) am Arm des Irrawaddy abseits vom

großen Rangun , leitete ein neuer Bikhun (Mönch) die dortigen religiösen Geschäfte.

Er war neu zugezogen und wunderte sich über einen frommen alten Fischer, der jeden

Tag zur Buddha-Figur zur Empore hinaufschaute und mitleidsbedürftig klagte, wie

schwer sein Karma (Schicksal) zu ertragen sei und anschließend herzzerreißend laut

mit den Worten endete:“ Ach ! Wäre ich armer Mensch doch schon tot !“

Zu der Zeit gastierte in Burmas Hauptstadt ein Wandertheater, von welchem sich der

junge Mönch das Kostüm eines Manuthias auslieh.

Pünktlich zur ersten Nachtwache erschien der jammernde Alte wieder in die Pagode und

beklagte laut sein unerträgliches Karma.

Der Bikhun hatte sich hinter der Buddha Figur verkleidet versteckt und erschien so vor

dem verängstigten Alten mit den Worten: “Du willst sterben ! Also folge mir in die Welt,

welche für dich angemessen scheint !“

Da warf sich der jammernde Alte auf den Boden der Pagode und flehte zitternd, um einen

Tag Frist um seine letzten Sachen noch in Ordnung bringen zu können.

Der Manuthias gestattete dem armen Kerl großzügig diese Bitte und der klagende Alte war

nie wieder in Nähe der Pagode gesehen worden.

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Grabgespräche

Lesedauer 3 MinutenZwischen Erinnerung, Trauer und innerem Dialog Einmal

Am 21. März 2008 wurde das Abendländische-Buddhisten-Collegium e.V. in Krefeld gegründet. Unsere Gemeinschaft folgt der buddhistischen Tradition des Theravada.

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