Kirchen-Sekten-Religionen Teil 5
Der Araber Mohammed (570–632 nach Christi) wuchs im Hause seines Großvaters Al-Muttalib in Mekka auf. Nach dessen Tod lebte er bei seinem Onkel Abu Talib vom Stamme der Haschimiden (Haschich-Esser). Mit 25 Jahren heiratete er die reiche Karawanen-Witwe Chadidscha. Bis auf seine Tochter Fatima starben seine Söhne recht jung. Als wohlhabender Kaufmann führte er viele religiöse Gespräche mit Juden und Christen. Davon inspiriert erschien ihm mit 40 Jahren etappenweise der Erzengel Gabriel (arabisch: Israfil) und las ihm aus einem himmlischen Buch (Koran) insgesamt 114 Lehrreden (Suren) vor. Im Koran wird Gabriel „heiliger Geist“ bezeichnet (16,102). Die Mekkaner verhielten sich Mohammed abweisend gegenüber. Jahrzehntelang waren Ehefrau und Tochter seine einzigen Anhänger. Nach Chadidschas Tod erkannten ihn einige Freunde als Propheten an. Mit diesen wanderte Mohammed im September 622 nach Medina aus (Hedschra, Beginn der islamischen Zeitrechnung). In Medina wuchs seine Glaubensgemeinde, an deren Spitze er sich als autoritäres, religiöses und weltliches Oberhaupt setzte. Aus politischen Gründen heiratete er neun Frauen, darunter auch die minderjährige, blutsverwandte Aischa. 624 überfiel er eine Karawane aus Mekka und plünderte sie aus. Dann ging er aus der darauf folgenden Schlacht bei Badr gegen die Mekkaner als Sieger hervor. Nun schlossen sich ihm auch die übrigen arabischen Stämme an. Mohammed vertrieb die unzuverlässigen Juden aus Medina und änderte die Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka. 630 eroberte er auch Mekka und vereinte auch die dortigen arabischen Stämme. Der dort von den Heiden bereits verehrte „schwarze Stein“ (ein vom Himmel gefallener Meteorit?) in einem Viereck (Kaaba = Würfel) ausgestellt, übernahm Mohammed als ein dreimal umwandelndes Heiligtum. Zugang für Ungläubige ist bis heute streng verboten. Nach seinem Tod 632 hinterließ er seinen Nachfolgern, den Kalifen, ein politisch und religiös geeintes Arabien.
Mohammed betrachtete sich selbst als letzten Propheten des Bibelgottes El, arabisch „Allah“ genannt. Seine Prophetengabe bewies er durch die Gottesbeschwörung mit dem Zeichen der Mondspaltung, wohl eine vorausgesagte Mondfinsternis? (Sure 54). Mohammed bezichtigte die jüdischen und christlichen Bücher als Schriftfälschungen laut Koran und erklärte auch damit deren Widersprüchlichkeiten. Er lehnte die katholische Dreifaltigkeit (Gott-Sohn-Heiliger Geist) ab: „Es gibt nur Einen Gott!“ (Sure 4,171). Zur Kreuzigung Isas (Jesus) lesen wir im Koran, dass nicht Isa, sondern ein Anderer (Barnabas?) in Wahrheit gekreuzigt wurde (4,157/4,171). Dass sich auch Mohammed geirrt hat, gibt er zu, wo er anfangs erklärte, dass es auch weibliche Engel gibt. Auf Druck der herumjammernden Juden erklärte er diese Sure als Eingebung des Teufels Iblis. Die Sterndeuter (Sabäer) zählte Mohammed zu den Rechtgläubigen (2,62), denn laut Koran hat jede Seele einen Stern als Schutzengel (86,3). Er nennt auch Buddha Gotama aus Kapilavastu als „Du’l Kifl“ (Mann aus Katmandu?) zu den verehrten Propheten (21,85). Mohammed war Missionar und Kriegsherr zugleich und ängstigte seine Gläubigen mit dem Höllenfeuer. Viele praktische, soziale Gebote flossen in seinen Koran mit ein:
So war er strikt gegen Abtreibung aus Furcht vor Armut: „Tötet nicht eure Kinder!“ (17,31). Ungläubige Völker sollten unterwandert und ausgetauscht werden (47,38). Laut Sure 3, Vers 106 wären die Schwarzhäutigen Sünder gewesen. Die islamische Staatsform wird theokratisch gedacht (Gottesstaat, 4/59). Tritheismus wird nicht geduldet (4,171). Durch die Sure 17,7 und 28,84 dringt die Lehre vom Karma. Auch die Wiedergeburt kann so verstanden werden, wo böse Menschen in Tierkörper wie Schweine und Affen verwandelt werden (2,65 + 5,60 + 7,166). Wie bei den Germanen, wo die Schlachttoten von Wein kredenzenden Walküren zur Tafel des Kriegergottes begleitet werden, gelangen die Märtyrer des Islams sofort ins Paradies mit den vielen Huris (Stundenmädels, Hora = Stunde). Laut Koran sind Männer den Weibern überlegen und dürfen ungehorsame Weiber züchtigen und im Schlafzimmer arrestieren (4,34). Wie denken unsere modernen Emanzen darüber? Auch erben Knaben doppeltes Erbe als ihre Schwestern (4,11). Huren und Hurer nur dürfen Ungläubige heiraten (24,2-3). Landeshuren soll man bis zum Hungertod einschließen (4,15). Wein ist ein Spiel Satans laut 5,90. Ungläubige sind vergleichbar mit Vieh, laut Talmud und Koran (8,56). Man solle bedenken, die beiden Machtblöcke Sunniten und Schiiten geben den Koran unterschiedliche Gewichte. So sind die Schiiten viel toleranter gegen Ungläubige aufgrund Sure 18,57 (Allah hat die Ungläubigen ungläubig gemacht)! Wie in der Bibel kann Allah Leute in die Irre führen (35,8). Der Koran spricht auch von der Vorsehung (74,31+34). Viel zitiert, nur verfälscht, weil halbwahr, soll der Koran eine friedliche Religion sein wegen folgender (nur halb zitierter) Sure: „Wer einen MENSCHEN tötet……..ohne dass er einen Mord oder eine Gewalttat im Lande begangen hat, ………..soll sein, wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer einen am Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten!“ (Sure 5, Vers 32). Dasselbe lesen wir auch im jüdischen Talmud. Es gibt aber auch eine kämpferische Seite im Koran, welche im krassen Widerspruch zur buddhistischen Tripitaka steht. Buddhisten zeichnen sich hingegen als Krieger des Nichttötens aus!
4,44: Mit Ungläubigen nicht befreundet sein. 4,45: Heuchler verbrennen! 41,44: Keine Ungläubigen als Freunde haben. 2,193: Feinde bekämpfen. 5,51: Keine Juden oder Christen als Freunde nehmen. 9,29: Für Allah kämpfen oder Kopfzins (Schutzgeld) fordern. 4,145: Heuchler kommen in ewiger Hölle. 3,85: Nichtmoslems zur Hölle! 5,86: Ungläubige sind Gefährten der Höllenglut. 47,5 / 4,74: Für Allah töten! 8,13: Ungläubige köpfen. 60,13: Schließt keine Freundschaft mit einem Volk, gegen das Allah erzürnt ist. 61,11: Für Allah kämpfen mit BLUT und GUT. 4,76: Wer nicht für Allah kämpft, der kämpft für SATAN! Bekämpfet ihn! 4,89: Ungläubige nicht zu Freunden nehmen, sondern totschlagen!
Nach dem Tode Mohammeds wurden diese vier Kalifen (halif = Verwalter) seine rechtlichen Nachfolger: Abu Bakr (632–634), Omar (634–644), Osman (644–656), Ibn Abu Talib (656–661). Der folgende Streit führte zum Bruch des Islams in Sunniten und Schiiten, welche ihre Kalifate auf Mohammeds Tochter Fatima bzw. auf die Kalifate von Mohammeds Schwiegersohn Ali zurückführten. Dieser bis heute fortwährende Religionsstreit kennen wir vom Christentum zwischen Katholiken und Protestanten. Ebenso zwischen Ostkirche und Westkirche, die auf die Konstantinische Fälschung (800 n. Chr.) rückführbar ist, wo Papst Silvester I. ein falsches Dokument vorlegte, in welchem der oströmische Kaiser Konstantin I. ihn zum Herrscher über West-Rom ernannte und den Vatikan geschenkt hätte.
Die Zahl der Mohammedaner (Moslems, Islamen) wird weltweit auf 1,5 Milliarden geschätzt. Die im alten Philister-Land (Palästina) lebenden Juden nahmen 636 mit der übrigen Bevölkerung den Islam an, weshalb sie nach dem 2. Weltkrieg von den Israelis als Abtrünnige besonders gehasst und zu Millionen aus ihrer Heimat grausam vertrieben wurden. Die in Bosnien lebenden, zum Islam „übergetretenen“ Europäer heben sich nicht sonderlich von den anderen Abendländern ab. Ebenso wenig problematisch verhalten sich die Mohammedaner der ersten und zweiten Generation in Deutschland. Das änderte sich erst mit den traumatisierten Kriegsflüchtlingen und Anhang seit der Zerstörung des Orients durch die USA. Deren verhätschelte Jugend ließ sich schnell auf breiter Front durch die kriegerischen Koranstellen radikalisieren. Von den vielen angenehmen Koranstellen abgesehen, frage ich mich, ob der Koran islamistisch macht? Oder bin ich vom sanften Buddhismus gar zu überempfindlich geworden?
Achtsamkeitsübung
„Die Kraft der Stille“
Setze dich an einen ruhigen Ort und schließe die Augen. Atme tief ein und aus, und konzentriere dich auf deinen Atem. Stelle dir vor, wie du in der Wüste sitzt, umgeben von Stille und Weite. Spüre die Ruhe und Gelassenheit, die von dieser Szene ausgeht. Verweile in dieser Vorstellung für 5–10 Minuten und lasse alle Gedanken kommen und gehen, ohne sie zu bewerten. Öffne dann langsam die Augen und kehre gestärkt in den Alltag zurück.
Weiterführende Literatur
„Der Koran“ – Übersetzung und Kommentar von Adel Theodor Khoury
„Mohammed: Eine Abrechnung“ von Hamed Abdel-Samad
„Die Geschichte des Islam“ von Tamim Ansary
„Der Islam: Eine kurze Einführung“ von Karen Armstrong
„Die Schia: Glaube, Geschichte, Gegenwart“ von Heinz Halm
„Der Koran für Dummies“ von Sohaib Sultan
„Islam: Geschichte, Glaube, Gesellschaft“ von Monika und Udo Tworuschka
„Die Araber: Von der vorislamischen Zeit bis zur Gegenwart“ von Eugen Wirth
Wichtige Hinweise zu externer Literatur
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- Fachartikel und wissenschaftliche Studien
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