Die KREISEL – ERDE

Von der Erdkugel zum Weltenbaum:
Wie Wissenschaft und Mythos die Dynamik unseres Planeten erklären

Die Erde ist der 3. Planet in unserem Sonnensystem und eine Kugel mit einem Umfang von 42.000 km. Sie setzt sich wie eine Zwiebel in mehreren Schichten zusammen:

  • Die Erdkruste ist etwa so dick wie ihre Atmosphäre (79 % Stickstoff, 20 % Sauerstoff) – rund 35 km festes Gestein.

  • Darunter folgt der Erdmantel mit 2.800 km heißem, zähflüssigem Gestein.

  • Der äußere Kern erreicht sonnenähnliche Temperaturen und umschließt den inneren Kern aus festem Eisen und Nickel (Umfang: 34.000 km).

Unsere Erde ist etwa 150 Millionen km von der Sonne entfernt; der Erdmond hingegen nur 384.000 km. Vor rund 4 Milliarden Jahren entstand die Erde als glühende Kugel nach dem Urknall. Durch die extreme Kälte des Weltraums kühlte sich die Oberfläche schnell ab – und überraschenderweise kühlt auch das Erdinnere laut neuesten Studien schneller aus als angenommen.

Plattentektonik und Erdgeschichte

Die auf schwimmendem Magma liegenden Kontinentalplatten werden irgendwann zum Stillstand kommen, was Vulkanausbrüche und Plattenbewegungen beendet. Auch der Erddynamo (Quelle des Magnetfelds) würde erlöschen.

Vor 175 Millionen Jahren zerbrach der Urkontinent Pangäa (eddisch: Midgard – „Garten der Mitte“), umgeben vom Ur-Ozean Tethys (eddisch: Jörmungandr – „Mitgardschlange“), in die Superkontinente Laurasia (Norden) und Gondwana (Süden). Vor 110 Millionen Jahren löste sich die Indische Platte von Gondwana. Die aus dem Erdinneren aufsteigende Wärme treibt bis heute Plattenverschiebungen, Erdbeben und Vulkanismus an.

Der Erd-Kreisel und die Achsenkippung

Der Mond bremst die äußeren Erdschichten, während der innere Eisenkern schneller rotiert – diese Reibung erzeugt das Magnetfeld. Als heißes Material zur Kruste aufstieg und kaltes absank, gerieten die Platten in Chaos: Die pazifische Platte schob sich unter die westliche Platte, wodurch das Gleichgewicht des „Erd-Kreisels“ auf seiner elliptischen Bahn gestört wurde. Die Erdachse – mythologisch als Yggdrasil (Weltenbaum) beschrieben – kippte um 24 Grad gegenüber der Ekliptik.

Vor 84 Millionen Jahren neigte sich die Achse bereits um 12 Grad, vermutlich ausgelöst durch einen gigantischen Vulkanausbruch in Gondwana, der die Indische Platte unter Eurasien schob. Schwerkrafteffekte stabilisierten die Neigung später wieder. Ähnlich liegt der Planet Uranus heute „auf der Seite“ – möglicherweise durch einen Kometeneinschlag.
Forschung und Mythos

Wissenschaftler der Paläomagnetik untersuchten Magnetismus in Gestein der Kreidezeit (z. B. Scaglia Rossa in Italien). Unter hohem Druck im Erdinneren entstehen Mineralien wie Bridgmanit (auch in Meteoriten nachgewiesen). Experimente mit Diamantstempel-Zellen zeigten: Bridgmanit leitet Wärme 1,5-mal schneller ab als gedacht – ein Schlüssel zur raschen Erdabkühlung.

Die Edda beschreibt diese Dynamik mythologisch:

„Midgards Ormir blaes svo eitrinu ad hann dreifir loft öll log lög og er hann allogurtlegur…“
(„Midgards Wurm bläst solch Gifte, dass ihr Geifer Luft und Gewässer alle vergiftet…“)

„Tha skelfur askur Yggdrasil og enginn hlutur er tha ottalaus a himni eda iörda!“
(„Da bebt die Esche Yggdrasil, und ängstliche Wesen sind atemlos in Himmel und Erden!“)

Weiterführende Literatur

  1. „Die Dynamik der Erde: Von der Kruste zum Kern“ (Geophysik) – Erklärt Schichtaufbau, Plattentektonik und den Erddynamo.

  2. „Yggdrasil und die Wissenschaft: Mythos vs. Realität“ (Kulturgeschichte) – Analysiert nordische Kosmologie im Kontext geologischer Prozesse.

  3. „Bridgmanit: Das Mineral, das unsere Erde kühlt“ (Mineralogie) – Dokumentiert Experimente zur Wärmeleitung im Erdmantel.

  4. „Planetare Achsenkippungen: Von Uranus zur Edda“ (Astronomie) – Untersucht Ursachen und Folgen von Neigungsänderungen bei Planeten.

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