Augen als Fenster der Seele

Zwischen Mythos, Medizin und Menschheitsgeschichte

Wie die Zähne die offenen Teile der Knochen sind, so die Augen als offene Teile unseres Gehirns.

Augen sind die erfolgreichsten Sinnes-Organe und beim Baby schon beinahe ausgewachsen. Daher sehen Baby-Augen auch so groß aus und Tiere mit großen Augen lösen bei Frauen schon Muttergefühle aus.

In Wagners Opern erinnern sich die Protagonisten an ihren Augen an ihre Wiedergeburt. Auch die Augen-Diagnostik ( Diagnose= Krankheits-Erkennung ) führt Kranke-Symptome auf längere Krankheitsgeschichten zurück, die sich in der Iris des Auges ablesen lässt. Wenn wir das Auge wie eine Tierkreiskarte uns vorstellen und dort die Tierkreiszeichen mit ihren Planetenherrscher und hineindenken und dann die Orte für innere Organe und äußere Körperteile lokalisieren, können einige Heilpraktiker anhand der Augenflecken auf der Iris dort gewissen Hinweise erhalten. Kreise um die Pupille gedacht, wie sich ausbreitende Wasserwellen können dem Diagnostiker wichtige Informationen geben, wonach er Heilkräuter und Tees zum Heilungsprozess zusammenstellt. Je gleichmäßiger z.B. die Farbe der Iris strukturiert ist, je stabiler ist des Menschen Bindegewebe. Je mehr Zeichen die Iris trägt, je schwieriger wird die Diagnose. Die herkömmliche Symptom-orientierte Diagnose ist in sein Reaktionsmuster etabliert. Die konstitiunelle Diagnose ist auf Langzeit orientiert.

Gerade zwischen den Bindegewebezellen in unsere Körper ist der Bahnhof von Nerven- Impulse, Totentransporte abgestorbener Gewebe u.a. Schädigung des Gelbgallenfluss führen zur Milz ( Verordnung: Löwenzahn ), dunkle Ringe um die Pupille weisen auf die Schwarzgalle. Helle Ringe um die Iris weisen auf Krampfadern. Besonders achtet der Diagnostiker auf Wellenringe und eingeschlossene Bläschen. Soweit das Auge als Gesundheits-Fenster.

Nun zur Augenfarbe: Europa während der Eiszeiten hatte nur an den südlichen Rändern schmale bewohnbare Flächen. Der moderne Mensch entwickelte sich daher im heißen Afrika.  Die dunkle Farbe von Haut, Haar und Augen waren ein Schutz vor zu viele Gesundheit schädliche Sonnenstrahlen. Um Erbschäden zu vermeiden hatten die Afrikaner braune Augen als natürliche Sonnenbrillen. 90 % der Menschen haben heute noch daher braune Augen. Mindestens gegen Ende der letzten Eiszeit siedelten Menschen aus Afrika auch an den südlichen Rändern Europas und von dort weiter nach Asien hinein. Vor etwa 50.000 (*3.) Jahren lebten um das schwarze Meer das Volk der Arier ( Indo-Europäer ), welches sich langsam zum Aralsee ausdehnte. Dort war die Sonneneinstrahlung viel geringer. Die dunklen Jahreszeiten waren sehr lange und die milden Sommer nur kurz. Die helle Farbe von Haut, Haaren und Augen nahmen mehr Vitamine der  schwachen Sonne auf ( Vitamin D ) !Da  trat bei unserer U-Ur-Ur Urgroß-Mutter ( isländisch „Edda“ ) eine genetische Mutation ein: im OCA 2 Gen, welches  die Melanin-Produktion in der Iris reduziert. Die Natur lässt sich das Leben anpassen. Ergebnis: himmelblaue Augen. Der gesundheitliche Vorteil blauer Augenfarbe führte zu einer europäischen Selektion, wo nur die Lebensfähigsten sich in der Erbfolge fortsetzten. Mit dem zurückweichenden Eisfeldern zogen die Blauäugigen immer höher in den Norden wo jetzt noch 90 % in Norwegen, Schweden, Dänemark, Island und dem BALTIKUM blaue Augen haben. Nur 2 % aller Menschen haben grüne Augen, entstanden durch eine Kombination von Melanin in der Iris nach Art der Lichtstreuung. Eine geringere Menge Melanin im Vorderen Teil der Iris, wo das Licht in einer Linie gestreut wird, die im Gehirn als „grün“ signalisiert wird. Grünäugige finden sich am häufigsten unter Mischung von Germanen und Kelten, also in Irland und Schottland. Haselnuß-braune Augenfarbe sind eine Mischung von Grünäugigen und Blauäugigen. Bernsteinäugige finden sich häufig in mediterraner oder nahöstlicher Blutlinie, wo viele Populationen sich vermischten. Bei völligen Melatonin-Mangel  entsteht der Albinismus ( weiße Augenbraue, Wimper und oft auch rote Augen ). Laut Mendelsche Vererbungslehre, spaltet sich das Erbgut bei Partner unterschiedlicher Genen bei den Nachkommen immer wieder auf. Dennoch sind die braunen Augen dominierend und die blauen Augen rezessiv. Die Natur will, dass sich jede Population seiner Umwelt am bestmöglichsten anpasst. Das kann für das Überleben der Menschheit zu Hitzezeiten und Kältezeiten ausschlaggebend sein. Hinzu kommt noch ein Kultursprung wo Probleme in Extremfälle bedeutende geistige Leistungen herausfordern.

Heute wissen wir, dass mindestens 16 verschiedene Gene unsere Augenfarben beeinflussen, die miteinander auf komplexe Weise interagieren. So können Geschwister z.B. unterschiedliche Augenfarben erben. Bei graue Augen führte die Struktur des Stromas in der Iris zu einer anderen Lichtstreuung. Häufig unter Osteuropäischer Population zu finden. Bei einer Heterochromie erzeugt der Genwechsel zu einer bunten Augenfarbe, die eine große Vielfalt der DNA ermöglicht. In vielen Fällen werden Babys geboren, die während des Wachstums wieder dunkler werden. Ebenso können hellblonde Babys wieder dunkelblond werden und in den besten Lebensjahren wieder hellblond. In diesem Falle ist die Melaninproduktion noch nicht vollständig entwickelt gewesen. In allen Personal-Ausweisen ist die Augenfarbe als Erkennungszeichen mit angegeben. Dadurch lassen sich alte Migrationsrouten und genetische Vermischungen nach verfolgen. Der Seidenstraße entlang  stoßen wir auf Bezirke  Klein-Asiens mit großen Populationen von Menschen mit grünen Augen. In Afghanistan und dem heutigen Pakistan stoßen wir auf zwei kleine Völker mit übermäßig vielen hellblauen Augen, nämlich den Paschtunen und Hunzas, die noch heute ihre Urreligion pflegen. Einige Wissenschaftler vermuten in ihnen, Nachkommen aus dem Heer Alexander  des Großen ( 356-23 v. Chr. ) zu sein. Andere sehen in ihnen eher Nachkommen aus dem Völkerwanderungszug der Arier nach Indien und Persien, zumal ja auch einige Nomadenstämme in der nördlichen Mongolei blauer Augen haben. Wie viele Generationen es zu einer Mutation benötigt, sehen wir schon an die Eskimos, welche immer noch eine braune Augenfarbe vererben. Noch fragwürdiger ist es, aufgrund der Iris-Farbe eine Charakteristik aufzubauen, wie in der Folklore „Blaue Augen sind gefährlich, aber in der Liebe ehrlich !“ „Braune Augen, Himmelssterne, küssen und poussieren gerne !“ „ Grüne Augen, sind wie Katzen: Heute schmusen, Morgen kratzen !“ 

Das Auge als Spiegel der Seele kommt in einer, etwas seriöseren Deutung zu folgender, groben Charakteristik: hellblaue Augen= eine starke, innere Kraft. Man kann auf solche Freundschaft zählen. Reh-braune Augen= eine Person die in höhere Positionen strebt, unabhängig, selbstbewusst. Dunkelbraune Augen= sehr leidenschaftlich und romantisch. Grüne Augen= verführerisch, mysteriös, sehr vorsichtig und von milder Dominanz. Graue Augen= von ruhiger Art, harmonievoll, anschlussfähig. Wissenschaftlich gesehen lebt der Mensch in eine Simulation, die sein eigenes Gehirn erzeugt. Diese Simulation ist unsere Erfahrungswelt als Repräsentation der Realität. Wenn wir über eine duftende bunte Blumenwiese gehen, täuschen uns bereits unsere Sinne: in Wahrheit gibt es diese Farben gar nicht. Es sind nur Photonen mit unterschiedliche Wellenlängen ( Frequenzen ) von Licht, die unser Gehirn als Farbe sortiert. Auch Geräusche sind nur Vibrationen von Luftatome oder Moleküle die sich in unterschiedliche Frequenz drehen, wodurch Luftschwankungen erzeugt werden, die auf eine Membrane in Ohr trifft und unser Gehirn elektrische Impulse zuträgt, die dort zu Daten verarbeitet werden. Auch Gerüche sind lediglich Resonanz-Frequenzen von Moleküle, die in unsere Nase selektiert werden um Stoffe voneinander zu unterscheiden. So baut sich der Mensch seine 3-D -Welt auf, anhand von Photonen oder elektromagnetische Signale die von Photonen ausgehen. Die Natur ist beim Verteilen der Begabungen so sparsam, dass jedes Lebewesen nur soviel zugeteilt bekommt, wie es eben zum Überleben benötigt. 

( euer Clever Fox, alles aber ohne Gewähr. ) 


Nachfolgend eine wissenschaftliche Einordnung der zentralen Thesen: 
  1. Die Irisdiagnostik (Iridologie)
  • Wissenschaftliche Einordnung: Die Irisdiagnostik wird wissenschaftlich als Pseudowissenschaft eingestuft. Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass die Treffsicherheit von Irisdiagnostikern nicht über dem Zufallsprinzip liegt. 
  • Fehlender Mechanismus: Es gibt keine anatomische Nervenverbindung, die Informationen von inneren Organen direkt in die Iris leitet, um dort spezifische Flecken oder Ringe zu erzeugen. 
  • Medizinische Realität: Veränderungen im Auge können zwar systemische Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck widerspiegeln, jedoch primär an der Netzhaut (Retina) oder den Gefäßen, nicht durch symbolische „Karten“ auf der Iris.  
  1. Anatomie: Das Auge als „Teil des Gehirns“
  • Wissenschaftlicher Kern: Diese Aussage ist embryologisch korrekt. Die Netzhaut (Retina) und der Sehnerv entwickeln sich während der Schwangerschaft als direkte Ausstülpungen des Vorderhirns (Neuroektoderm). 
  • Bedeutung: Funktionell ist die Netzhaut tatsächlich vorgelagertes Gehirngewebe, das bereits komplexe Datenverarbeitung leistet, bevor Signale tiefer in das Gehirn gelangen.  
  1. Genetik und Evolution der Augenfarbe
  • Die blaue Mutation: Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine Mutation im HERC2-Gen, die die Expression des OCA2-Gens beeinflusst, für blaue Augen verantwortlich ist. Genetische Studien deuten darauf hin, dass alle blauäugigen Menschen einen gemeinsamen Vorfahren haben, der vor etwa 6.000 bis 10.000 Jahren lebte. 
  • Selektionsvorteil: Die Hypothese, dass helle Augenfarbe (und Haut) in nördlichen Breitengraden die Vitamin-D-Synthese begünstigte oder Vorteile bei schlechten Lichtverhältnissen bot, wird diskutiert. 
  • Haut- und Haarfarbe: Der Text behauptet, helle Augen nähmen mehr Vitamine auf. Tatsächlich ist es die helle Haut, die unter UV-armer Strahlung effizienter Vitamin D produziert. Der direkte Zusammenhang zwischen Iris-Melanin und Vitamin D ist wissenschaftlich weniger stark belegt als der bei der Haut.  
  1. Psychologie und Wahrnehmung
  • Kindchenschema: Die Beobachtung zu großen Babyaugen ist korrekt. Große Augen im Verhältnis zum Gesicht lösen das biologische Kindchenschema aus, was Schutz- und Pflegeinstinkte (nicht nur bei Frauen) hervorruft. 
  • Farbe als Konstruktion: Die physikalische Erklärung im Text stimmt: Farben existieren objektiv nur als elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Frequenz. Das Gehirn interpretiert diese Signale als „Farben“, um die Umwelt effizient zu kategorisieren. 
  • Charakterdeutung: Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Augenfarbe und Persönlichkeit (z. B. „blaue Augen sind ehrlich“). Solche Zuschreibungen gehören zur Folklore oder zu historischen Typologien wie der im Text anklingenden (und veralteten) Humoralpathologie (Schwarzgalle/Gelbgalle).  

Zusammenfassung der Quellenlage 

Thema  

Status 

Quelle 

Irisdiagnostik 

Unwissenschaftlich 

Wikipedia – IridologieÄrzteblatt 

Auge/Gehirn-Verbindung 

Wissenschaftlich belegt 

StatPearls – Embryology, Viamedici 

Ursprung blauer Augen 

Genetisch belegt 

Spektrum.deFielmann Ratgeber 

Farbwahrnehmung 

Physikalisch korrekt 

ScienceDaily 

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