Tote nicht nötigen – über Erinnerung, Zweifel und das Wiederfinden positiver Gedanken
Diesmal wachte ich in meinem Bett auf und betrachtete beim Gang ins Badezimmer die Wohnung mit großen Augen, als wäre ich eben erst auf die Welt gekommen. Alles war gefüllt mit Gegenständen meiner verstorbenen Frau, allgegenwärtig war sie präsent. Ergo fühlte ich mich nicht alleine.
Dann am Abend beim spirituellen Teelicht-Ritual, nach ausführlichem Chanten, übertrug ich meiner verstorbenen Liebsten mit Kusshändchen die in mir freigesetzte Qi-Energie. Danach trank ich meinen heißen Zaubertrank (1 Glas Grog) und lehnte mich in meinen Sessel zurück und fragte im Geiste meine Frau, warum plötzlich so viele NTR-Videos auftauchen mit Horror-Geschichten aus dem Jenseits.
Ihre telepathische Antwort rückte meine irritierten Gedanken wieder zurecht:
„In Gatherhof, an der Kirche, standen wir mit Kind und Kegel unter einem riesigen UFO, das sich dann völlig lautlos wieder schnell entfernte. Ein Autofahrer starrte uns fragend durchs offene Fenster an, und dann fuhr auch er in Richtung der seltsamen Erscheinung langsam weiter. Uns überkam eine große Ruhe, und wir taten, als wäre nichts geschehen.
Sobald solche Erlebnisse veröffentlicht werden, kommen Täuscher mit bewussten Fälschungen, um Augenzeugen alsbald zu verspotten. Selbiges geschieht nach positiven Nahtod-Berichten, wo Menschen die Furcht vor dem Tode verlieren und glücklich bis zu ihrem Ende leben.
Sogleich erscheinen negative NTE-Erzählungen von Begegnungen einer satanischen Höllenwelt. Das löst negative Ängste bei Menschen aus, die hilfesuchend zum Pfarrer laufen und ihn um Erlass ihrer ‚Sünden‘ bitten.
Hast du nicht selber genug belegte Beweise für die Reinkarnation gesammelt? Waren all die positiven Berichte der berühmten Kinderärztin Frau Dr. Kübler-Ross nicht ausreichend und glaubhaft?
Dein Herz ist gefüllt mit Buddhas Weisheiten, und jetzt nagt das Gift negativer Berichte an dir? Neutralisiere das Negative durch positives Wissen und hüte dich vor Leichtgläubigkeit der Massen!
Ein halbes Jahrhundert habe ich dir gerne bei deinen Reden zugehört. Nun lausche meinen stummen Worten: Deine meisten Fragen sind bereits alle in deinem Unterbewusstsein eingeschlossen. Und dort hast du sie dann vergessen.
Erinnere dich an die Worte deiner jüngsten Tochter, als sie von ihrem Geliebten sprach: ‚Oft kommt die größte Enttäuschung von denen, die einem am nächsten stehen!‘
Ein Trost für den, der sich erinnert. Übe dich darin, dann brauchst du auch keine Angst zu haben, Verstorbene mit unnützen Fragen zu nötigen!“
Bei diesen Worten fielen mir all meine alten, positiven Gedanken aus dem Keller meines Unterbewusstseins wieder in mein Tages-Bewusstsein empor, und die Sonne durchbrach alle finsteren Wolken, die von außen in mir gepflanzt wurden!
(Potthapada)
Weiterführende Literaturtipps
Elisabeth Kübler-Ross: „Über den Tod und das Leben danach“ – Gedanken und Erfahrungsberichte über Sterben, Tod und den Umgang mit der Angst vor dem Lebensende.
Dhammapada – Die Lehre des Buddha – klassische Verse über Geist, Achtsamkeit, Vergänglichkeit und die Wirkung unserer Gedanken.
Thich Nhat Hanh: „Kein Tod, keine Angst“ – eine buddhistisch geprägte Betrachtung von Vergänglichkeit, Verlust und der Fortwirkung von Liebe.
Buddhistischer Schlussgedanke
☸ Erinnerung ohne Anhaftung
Im Buddhismus gilt der Geist als ein Ort, an dem heilsame wie unheilsame Gedanken entstehen können. Nicht jeder Gedanke muss genährt werden.
Wer sich an Liebe, Dankbarkeit und Mitgefühl erinnert, kann dunklen Vorstellungen etwas Helles entgegensetzen.
Auch die Erinnerung an Verstorbene darf dabei liebevoll sein, ohne zu einem Zwang zu werden.
Achtsamkeit bedeutet auch, zu wissen, wann eine Frage gestellt werden darf – und wann Stille die bessere Antwort ist.






