Unsere Lichtarbeit – Teil II

Morgendliche Übungen für Achtsamkeit, Vitalität und geistige Sammlung

Viele spirituelle Traditionen verbinden Gebet, Meditation und Körperübungen mit dem Beginn des Tages. Der folgende Text beschreibt eine persönliche Morgenpraxis aus Rezitation, Atemübungen und einfachen Bewegungsformen, die sowohl geistige Sammlung als auch körperliche Vitalität fördern sollen.


 

So wie Senioren nicht auf nüchternen Magen gleich nach der Mundpflege nötige Medikamente einnehmen sollten (die Mitarbeiter in unserem Körper sind noch im Aufwachmodus), wollten wir den Tag erst einmal mit einer buddhistischen Rezitation beginnen (deutsch übersetzt):

„Ich nehme meine Zuflucht zum Buddha, dem Erleuchteten, dem Erhabenen, dem Vollendeten, dem unvergleichbaren Lehrer aller Menschen und denkenden Wesen!
Ich nehme meine Zuflucht zu seiner Lehre (Dhamma), die vom Anfang bis zum Ende Gute!
Ich nehme meine Zuflucht zu seiner Schülergemeinde (Sangha), welche die Lehre zeigt, als würde man Verhülltes wieder aufdecken, als würde man Niedergestürztes wieder aufrichten, als würde man einem Verirrten den Weg weisen, als würde man in der Nacht eine Fackel entzünden!

Wer Augen hat, wird die Dinge erkennen und richtig denken, richtig sprechen, richtig handeln!

SATU!“

(Dieses letzte Segenswort entspricht dem kirchlichen „Amen“.)

Nachdem wir ein gesundes Frühstück verdaut haben, reiben wir unsere Handflächen warm und streichen uns dreimal vom Kinn zum Nacken über den Kopf.

Nun verschließen wir unsere Ohren, indem wir unsere Handballen darauf drücken. Wir überkreuzen Zeigefinger und Ringfinger beider Hände und schnippen sie mehrmals gegen den Schädel („Himmelstrommel“) und denken dabei an die beiden Silben: „BUD-DHA!“

Das richtet unsere Gedanken ins Reine.

Wir gleiten mit den angewinkelten Armen zur Hüfte und strecken die Arme parallel in Schulterhöhe mit Handflächen nach unten vorwärts. Nun drehen wir unsere Handflächen nach oben.

Dann ziehen wir langsam unsere Hände zu unseren Schultern heran, sodass die Handflächen wieder nach unten weisen. Wir drehen langsam schlangenförmig unsere Hände nach unten und strecken die Arme wieder parallel in Schulterhöhe nach vorne ganz aus.

Dann drehen wir die Handflächen nach oben und wiederholen die Bewegungen mehrere Minuten zur allgemeinen Vitalitäts-Stärkung.


Faut-Übung

Ballen wir jetzt eine Faust und streichen mit dem Daumen der anderen Hand den Faustrücken vom Zeigefinger bis zum Handrücken (Wolfsgelenk) mehrmals zur Stärkung von Nacken und Rücken.

Die Fäuste sollten wir abwechselnd so massieren.


Leber-Pflege

Massiere den Ballen des untersten ersten Gliedes deines Ringfingers drei bis fünf Minuten kreisförmig mit dem Daumen der anderen Hand.

Das gönne beiden Ringfingern zur Anregung.


Augenstütze

Platziere Zeigefinger neben aufrechten Daumen und öffne und schließe dreißigmal täglich mit den drei anderen Fingern die Handfläche für bessere Sehkraft.

Schließe mit beiden Handflächen beide Augen dicht ab und blicke von der Nasenspitze zum rechten Ohr und zurück und von der Nasenspitze zum linken Ohr. Wiederhole den Vorgang öfter.

Wenn eine Farbe in deinem Kopf auftaucht, könnte es die deiner Aura (Lichtleib) sein.


Sichtbarmachung der Aura

Falte ein weißes DIN-A4-Papier einmal vertikal und einmal horizontal. Zeichne mit einem schwarzen Filzstift einen etwa 10 cm großen Kreis und male ihn exakt schwarz aus.

Hefte das Blatt mit dem Punkt in Kopfhöhe an die Wand und setze dich in einem Abstand von etwa zwei Metern davor.

Lege die rechte Hand locker mit der Handfläche nach oben auf dein rechtes Bein und halte mit dem linken Ringfinger das linke Nasenloch zu. Schaue unentwegt auf den schwarzen Fleck und atme neunmal durch das rechte Nasenloch.

Dann lege die linke Hand offen auf das linke Bein und schließe mit dem linken Mittelfinger das linke Nasenloch. Atme ebenfalls neunmal durch das rechte Nasenloch.

Übertreibe diese Übung nicht, weil sich kein Erfolg erzwingen lässt.

Irgendwann erkennt das Auge um den schwarzen Punkt einen Lichtschein wabern. Wenn dir dieses gelingt, kannst du die Aura anderer Menschen erkennen, wenn sie vor einem dunklen Hintergrund stehen.


Kniebeugen für Senioren

Wir machen mit der rechten Hand eine Faust (Yang) und legen unsere linke Handfläche (Yin) darauf.

Diese Qi-Gong-Figur behalten wir bei, indem wir fünfzigmal in die Knie gehen. Diese Kniebeugen sind gut für Milz und Magen.

Danach legen wir beide Handflächen gegeneinander und heben die Arme mit diesem Dreieck über den Kopf und senken es bis zu den Füßen, soweit es geht. Auch diese Bewegung wiederholen wir etwa fünfzigmal.

Wer Verdauung oder Stuhlgang stabilisieren möchte, vollziehe täglich fünfzigmal zur rechten und linken Körperseite die Beindrücker-Bewegung. Dabei stützt man sich mit beiden Händen auf die angewinkelten Knie.


Rumpf-Drehung

Stelle dich mit dem Rücken vor eine Wand und drehe den Oberkörper abwechselnd zur rechten und zur linken Seite, wobei man mit beiden Handflächen die Wand berührt.

Diese Übung gilt als förderlich für Leber und Gallenblase.


Gang- und Körpererneuerung

Hebe den rechten Arm ausgestreckt steil in die Höhe und den linken Arm steil zum Boden.

Dann schwingt man die Arme entgegengesetzt wie ein Windrad ganz nach hinten und wieder nach vorne. Dabei folgen auch die Beine im gleichen Rhythmus den Armbewegungen.


Sprecht immer mit eurem Arzt ab, ob eine Übung gesundheitlich für euch geeignet ist.

(Lebt gesund, Euer Knochen-Knirscher!)

Leserfrage

Hast du selbst eine tägliche Morgenpraxis – etwa Meditation, Gebet oder Körperübungen – und wie beeinflusst sie dein Wohlbefinden im Alltag?

 Überlegung

Der Buddha lehrte, dass Körper und Geist miteinander verbunden sind.
Achtsame Bewegung, ruhiger Atem und klare Gedanken können den Geist sammeln.

Wenn wir jeden Tag bewusst beginnen, entsteht Schritt für Schritt eine innere Ordnung.
Aus dieser Ordnung wächst Gelassenheit – und aus Gelassenheit entsteht Weisheit.

Literaturtipps
  • Die Lehren des Buddha

  • Das große Buch des Qi Gong

  • Der achtfache Pfad

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