Der zahnlose Tod

Bodhi Svaha! Sadhu!

Über Todesangst, Nahtoderfahrungen und die Vorstellung eines fortbestehenden Bewusstseins

Buddha nannte den Herrn der Welt MARA (Tod, Mord). Buddhas Lehre (Buddhismus) hat dem Tod seine Ware (Leben) gestohlen, indem er den Weg aus dem ewigen Geburtenkreislauf zeigte. Er nahm dem Tod seinen Stachel, und dieser Stachel ist die ANGST, welche der Gedanke an den Tod einen solchen Schock auslöst, dass er bis zur letzten Minute des Lebens verdrängt wird. Was geht in einem Menschen vor, dem sein Arzt nur noch 12 Monate an Lebenszeit voraussagt? Der südamerikanische Chefchirurg Manuel Sans Segara nimmt unsere Angst vor dem Tode und macht ihn zu einem zahnlosen Schreckgespenst in einem öffentlichen Statement darüber mit seinem Kollegen Dr. Esteban Cruz.

Segarra ließ die Fenster in den Zimmern der todgeweihten Patienten verschließen, nachdem dort wiederholt Patienten aus Angst vor dem Tode sich zu Tode stürzten. Dabei werden den Sterbenden alle körperlichen Schmerzen mit Medikamenten genommen. Dr. Manuel Segarra stellte im Laufe seiner Chefarzt-Laufbahn fest, dass sich immer diejenigen Patienten gegen den Tod so heftig auflehnten, die ein übergroßes EGO besitzen. Religiöse Menschen hingegen ergeben sich friedlich dem unausweichlichen nahenden Ereignis.

Segarra erklärte die Funktion des EGO (Ichheit) so: Der Tod ist ein Übergang in eine andere energetische Dimension (Frequenz). Auf dieser anderen Schwingungs-Ebene verliert er seine materielle Hülle wie ein Kleidungsstück. Aber unsere wahre Essenz, was uns einzigartig und exklusiv macht, das überdauert diesen Vorgang.

Materialistisch betrachtet besteht der Mensch ausschließlich aus Materie, weshalb die Suche nach einer immateriellen „Seele“ nicht funktionieren kann. Der Geist, der all jene materiellen Aktivitäten umfasst, die rein seelischer Natur sind und keinerlei materielles Substrat besitzt: Emotionen, Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Gedächtnis, Bewusstsein. Dinge, die vollständig von der neuronalen Stoffwechselwirkung unserer 85 Milliarden Gehirnzellen abhängen.

Das bedeutet laut 2. Hauptsatz der Thermodynamik, dass alles zur Entropie (Unordnung) sich neigt, der physische Tod, dem neuronalen Tod. Wo man aufhört zu denken und somit zu existieren. So wurde ich an der medizinischen Fakultät als Professor für Chirurgie geschult. Jetzt gebe ich diese Lehre auf.

Beruflich habe ich Patienten behandelt, die diesen klinisch definierten Tod wegen Traumata, Blutungen, septischen Schocks oder sehr schweren komplexen Operationen erlitten. Die klinisch tot waren, mit Herzstillstand, Atemstillstand, ohne Reflexe, ohne mentale Aktivität. Bei denen wendete ich die heute gut protokollierten Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung an, und bei einigen von ihnen gelingt es uns, in der ersten Minute bis zu 35 % der klinischen Todesfälle rückgängig zu machen.

Und diejenigen, die sich erholten, berichten alle unabhängig voneinander gleiche Erlebnisse, Erfahrungen, die exakt mit der Zeit übereinstimmen, in der sie klinisch tot waren. Objektiviert durch ein flaches EKG ohne Herz-Aktion und ein EEG, das ab 20–30 Sekunden nach dem Herzstillstand flach ist.

Ihre Berichte und Erfahrungen waren für mich ein neues Paradigma. Ein solcher Patient erinnert sich ein ganzes Leben daran. Je mehr Zeit vergeht, desto präsenter ist es sogar, und sie lösen eine sehr bedeutende psychologische Wirkung bei ihnen aus.

Ich erinnere mich z. B. an einen Krebsfall vor mehreren Jahren. Damals hatten wir noch keine Scanner-CT-Computer-Tomographien. Ich operierte den Patienten, den ich Ivor Lewis nenne. Dabei nahm ich den Magen, formte einen Schlauch, entfernte die ganze Speiseröhre und zog den Magen nach oben. Der Patient wurde auf die Seite gelegt, um eine Thorakotomie zu machen.

Ich öffnete den 5. Zwischenrippenraum, schob Herz und Lunge beiseite und sah an der Speiseröhre den Krebs. Ich legte ihn frei, und der Krebs klebte an der Aorta. Das Blut schoss bis zur O.P.-Lampe hoch. Der Patient kollabierte und starb.

Die Anästhesistin rief: „Schnell, schnell, er wird hypoton, bradykard!“ Und dann kam der Stillstand. Ich sah das stillstehende Herz und schrie nach einer Klammer, während meine Finger das Loch zuhielten. Dann stoppte ich die Blutung mit einer Arterienklemme. Sodann nahm ich das Herz zur direkten Herzmassage, spritzte ins Herz und setzte den Defibrillator daran, und der Patient begann wieder zu leben.

Nach der erstmöglichen Visite erzählte der Patient: „Herr Doktor, ich habe alles gesehen. Ich bin plötzlich aus meinem Körper ausgetreten und hörte die Narkoseärztin sagen: Schnell, schnell, er wird hypoton! Und Sie hatten die Hand in meinem blutenden Körper, mit Klemme und Sauger gearbeitet, und man gab mir Blutkonserven, während Sie mein Herz massierten und dann hineingestochen hatten! Ich habe alles gesehen, und als sich alles normalisierte, bin ich plötzlich wieder rapid in meinen Körper eingetreten!“

Der Patient spürte die Unterschiede in der Frequenz und hatte den Vorgang während der O.P. genau beschrieben, ohne dass ein O.P.-Personal mit ihm gesprochen hatte. Das bedeutet: Alles ist Energie. Der Körper schwingt in einer Energie und das Überbewusstsein in einer anderen Dimension. Und wenn es eintritt, gibt es eine ganz quantenenergetische Dekohärenz, und diese tritt mit einer Wucht ein.

Bei manchen Menschen, die eine NTE (Nahtoderfahrung) durchleben, offenbart sich dann unsere eigentliche, tiefere, existenziellere Identität, das sogenannte Überbewusstsein (Geist), welches dem Primärbewusstsein gegenüber ein holistisches Ganzes darstellt.

Dieses Überbewusstsein (indisch: Akasha-Chronik) ist holistisch (fraktal). Das Ganze (Primärbewusste) besteht aus vielen Bruchstücken. (Jedes Bruchstück besitzt die Eigenschaft des Ganzen: Allgegenwart, Ewigkeit, allwissende Intuition.)

Die Kreativität (wie Kunstwerke) ist eine Schöpfung, eine holistische Manifestation des Überbewusstseins. Menschen, die autark von ihrem EGO beherrscht werden (legen immer höchsten Wert auf ihren Namen, Aussehen, Ansehen, Besitz, Können …), entwickeln einen enormen Egozentrismus.

Solche Egoisten haben Angst, ja Panik, weil das EGO weiß, dass es materiellen Ursprungs ist, dass der körperliche Tod das Ende seiner Existenz bedeutet. Wer sich mit seinem Idealbild identifiziert, belügt sich selber. Niemand mit materiellen Anhaftungen kann sich als Buddha ausgeben. Sie können ihre Umwelt täuschen, aber ihr Unterbewusstsein bricht durch, sichtbar anhand psychischer Störungen.

Spirituell gereifte Menschen hingegen kennen ihre wahre existenzielle Realität. Das ist ein Ergebnis ihrer Lebens-Lektion, das zu sehen. Sie gehen in eine Harmonie, einen Frieden, eine Gelassenheit (Gleichmütigkeit ist keine Gleichgültigkeit).

Eine Wiener Fakultät prägte den Begriff der „terminalen Klarheit“ hierzu. Da sind Fälle bekannt von Todkranken, bei denen Alzheimer so weit fortgeschritten war, dass sie nicht mehr wussten, was sie mit einer Speise-Gabel anfangen können. Obwohl sie ihre Besucher am Bett nicht mehr kannten, begannen sie in der Lebens-Endphase wieder glasklar mit ihnen zu sprechen und namentlich noch gute Ratschläge für die Zukunft zu geben.

Aus medizinischer Sicht unerklärlich für ihre massiven irreparablen Hirnschäden, die nach den modernen, wissenschaftlichen funktionellen MRT deutlich waren. Ärzte, die solche Tatsachen bestätigen können, hören auf, Jenseitsforschung als „Pseudo-Wissenschaft“ zu ignorieren. (Wahrheitssucher sollten ihre KI erst einmal auf den neuesten, ganzheitlichen Stand aller Daten bringen.)

In Wien zählt man 20 solcher Fälle der „terminalen Luzidität“. Der Egozentriker jammert immerzu: „Mir fehlt dieses, mir fehlt das!“ Menschen voll Empathie sagen: „Danke! Ich habe alles, was ich zum Leben benötige!“

Auf der Astral-Ebene hat das Überbewusste drei Eigenschaften:

  1. telepathische Kommunikation,

  2. Raumlosigkeit,

  3. Zeitlosigkeit.

Dort wissen die Menschen alles in einem gleichen Moment: Vergangenheit – Zukunft in ständiger Gegenwart. (Sie existieren dort quasi, ohne etwas falsch machen zu können, eine paradiesische Langeweile.)

Das EGO ist nur hilfreich zum besseren Leben in unserer dreidimensionalen Welt (Länge, Breite, Höhe). In einem materiellen Umfeld bläht sich das EGO auf, es hypertrophiert und beherrscht dann den Menschen und verdrängt die wahre Identität, die das ÜBERBEWUSSTSEIN ist.

Die Präkognition ist des Menschen, die dem Tode nahe sind, die das Gefühl haben, zu ahnen, was passieren wird. Dieses geschieht nicht durch sein Gehirn, sondern durch eine höhere Instanz, nämlich das Überbewusstsein, das Anfang und Ende gleichzeitig erlebt.

Ein Phänomen echter Propheten, deren Voraussagen sich tatsächlich, nachweisbar erfüllten. Eine Manifestation der Evidenz. Die existierende Realität, das Überbewusstsein, wird offensichtlich und in Fernost „Buddhaschaft“ genannt.

Das EGO bombardiert unseren Geist, um uns vom Überbewusstsein abzulenken. Unser Geist ist eine Welle aus intellektueller Bewegung, von dem das EGO (Schein-Ich) lebt. Wirkungsvolle Mittel wie Meditation dienen dazu, das eigene EGO vollständig zu neutralisieren.

Soweit der Professor in seinem Bericht mit allerhand NTE-Erzählungen, die er auch in Büchern veröffentlichte. Esoteriker sprachen schon immer von den drei Schichten des Menschen: Fleischleib, Mental-Körper und Astralkörper.

Der Mentalkörper bildet sich aus den elektromagnetischen Gehirnströmen beim Denken, die von der Blutflüssigkeit verstärkt werden und ein Ego (Ichbewusstsein) vortäuschen. Der Astralkörper formt unter dem Druck des Sternenlichts die „Gottesmonade“ (Seele) als eigentlichen, Karma-gewebten Buddha-Keim.

(Rahula)

Buddhistischer Schlussgedanke

☸ Der Tod verliert seinen Stachel, wenn Vergänglichkeit erkannt wird

In der buddhistischen Lehre ist der Tod kein einzelnes, plötzliches Ereignis, das außerhalb unseres Lebens steht. Alles Bedingte entsteht und vergeht in jedem Augenblick.

Wer sich an Körper, Besitz, Ansehen und ein unveränderliches „Ich“ klammert, erlebt Vergänglichkeit als Bedrohung. Wer dagegen erkennt, dass nichts Festes dauerhaft festgehalten werden kann, kann dem Wandel mit größerer Gelassenheit begegnen.

Der Weg des Buddha besteht deshalb nicht darin, den Tod zu besiegen, sondern die Angst und Anhaftung zu überwinden, durch die der Tod seine Macht über uns erhält.


Weiterführende Literaturtipps

  • Das Tibetische Totenbuch (Bardo Thödol): Ein bedeutender Text des tibetischen Buddhismus über Sterben, Tod, Zwischenzustände und die Befreiung des Bewusstseins.

  • Thanissaro Bhikkhu – „The Buddhist Monastic Code“ und ausgewählte Lehrtexte zu Tod und Wiedergeburt: Für eine stärker am frühen Buddhismus orientierte Betrachtung von Vergänglichkeit, Karma und Wiedergeburt.

  • Bruce Greyson – „After: A Doctor Explores What Near-Death Experiences Reveal about Life and Beyond“: Eine medizinisch-psychologische Beschäftigung mit Nahtoderfahrungen und ihrer Wirkung auf Betroffene.

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