Vom heiligen Ruhetag, vom Klang der Zeit und vom stillen Energie-Ritual
Warum ist für uns Abendländer der Sonntag ein heiliger Ruhetag? Im Morgenland wurde der Sonnabend (Tag vor Sonntag) zum Ruhetag (Sabbat) und der beginnt schon bei den Moslems am Abend vor diesem, also Freitag. Die alte indoeuropäische Mondwoche zählte 9 Nähte der hellen Mondphasen von Neumond und den beiden zunehmenden und abnehmenden Halbmond-Phasen 3×9=27. Hinzu kam der unsichtbare Neumond von 3 Nächten (27+ 3= 30), die 30 Tage des heutigen, kaufmännischen Kalenders. Im modernen Europa gilt aber die 7-Tage-Woche von 4×7= 28 Tage des Mond-Durchlaufs durch den Tierkreis, gemäß der Gezeiten und weiblicher Monatsregel. Hierbei werden jeder Mondphase und die des Neumondes je 7-Tage zu geordnet: 4×7=28 Tage. Mond und Sonne veranschaulichen das Yin und Yang-Prinzip.
So saß ich an einem dieser Tage vor meinen Computer (Fluch und Segen zugleich) und vergaß die Zeit meiner abendlichen, individuellen Rituale. Plötzlich hörte ich ganz laut das Ticken unserer Pendeluhr. Ich schaute auf und musste sofort den Computer herunterfahren, weil es bereist die Stunde vor Mitternacht zur Sommerzeit war.
In Fernost ruft ein tiefer Gong-Ton die Mönche zur Arbeit (suggestive Rezitation). Wir chanten (raunen) jedoch das heilige Mantra „oM-Mani-patMe-huM“ wozu die vier tiefen H-Laute stärker betont werden, damit dessen Schwingung den Luftraum gleichsam reinigt.
Vor der Qi-Energie-Aufladung jedoch beginnen wir mit der Aufwärmzeit: wir sitzen für den Energiefluss mit graden Rückgrat im Sessel und beginnen mit der Brustatmung. Dazu atmen wir tief aus und legen unsere Hände auf den Bauch, dass sich ihre Fingerspitzen berühren. Alsdann atmen wir tief ein, dass sich unsere Fingerspitzen fühlbar voneinander entfernen.
Alsdann schlagen wir uns im Atemrhythmus mit der flachen rechten Hand auf die linke Schulter und mit der flachen linken Hand einige male auf die rechte Schulter. Dann klopfen wir uns abwechselnd auf diese Schultern zur „Selbst-Belohnung“. Anschließend massieren wir unsere Schulter zur Aktivierung des Energieflusses.
Vergesst alsdann nicht den Kopf zu senken und den letzten Knorpel (chinesisch „großer Hammer“) im Genick zu massieren, wo alle Nerven zusammenlaufen.
Durch feste Reibung der Handflächen gegeneinander, erzeugen wir eine Reibungsenergie (fühlbar durch Wärme) und legen die zusammengelegten Hohl-handflächen verdeckend auf unsere Augen. Zur Augenstärkung drehen wir die abgedunkelten Augen abwechselnd, mehrmals vom einen Ohr über die Nasenspitze zum anderen Ohr.
Dann laden wir unsere Hände durch Reibung erneut auf und führen sie zusammengelegt dreimal über unseren Kopf von Kinn bis zum Nachen. Am Ende massieren wir unsere Ohrmuscheln und zupfen sie, dreimal nach oben und die Ohrläppchen nach unten.
Wir reiben wieder unsere Hände und drücken sie als Hohlhände auf unseren Ohren. Dabei schnippen wir mit Daumen und Zeigefinger dreimal hinter unsere Ohren. Die Asiaten nennen es „Himmelstrommel“ und ich persönlich denke dabei an den Ehren-Mantra „Bud-dha“!
Nach dieser Vorbereitung nehme ich meine Mala-Kette und verkünde meinen Willen, mit dem berühren jeder Perle, meiner Frau einen Gruß, einen Kuss und Energieschub zu senden. Nach dem „Om -mani- padme- hum“ chanten, reibe ich wieder meine Hände warm und werfe ihr so dreimal einen Gruß, einen Kuss und meine Chi-Kräfte zu.
Ich wünsche, so mit meinen frei geriebenen Elektronen, ihren Lichtkörper zu stärken. Und das bestätigte sie mir auch zugleich telepathisch:
„Ich fühle deine, mir gesendeten Energien und freue mich darüber! Unser Kontakt verfestigt sich spürbar. Das ist der Grund und auch die Gefahr, warum wir alle Beruf-Religionisten ein Dorn sind. Wir emanzipieren uns ohne sie! Speziell für uns: das Gift des Skorpions macht den Pfeil des Schützen für sie zur tödlichen Waffe!“
Ich zögerte etwas, ihre Worte aufzuschreiben, denn sie war ein geborener Skorpion und ich meinem Tierkreiszeichen nach, der Schütze.
Gedanken zum Sonntag
Der Sonntag kann als stiller Raum verstanden werden: ein Tag der Unterbrechung, des Atemholens und der inneren Sammlung. Wer sich bewusst Zeit nimmt, den Computer auszuschalten, den Körper zu spüren, zu atmen, zu chanten oder in Dankbarkeit an geliebte Menschen zu denken, verwandelt den Ruhetag in eine persönliche Übung der Achtsamkeit.
Anregung für Leser:
Nehmen Sie sich am Sonntag einige Minuten für Stille, Atem, Kerzenlicht oder ein schlichtes Mantra. Nicht die äußere Form ist entscheidend, sondern die innere Hinwendung.






