Seelenheimweh

Bodhi Svaha! Sadhu!

Eine Reise der Seele durch Trauer, Erkenntnis und Dimensionen

Alle Völker kennen den Bericht von Verstorbene, die ihre Lieben als Geister erscheinen. Auch ich gehöre zu Jenen, denen eine liebe Verstorbene tröstend als Geist erschienen war.

Mein ältester Sohn führte das auf die vielen Bilder zurück, die von meiner Frau aus allen Winkeln der bescheidenen, kleinen Wohnung mir zulächelten. Er meinte, dass mir auch ständig Hunde im Schlaf erscheinen würden, wenn ich davon soviel Fotos aufstellen würde.

Mag stimmen, auch die thailändischen Tempel sind von Buddha-Figuren überfüllt, als Inbegriff seiner Lehre, und begleiten so die Gedanken seiner Schülergemeinde.

Ich habe das große Glück, von einem guten, beinahe gleichaltrigen Psychologen während meines Trennungsschmerzes begleitet zu werden. Er als Doktor seines Fachs und ich, als Autodidakt jener Wissenschaften, die meine inneren Fragen befriedigten, sind geistig ge-savt!

Öfters erkundige ich mich bei meinen aufmerksamsten Zuhörer, ob meine Jenseitsverbindung übertrieben sei. Dann beruhigt er mich auf seiner legeren österreichischen Art vom Schlage eines Sigmund Freuds oder Carl-Gustav-Jung.

Aber Niemand kennt mich besser als meine verstorbene Frau nach 56 gemeinsame Ehejahren. Sie hatte Zeit genug, mein Herz und Hirn zu ergründen. Nun beantwortete sie meine stillen Fragen sogar im Styl meines Herzens-Philosophens Sokrates (siehe unser Epos: „Mein lieber Sokrates“ vom: Dez. 23).

Abendlich übertrage ich ihr Chi-Energie durch Qui-Gong-Praxis und dabei kam mir einen leichten, ängstlichen Zweifel an dessen Wirksamkeit im Sinn.

Sie las meine Gedanken und beantwortete sie mit ihrer eigentümlichen Gegenfrage:
„Erfreuen Dich keine Freundlichkeiten?“

Das erheiterte meine Seele und ich wollte mehr wissen, wie es ihr denn geht.

Dazu lehnte ich mich im Sessel zurück und lauschte ohne zwangsvolle Erwartung ihrer Eingebung. Das Licht vor ihrem Bild flackerte unruhig auf und ich vernahm von ihr nur ein einziges Imperativ:
„Warte und schaue!“

Ein großes Fragezeichen stieg aus meinem Unterbewusstsein empor und ich wartete und guckte, was da kommen mag.

Am kommenden Nachmittag stieß ich in meinen Computer auf den Bericht der „Himmelsleiter“ von einem Dr. Brian Weiss und schon löste sich das Orakel meines Frau.

Sie spart sich ihre Energie mit viele Erklärungen über das Jenseits einfach und vertraut auf meine esoterische Neugierde.

Ein Foto meiner Frau wandert immer frontal, ganz gleich aus welchem Zimmerwinkel ich zu ihr blicke.

„Du Schlitzohr!“ rief ich ihr gedanklich zu, denn in der 5. Dimension unterhalten sich alle Lebewesen telepathisch und ihre Erzählungen laufen wie ein Film im Super-Raffer!

Warum sollte meine Frau auch mühsam berichten, worüber Andere schon gelehrt hatten?

Laut Informations-Erhaltungsgesetz geht die Information eines erlöschenden Atoms in ein anderes Atom über und die Elektronen der Mikrotubolien interagieren mit den unsterblichen Quanten Teilchen.

Es gab einmal eine Theorie über „Monaden“ als Geist-Atome, aus denen unsere Lichtkörper bestehen, die wir nach dem Tode „Geister“ nennen.

Die Himmelsstufen

1. Stufe der Himmelsleiter

Ein magischer Sog der inneren Welt. Suche nach Friedhofsstille. Lockerung vom physischen Körper und das Fallenlassen der Identifikation. Reflektieren des Lebens und des Ichs darin (Tagebuch Aufzeichnung).

2. Stufe zum Himmel

Durchlässigkeiten der Dimensionen, Transparenz des dazwischen liegenden Schleiers. Dazu kommt ein spiritueller Kontext.

Interdimensionen, klare Traumerlebnisse, Visionen, Synchronizität („Zufälle“ überhäufen sich). Schauen durch Energiekörper statt mit Augen.

Telepathisches Seelenkommunizieren und Raumbewegung durch Intension statt mit Füße. Erweiterung des Wahrnehmungsbereiches.

3. Himmelsstufe

Desinteresse an weltlichen Ambitionen. Ablehnung von Akkumulation und Statur.

Die Energie zieht sich aus den unteren Chakren zurück und es entstehen weniger emotionale Anhaftungen.

4. Himmelsstufe

Höhepunkt der Jenseitserinnerungen. Die Seele kommt zur inneren Essenz.

Die Waliser haben in ihrer alten Sprache ein Wort, das man in keiner anderen Sprache übersetzen kann:
„HIRAID!“

„Sehnsucht nach einem Ort, zu dem man nicht zurückkehren kann.“

Könnte es nicht unser verloren gegangenes Wort für „NIRVANA“ sein?

5. Himmelsstufe

Lebensrückschau, Vergebung, Wiedergutmachung, Testament, Memoranden.

6. Himmelsstufe

Transzendenter Frieden durch Auflösung der Angst.

Erkennung der Illusion von dimensionalen Trennungen. Betrachtung des eigenen Körpers nur noch als temporäres Vehikel.

Planung der Beerdigung anstatt des Geburtstages.

Terminale Rückkehr von Klarheit, Friede und Freude.

7. Himmelsstufe

Kognitive Vereinfachung, kindliches Staunen über jenseitige Gebilde.

Begegnung mit verstorbenen Familienmitgliedern oder Freunden.

Völlige Aufgabe von materiellen Gütern.

Diese 7 Himmelsstufen entsprechen den grimmschen Vorboten des Todes.

Zuerst hofft der Todkranke, dass die Ärzte sich irren. Dann stellt er die Frage:
„Warum ich?“

Worauf das Schicksal antwortet:
„Warum der Andere und nicht Du?“

So muss er seine Machtlosigkeit akzeptieren.

Als nächsten Schritt will er unter Zeitdruck noch vieles erledigen – obwohl unsere Welt nicht so wertvoll wäre.

Alle diese Bemühungen könnte er sich ersparen, wenn er den Lauf der Dinge erkennen würde.

So wie es meine Frau während ihrer letzten zwei Lebensjahre in stoischer Gelassenheit ertragen konnte.

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