Die buddhistischen Nothelfer

Bodhi Svaha! Sadhu!

Kleine Einführung

Der Buddhismus kennt neben dem historischen Buddha zahlreiche Gestalten, die für Mitgefühl, Schutz, Reinigung und geistige Entwicklung stehen. Besonders im Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus entstanden bildhafte Darstellungen von Bodhisattvas und Schutzwesen, deren Eigenschaften den Menschen bei Meditation, Besinnung und religiöser Orientierung begleiten können.

Der folgende Beitrag betrachtet einige dieser Gestalten als „buddhistische Nothelfer“ und verbindet ihre traditionellen Eigenschaften mit der religiösen Betrachtungsweise unseres abendländisch-buddhistischen Collegiums.

Buddha heißt auf Deutsch „Erleuchteter“, es ist ein Ehrentitel wie die Bezeichnung „Gott“ vor einem nachfolgenden Namen.

Buddha war ein Prinz in Kapilavastu (Katmandu) namens Siddharta Gotama, der im Anblick großer Armut seinen Fürstenrock mit einer Mönchskutte im besten Mannesalter von 30 Jahren im 6. Jahrhundert vor Christus tauschte.

Er fand die Methode, den ewigen Wiedergeburtskreislauf zu durchbrechen, und wurde so ein Erleuchteter. Ein Erleuchteter und Erleuchter für die in Unwissenheit geblendeten Völker.

Erst mit der Gewissheit, dass sein Lichtorden stark genug war, um die Selbsterlösung aus dem Elend ohne ihn weiter zu verbreiten, entschloss er sich im Frühlingsvollmond 543 vor Christi, aus dem Reinkarnations-Kreislauf ins absolute Verwehen (Nirwana) zu gehen.

Im Buddhismus gibt es viele Arahat (Heilige), aber wenige Budhisattas, das sind zukünftige Buddhas.

Buddha Gotama erklärte die Götter für höhere sterbliche Wesen, die innerhalb eines Weltalters herrschen. Die Welten erblühen und vergehen wie jedes einzelne Lebewesen, nur in unvorstellbar langen Zeitaltern.

Als Archetypen übernahm der Buddhismus auch Personifikationen aus vorbuddhistischer Zeit. Einige Budhisattas verzichteten freiwillig auf ihre Selbsterlösung und legten ein Selbst-Gelübde ab, das ganze Weltalter hindurch wohltätig zu bleiben.

Das waren nicht nur Arahats, sondern auch Wesen nicht humanen Ursprungs, die seiner Lehre folgten.

Darunter befinden sich die „Herren der drei Gefühle“:

1. Avaloki-teshvara

Avaloki-teshvara, den man mit hundert Armen darstellt, weil er allen in Not geratenen Wesen (ob Krankheit oder sonstiger Seelenleiden) helfen möchte.

2. Vajra-rapani

Ein durch Buddha bekehrter Yaks, mit feurigem Donnerkeil und einem Diamant in seinen Händen.

Ein indischer Herkules, der seine Anrufer schützt vor denjenigen, die ihre Energie schwächen.

Seine Erscheinung vor dem jungen Brahmanen Ambata brach dessen Starrköpfigkeit vor Buddha.

Eine Wesenheit des Schutzes und der Sicherheit.

3. Vayra-sattva

Er wird mit 4 Armen abgebildet, in deren Händen sich Meditationshilfen befinden: Muschel, Lotos, Kelch und Klingel.

Er fördert das gute Karma und reinigt das Herz vom üblen Karma. Er bringt Weisheit und inneren Frieden.

Er fragt dein Gewissen:

„Welches Karma lastet auf Dich?“

Danach wähle das Konzept der Reinigung.


 

Nicht-Buddhisten (Upadhis = Anhaftende) wundern sich über die Sotapannas (von der Strömung Ergriffene = Buddhisten), die keine Scheu haben, Tempel oder Heiligtümer der Bon-Religion, des Shintoismus oder Taoismus zu betreten.

Buddha selbst lehrte ja, das Gute aus anderen Religionen anzunehmen und das Schlechte von ihnen abzuweisen.

Jede Religion soll man mit gleichem Respekt achten wie seine eigene. Würden alle Religionen gleich sein und so denken, gäbe es auch keine Religionskriege in der Welt.

Wir abendländische Buddhisten hier in unserem Collegium allerdings verwenden auch die Planetengötter der jeweiligen Nation als unsere Meditations-Buddhas (Budhisattas/Budhisatvas), siehe unsere Planetenhymnen vom Sept. 2022.

Wir erkennen unsere Brüder, die jetzt aus der 5. Dimension zu uns hilfreich geboren werden, auch an ihrer Vorliebe zu Klang und Sprache.

Nicht jene honorierten politischen Sänger des Establishments, sondern jene, die klassische Musik vorziehen und echte Chason-Sänger sinnhafter deutscher Zunge wie Reinhard May.

(Euer Rahula)


Infobox:

Buddha: Ehrentitel mit der Bedeutung „der Erwachte“ oder „der Erleuchtete“
Arahat: Ein Mensch, der nach buddhistischer Vorstellung die Befreiung verwirklicht hat
Bodhisattva: Ein Wesen, das nach Erwachen strebt und insbesondere im Mahayana mit Mitgefühl und Hilfe für andere verbunden wird
Avalokiteshvara: Verkörperung des Mitgefühls
Vajrapani: Schutz- und Kraftgestalt mit dem Vajra als Symbol
Vajrasattva: Besonders im Vajrayana mit Reinigung und geistiger Läuterung verbunden
Karma: Zusammenhang zwischen absichtsvollem Handeln und dessen Wirkungen
Nirwana: Befreiung vom Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten


Literaturtipps

  • Walpola Rahula: Was der Buddha lehrt

  • Bhikkhu Bodhi: In den Worten des Buddha

  • Nyanatiloka Mahathera: Buddhistisches Wörterbuch

  • Paul Williams: Mahayana Buddhism – The Doctrinal Foundations

  • John Powers: Introduction to Tibetan Buddhism

  • Peter Harvey: An Introduction to Buddhism

  • Daisetz T. Suzuki: Die große Befreiung

  • Hans Wolfgang Schumann: Der historische Buddha

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