Vom Trampelpfad zum Broadway: Welche Wege unsere Gedanken nehmen
Gehirne verändern sich durch ständig wiederholtes sprechen/denken. So verknüpft sich das menschliche Gehirn schneller.
Es mag Lügner geben, die am Ende ihren eigenen Lügen glauben. So wie kleine Kinder ihren staunenden Eltern ihre kindlichen Phantasien mit großen Augen als echt verkaufen.
Achtet daher auf pausenlose Langzeit-Berieselungen politischer Propaganda und wirtschaftliche Werbeagenturen. Politik und Religionen neigen dazu, Konkurrenz pausenlos zu verteufeln.
Einige Psychologen sagen, dass der Alltagsmensch drei Wochen benötigt, um negative Gedanken und Gewohnheiten mit guten Willen abzulegen. Die Mehrheit vertritt aber die Ansicht, dass er dazu schon zwei Monate benötigen würde. Es liegt natürlich auch am Charakter und Willenskraft jeden Einzelnen.
Die Gehirnumschaltung vom krankmachenden, negativen denken zu heiteren, positiven denken wird mit richtigen Vorsätzen effektiviert wie: „es wird sich schon alles zum Guten fügen!“ statt:“ ach, warum geht es mir immer so schlecht?“
Die geistige Umprogrammierung gelingt nur, wenn die ständig wiederholten Sätze positiv und zwanglos erfolgen.
- Sage: „Ich möchte jetzt vernünftiger mit Geld umgehen!“ anstatt: „ jetzt muss ich aber bald im Lotto gewinnen!“
- Sage: „Ich erlaube mir mal einen kleinen, angenehmen Moment!“ statt: „ ich möchte endlich glücklich werden !“
Alle falschen Sätze lösen im Unterbewusstsein Widerstände aus. Aber ständige positive Gedanken-Wiederholungen führen zu einem breiten Weg im Bewusstsein, der in die Realität hineinwirkt, durch immer stärker damit werdende Gefühle.
Worte erzeugen im Gehirn Bilder und positive Sätze sollen auch im Herz ankommen, statt monoton den Ohren zu entweichen. Denn unser Gehirn ist laut Schopenhauer, Diener unserer Herzen.
Negatives Grübeln legt im Gehirn hinabziehende Sumpf-Pfade an. Sobald man sich beim grübeln erwischt, verlässt man bereits mit einem Fuß den Treibsand.
Treibsand verschlingt Jeden, der ihn mit Gewalt überwinden will. Der dort Hineingeratene muss nicht sofort aufgeben, sondern Methode anwenden. Er hebt einen Fuß vorsichtig an und verlagert sein Gewicht indem er sich auf den Bauch ausstreckt und ans rettende Ufer schlickert.
Im übertragenden Sinn rettet er sich, indem er seine Achtsamkeit auf positive Dinge lenkt.
Die Buddhisten lenken sich von unheilsamen Gedanken ab, indem sie den Kopf durch Meditation „Gedanken frei“ machen oder Innerer-Einkehr.
Noch wirksamer ist, seine Gedanken mit einer körperlichen Tätigkeit zu koppeln mittels Geh-Meditation oder Qi-Gong. Diese Werkzeuge ähneln den Zeitsprung von Mystik zur Magie, zum Schöpfer seines eigenen Schicksals.
Wenn wir diese Übungen nur wiederholen, wenn es uns schlecht geht, benötigen wir mindestens zwei Monate bis zum sichtbaren Erfolg.
Üben wir diese Methode sooft wie nur möglich, wird aus unserem Trampelpfad im Gehirn ein angenehmer Broadway (breiter Weg ) . Broadway-Walker treten in den Augen Anderer selbstsicher auf und werden so viel leichter „Willkommen“ geheißen.
Ein geistig so geklärter Mensch behandelt seine Mitmenschen automatisch so, wie er behandelt werden möchte. Er durchschaut den negativen Menschen, der durch ständige negative Erlebnisse in die Sumpf-Pfade falschen Bewusstsein geraten ist.
Wer aber den trockenen, breit ausgetretenen Weg bequem schreiten will, schaut auf positive Vorbilder, worunter Buddha der Erleuchtete unübertroffen ist.
Positive Menschen erkennen sich an ihre gleichen Charaktereigenschaften im denken, sprechen und handeln.
Bevor in Gandhara (Indien) unter Alexander dem Großen, die ersten Buddha-Statuen im griechischen Stil geschaffen wurden, galt der reine Lotos als Sinnbild des reinen Erleuchteten.
Daher lautet auch das unendliche Mantra tibetischer Gebetsmühlen und Mala-Ketten so: „Om mani padme hum !“ „ Heil ! Wesen ( der ) Lotos Blüte !“
Mit diesem Mantra richten wir auch unseren Geist, zu jeder sich ergebenen Zeit auf das reinste Wesen, dass auf Erden einst ohne jeglichen Tadel wandelte.
Dieses Bild möge uns zu dem formen, vor dem sich unser Herz verbeugt.
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Weiterführende Literaturtipps
- Rick Hanson und Richard Mendius: Buddha’s Brain: The Practical Neuroscience of Happiness, Love, and Wisdom. Verbindet neurowissenschaftliche Perspektiven mit buddhistischer Praxis. Buchinformationen
- Daniel Goleman und Richard J. Davidson: Altered Traits: Science Reveals How Meditation Changes Your Mind, Brain, and Body. Ein wissenschaftlicher Blick auf Meditation und ihre langfristigen Wirkungen. Buchinformationen






