Aus der Wikingerbibel, das Rigs Thula I

Bodhi Svaha! Sadhu!

Einführung

Der erste Teil der Rigs Thula schildert den Beginn der Wanderung RIGs und die mythische Entstehung des ersten der drei beschriebenen gesellschaftlichen Stände.

RIG gelangt zu Ai und Edda, einem alten Ehepaar, verweilt bei ihnen und setzt anschließend seine Reise fort. Neun Monate später wird Thräl geboren. Seine Nachkommen werden im weiteren Verlauf mit körperlicher Arbeit, Landwirtschaft, Viehzucht und einfachen Tätigkeiten verbunden.

Damit beginnt die dreiteilige Erzählung über die gesellschaftliche Ordnung aus Knechten, Freien und Adel, die in den folgenden Teilen fortgeführt wird.

Der nachfolgende Text verbindet die überlieferte Rigs-Thula mit eigenen sprachgeschichtlichen, mythologischen und kulturvergleichenden Deutungen. Der ursprüngliche Wortlaut wurde dabei vollständig beibehalten.

Die im 12. u. 13. Jahrhundert zuletzt auf Island erhaltene und niedergeschriebene Wikingerbibel EDDA blieb während der fanatischen Bücher-Verbrennungs-Zeit, bis zur Reformationszeit ironischerweise in Islands Bischofsbücherei verborgen und kam erst im dänisch-schwedischen Kriege wieder ans Licht der Öffentlichkeit. Vorliegender Auszug zeigt die Wanderung des göttlichen Himmelswächter Rig zur Erde, wo er mit den drei Stammüttern ( Europa, Asien, Afrika ) einen höheren Adel zeugte, was sein Name schon verrät: Rig=irisch „König“, lateinisch: Rex ( König ) , nordisch: Ragna ( Götter ) dt.: Recke ( Rächer ) und Regent ( Regierender ). Dieses ist eine männliche Parallele zur Ura-Linda-Chronik ( siehe unsere Artikel ) von Frya= Modir ,Finda= Ama, und Lyda= Edda. Somit paarte sich der Himmelsgott mit den Erdmüttern. Aber das Rigsmal bezog sich deutlich auf die drei alten germanischen Stände: Nährstand ( Knechte ), Lehrstand ( Freie ) und Wehrstand ( Adel ) . Das wird von den ältesten Tontafeln der Sumerer bestätigt, demzufolge Himmelswächter ( prähistorische Kosmonauten ? ) zur Erde kamen und mit Menschentöchter sich paarten um so für sich Arbeiter zu züchten. Das berichtet auch die spätere Bibel mit ihren gefallenen Engeln in der Genesis. Die Übersetzung ins deutsche erfolgte von Potthapada, der mehr Wert auf die heutige Sprachverwandtschaft zwischen Altnordisch und Althochdeutsch ( diutisk ) legte, als auf das Sprachgefühl selber.


1.

Ar kwado, ganga gronar brautir, oflugan ok aldinn, as kunnigan,
ramman ok roskwan, RIG stiganda.

( Urzeit kwatschte man, ging grüne Pfade, abgeflogen und alt, königlich,
kräftig und rasch, RIG gestiegen ).


2.

Gekk hann meir at dat midrar brautar, kom han at husi, hurd was a gatti;
inn nam at ganga , eldir war a goilfi; hion sato dar, har at arni.
Ai ok Edda, aldinfalda.

( Ging er meist in die Mitte Pfades, kam er zum Hause, Luke war am Gatter;
er nahm den Eingang, Feuer war im Flur; Verheiratete saßen dort, grau an Jahren.
Ur-Opa und Ur-Oma, altertümlich ).


3.

Rigr kunni deim rad at segia; meir settiz hann midra fletia,
enn a hlid hwara hion salkynna.

( RIG konnte denen Rat sagen; meist saß er inmitten der Fläche,
und zur Lenden waren ihm die verehelichten Saalherrscher.)


4.

Da tok Edda ökwinn hleif, dungan ok dykkan, drunginn sidom;
bar hon meir at dat midra skutla, sod war i bolla, setti a biod;
war kalfr sodinn, krasa beztir; reis hann upp dadan, rez at sofna.

( Da deckte Uroma grobes Brotleib, klebrig und dick, durchdrungen mit Saat;
bürdete sie mehr auf Mitte der Schüssel, Soße war in Kanne gesetzt auf Tisch;
war Kalb gesotten, Speise beste; stand er auf sodann, bereit zum Schlummern.)


5.

RIGr kunni deim rad at segia; meir lagdiz hann midrer rekkio,
enn a hlid hwara hion salkynna.

( Rig konnte denen Rad zu sagen; dann legte er sich zwischen den Leuten,
und zu seiner Lenden waren die Verheirateten Saaleigner.


6

Dar war hann at dat driar nätr saman; gekk hann meir at dat mirdrar bautar,
lido meir at dat manudr nio.

( Dort war er die drei Nächte zusammen; ging er weiter auf Mitte des Pfades,
verließen mehr der Monate neun.)


7

Iod ol Edda, ioso watni, horwo swartan, heto Thräl.

( Balg gebar Urgroßmutter, geweiht mit Wasser, mit Haut schwarzer, geheißen Knecht.)


8

Hann nam at waxa ok wel dafna; war dar a hondom hrokkit skinn,
kropnir knuar, fingr digrir, fullikt andlit, lotr hryggr, langir hälar.

( Er nahm auf Wachstum,auch wohl geziemt; war da an Händen runzlige Haut,
knorpiger Geschwür, Finge dicklich, wulziges Antlitz, krummen Rücken, lange Fersen.)


9

Nam hann meir at dat magni um kosta, bast at binda, byrda görwa;
bar hann heim at dat hris gerstan dag.

( Nahm er bald die Macht zu prüfen, Bast zu binden, Bürden zu schnürren;
trug er heimwärts Reisig ganzen Tag.)


10

Dar kom at gardi gengilbeina; aur war a ilom, armr solbrunnin,
nidrbiugt er nef , nefndiz thirn.

( Da kam zum Garten Watschelbein, schwielig waren am Hohlfuß, Arme sonnen- verbrannt niedergedrückte Nase, namendlich : Magd.


11

Midra flietia meir settiz hon; sat hia henni sonr hus; räddo ok ryndo, rekkio gordo,
Thräl ok Thirn, drungin dägir.

( Mitte des Flurs groß setzte sie sich; saß verehelicht beim Sohn des Hauses; redeten und raunten, die Reckbank bereitet, Knecht und Magd gedrungenen Tags.)


12

Born olo dau, biuggo ok undo; hygg ek, at heti: Heimir ok Flosnir, Klurr ok Kleggi,
Kefsir, Fulnir, Srumbr, Sigraldi, Drottr ok Hoswir, Litr ok Leggialdi;
logdo garda, akra toddo, unno at swinom, geita gättto, grofo torf.

( Blagen zeugten sie, gebeugte und wunderliche, denk ich, sie hießen: Kuhhirt und Polterer, Klobrig und Krumm, Kerbser und Faulpelz, Klotz und Knickebein, Querkopf und Wolfsbalg, Brummer und Dickwanst.
Sie legten Gärten, Acker mistend, mästeten Schweine, Geißen hütend, gruben Torf.)


13

Dötr woro dar: Drumba ok Kumba, Ökwinkialfa ok Arinnefia, Ysa ok Ambat , Eikintiasna, Totrughypia ok Tronobeina, dadan ero komnar Thrälar ättir.

( Töchter waren: Trampel, Dicke, Kranichstelze, Küchennase, Fetzenschürze, Feistwade, Hausmagd, Hastig, Holzstange, davon sind gekommen Knecht Geschlechter.


Ende von 1. Teil

( Ende von 1. Teil: die Schöpfung des 3. Standes. Nur im Vergleich zur originalen Wikinger-Sprache lässt sich die Auseinander-Drifftung der Völker aus gemeinsamer Ursprache nachvollziehen, wie das deutsche Wort „auch“ in der Urbedeutung zum „und“ im Altnordischen „ok“, oder dem deutschen Wort „doch“ als Bejahung „ja“ zum russischen Wort gleichen Ursprungs „da!“ )

Dötir woro dar: Drumba ok Kumba Ökwinkialfa ok Arinnefia, Ysia ok Ambat, Eikintiasna, Totrughypia ok Tronobeini, dadan ero komnar Drla

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