Ohr Frequenzen

Bodhi Svaha! Sadhu!

Vom heiligen Hören, inneren Klängen und der Himmels-Trommel

In der nordischen Mythologie bildet der Regenbogen Bif-Röst eine Brücke zwischen der Erde Midgart (Garten der Mitte) und der Götterwelt Asgard. Der Name Bifröst bedeutet: Bibber-Raste (Raste= 1 Meile, 7,5 km), weil nur die Godmaluger (Gottessprecher) dort hinüber gelangen und alle Anderen zitternd hinabstürzen.

Der Brückenwächter heißt Heimdal oder Rig. Rig ist der irische Name für König und entspricht dem indische Raja, dem nordischen Recken und lateinischen Regent oder Rex=König. Laut Mythus ist Rig Vater der drei Stände: Nährstand, Lehrstand, Wehrstand.

Zuerst ging Rig zu den Dunkelhäutigen in deren bescheidene Hütte, die boten ihm grobe Kleie zur Speise wo er einen Knecht zeugte. Die Sonne hatte ihre Haut bei der Feldarbeit dunkel gebräunt.

Von dort ging Rig zu den Hellhäutigeren in ihre Herrenhäuser, wo ein Altar am Boden stand und die Leute auf der Erde saßen und feine Gewänder webten. Sie boten ihn Büffelbraten und dort zeugte er einen Junker und zog seines Weges weiter.

Als letztes kam er zu Leuten mit goldenen Haaren und eine Haut, weißer als Schnee. Die boten Ihm Weißbrot und zartes Fleisch von der Vogeljagd. Auch mit ihnen zeugte er einen Sohn und zu dessen Geburt kam Rig wieder zurück und gab ihm das Recht sich nach ihm zu benennen. Rig lernte ihn das Runen-Geheimnis, zu reiten und zu kämpfen und ein Königreich zu erwerben.

Esoteriker betrachten den Regenbogen als Spektrometer und sein Gjalarhorn als Himmels-Frequenz. Heimdal-Rig kann laut Edda das Gras wachsen hören.

Dieses ist ein Hinweis auf älteste Lehren, die das Ohr als Portal bezeichnen, zur Wahrnehmung von Dinge, die andere Sinnesorgane verborgen sind.

Die ägyptischen Priester lehrten, dass das rechte Ohr mit den göttlichen Wahrnehmungen (Stimmen des jenseits) verbunden ist. Das linke Ohr hingegen absorbiert die Schwingungen der irdischen und emotionalen Ebene.

Zu Qigong-Übungen werden daher beide Ohren gründlich massiert. Ohrmuschel nach oben zupfen und Ohrläppchen nach unten zupfen.

Feines Summen im rechten Ohr war ein Zeichen aus der spirituellen Ebene: Warnung, Orientierung, Botschaft höherer Kräfte. Summen im linken Ohr konnte auf eine Interfrequenz in der materiellen Welt hinweisen, die beachtet oder befragt werden musste.

Priester der Muttergöttin Isis und des Mondgottes Thot entwickelten Praktiken des „heiligen Hörens“ in den „Tempeln der Stille“, wo man mit der Seele lernt zu lauschen. Während hören passiv ist, wird lauschen als ein Akt des Bewusstseins empfunden.

Diese Praxis wurde in Indien von den Weda-Lehrern ins Yoga hineingetragen. Der Yogi konnte so beim Aufstieg der Energien durch die 7 Chakren Klänge wahrnehmen, die nicht von Außen stammen! Eine „NADA-Erfahrung“ (Urklang).

Wenn die vitale Energie beginnt, durch die Wirbelsäule über die Chakren aufzusteigen, kann ein Klang empfunden werden, der aus dem Inneren der energetischen Kanäle entsteht. Aus dem körpereigenen vibrationellen System des sich aktivierenden Menschen.

Im Hatha-Yoga- Pradipika wird dieses Phänomen als „nada bindu“ beschrieben. Dieser Klang ist keine Ablenkung, sondern ein Leitfaden für den Yogi (Yoga=Joch) auf seine Reise zur tiefen Meditation.

Im Qigong -Exerzitium entspricht dieses die Übung: „Reise in den Körper!“ Selbst der chinesische Taoist pflegte dieses erstaunliche Phänomen, den Innen-Ton zu lauschen, wo der Praktizierende den „Shen“ (reiner Geist) berührt hatte. Ein Hinweis, dass die energetischen Kanäle gereinigt sind.

So sind die Blockaden aufgelöst und der freie Fluss der vitalen Energie kann wieder fliessen. Selbst im späten, jüdischen Mystizismus des 16. Jahrhunderts wird in der „Kabala“ bestätigt, dass „Bad-kohl“ (Gottesstimme) sich als ein subtiles Echo manifestiert, ein vibrierendes Zittern das Derjenige vernehmen kann, der sein Herz gereinigt hatte und seinen Verstand zur Ruhe brachte.

Wir dürfen das mystische Kopfsummen nicht mit klinische Schäden verwechseln wie Tinitus, dass auf Schäden am Innenohr oder längere Lärmbelästigung (Belustigung) verursacht wurde.

Das mystische Summen tritt nicht als Dauerton auf, wie es Leute durch erhöhtem Blutdruck hören können. Es ähnelt eher einem Radio-Empfänger, der nur ein Umweltrauschen empfängt und noch die rechte Frequenz des Senders sucht.

Es erfolgt während der Meditation, denn alles im Universum ist Schwingung. Atome würden bei Stillstand zerfallen und selbst unsere Gedanken und Emotionen haben eine eigene Frequenz.

Im spirituellen Wachstum beginnt das Energiefeld Frequenzen aufzugreifen, die zuvor außerhalb des Wahrnehmungsbereichs lagen. Ein tiefes Summen bewirkt die Öffnung der unteren Chakren und kann im Körper festsitzende Energie freisetzen.

Dazu muss man wissen, dass im Universum Felder verzerrter Energie vorkommen, die ablenken, erschöpfen (auch Tote ruhen öfters), oder auch verwirren können. Diese Interferenzen sind oft vibrationelle Rückstände, kollektive emotionale Belastungen oder kosmische Erinnerungen, die sich genau dann aktivieren, wenn Jemand kurz davor steht, zu einer geistigen Höherentwicklung.

Die Art des Summtons kann auch aus dem Interferenz-Muster entstehen und erfordert gute Intuition, diese zu unterscheiden.

Wie heißt es doch so schön:

„Ein gesättigter Geist, ein blockierter Körper und hinzu ein aufgeladenes Umfeld, können jedes Signal in Lärm verwandeln!“

Im Taichi und Qigong gibt es eine Übung, wo zuerst auf die fernsten Außengeräusche geachtet wird und dann am Schluss nur noch auf die Innengeräusche, wie sich die Luft beim Ausatmen durch die Nase bewegt. Wie geräuschvoll sich die Lungen füllen, wie der Puls pocht….

Wenn die Seele sich mit höheren Frequenzen ausrichtet, reagiert der Körper bis das Gehör erwacht. So funktioniert die Beziehung zwischen dem Bewusstsein und der spirituellen Welt.

Die Qigong-Übung der „Himmels-Trommel“ einschließlich das Fingertrommeln auf die Kopfmitte und auf die Bronchien und Brust, ist Bestandteil zum Erwachen des Geistes.

Mit der Augenmassage können wir die Farbe unserer Aura sichtbar machen, indem wir beide Augen mit unseren Hohlhänden verdunkeln und dann vom linken Ohr zur Nase blicken und von dort zum rechten Ohr und zurück zur Nase. Dann richten wir unsere Augen auf unser 3. Auge, der Zirbeldrüse. Beim längeren verharren erscheint dann eine Farbe.

Esoteriker reinigen ihre Aura vor dem Klangschalen-Ritual, indem sie als Eheleute Pan-Amrita-Yoga (Karezza) praktizieren, bevor sie ihre Aura von Kopf bis Fuß im Abstand von 5 cm zum Körper abstreichen. Dabei sollte man sich Vorstellen, als würde man die Aura waschen und schütteln am Ende die Wassertropfen von den Händen ab.

Der Geist unterscheidet nicht von Vision und Realität, der Effekt ähnelt wie die Vorstellung in eine saure Zitrone zu beißen!

Alsdann visualisieren wir einen Kreis aus goldenem Licht um uns und schlagen die Klangschale leise an (im Notfall gibt auch ein Kristall- oder Weinglas einen guten Klang ab). Dazu sprechen wir feierlich die Zauberformel:

„Nur Energie der höchsten Liebe und Buddhas Weisheit können auf mein Feld zugreifen!“

Wenn wir beim erneuten Anschlagen der Klangschale einen hohen Ton erzeugen und ein kristallenes Schwingen spüren, ist das ein Zeichen der Aktivierung der Zirbeldrüse (unser Stirn-Auge) und ein Moment erhöhter Intuition.

Infobox: Hören, Lauschen und innere Wahrnehmung

Dieser Beitrag verbindet nordische Mythologie, Yoga, Qigong, Klangschalenritual und esoterische Deutung des inneren Hörens. Das Ohr erscheint hier nicht nur als Sinnesorgan, sondern als Symbol eines feineren Lauschens: nach außen in die Welt und nach innen in den eigenen Körper.

Wichtiger Gesundheitshinweis:
Ohrgeräusche, Summen, Pfeifen, Druckgefühl, Schwindel oder ein Dauerton können medizinische Ursachen haben, etwa Tinnitus, Hörsturz, Blutdruckprobleme, Stress, Infekte oder Lärmschäden. Wenn Ohrgeräusche plötzlich auftreten, länger anhalten, einseitig sind, mit Schwindel oder Hörverlust verbunden sind, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Übungshinweis:
Ohrmassage, Himmels-Trommel, Klangschale und stille Lauschen-Übungen sollten sanft ausgeführt werden. Nicht auf die Ohren schlagen, keinen Druck ausüben und bei Schmerzen sofort abbrechen.

Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre

1. Die Edda — Lieder-Edda und Snorra-Edda
Zur Vertiefung von Heimdal, Bifröst, Gjalarhorn, Ragnarök und nordischer Mythologie.

2. Rudolf Simek: „Lexikon der germanischen Mythologie“
Ein gutes Nachschlagewerk zu Begriffen wie Heimdall, Rig, Bifröst und Asgard.

3. Hatha-Yoga-Pradipika
Ein klassischer Text des Hatha-Yoga mit Bezügen zu innerer Praxis, Atem, Energie und Nada-Erfahrung.

4. Literatur zu Nada Yoga
Zur Vertiefung des inneren Hörens, des Urklangs und der Meditation auf subtile Klänge.

5. Qigong für Anfänger und Fortgeschrittene
Mit Übungen zur Ohrmassage, Himmels-Trommel, innerer Körperwahrnehmung und ruhigem Atem.

6. Einführung in Klangschalen-Meditation
Für Leser, die mit Klang, Schwingung, Achtsamkeit und Ritualarbeit praktisch arbeiten möchten.

7. Medizinische Informationen zu Tinnitus
Zur klaren Unterscheidung zwischen spiritueller Deutung innerer Klänge und möglichen körperlichen Ursachen.

8. Achtsamkeit und Körperwahrnehmung
Zur Schulung des bewussten Lauschens auf Atem, Herzschlag, Körperempfindungen und innere Ruhe.

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