Vom Vakuum, der Quantenwelt und dem Bewusstsein des Universums
Wenn wir auf jeder Hauptstadt unserer Erde eine Kirsche legen, entspricht das die Verteilung der Sterne am Himmel, die ja ferne Sonnen sind mit ihren Planeten. Doch diese überwiegende Leerheit, welche das Weltall ausfüllt, ist in Wahrheit durchzogen von unsichtbaren Energiefeldern.
Angefangen von „dunkler Materie“ bis subatomare Wolken in denen die Elektronen sich nicht an bestimmte Orte befinden, sondern wie eine Welle gleichzeitig an unendlich vielen Orten gleichzeitig existieren, bis der Moment kommt in dem Jemand auf sie schaut, dann kollabieren sie zu einem einzigen Punkt.
Quantenforscher sprechen von „virtuelle Partikel“, Atome die sich nicht nach berechenbare Bahnen bewegen sondern wie lebendige, runde Möglichkeiten, die in einem ständigen Tanz zwischen Sein und Nichtsein flackern.
Mit den feinsten derzeitigen Messgeräten wurde im geschlossenen Raum des „Nichts“ ein unsichtbares brodelnde Meer aus flimmernder Vibration voller Energie, die in Sekundenbruchteile erscheinen und wieder vergehen.
Wir könnten an Buddhas Definition des Nirwana denken oder an Platos (427-347 vor Chr.) beschriebene „Welt der Ideen“, „Welt der Potentiale“!
Diese Pulsationen werden „Casimier-Effekt“ genannt, nach dem holländischen Physiker Hendrik, der 1948 berichtete:
„Wenn man zwei winzige Metallplatten nahe genug neben einander plaziert, ohne jede bekannte Kraft zwischen ihnen und zwar in einem Vakuum, dann ziehen sie sich gegenseitig an, ohne Schwerkraft und Magnetismus.“
Casimier entdeckte so die Energie des Vakuums, des Nichts!
Ein spätere Experiment bestätigte diesen Vakuum-Effekt, wonach das Nichts eine Kraft hat, eine unvorstellbare Energie, die ständig pulsiert und somit lebt!
(Siehe auch unseren Artikel „Lebendiges Sonnensystem“ vom: Sept.2023)
Die Energie des Vakuums muss eine Größenordnung besitzen, wie alle Energien der sichtbaren Materie zusammen genommen. Die Vibration des Universum gleicht unserem Atem-Rhythmus, was also Leben entspricht.
Tals von Milet (624-545 v. Chr.) lehrte bereits, dass alles im Universum beseelte sei, Materie und Geist sind nicht grundsätzlich von einander verschieden.
1600 n. Chr. wurde Jordano Bruno von der Kirche auf den Scheiterhaufen verbrannt, weil er von einem unendlich, lebenden Universum voller belebter Welten sprach! Das schreckte viele Denker davon ab, einem sich selbst für unfehlbaren erklärten Papst zu widersprechen.
Aber wir sind ein Teil des Universum und unsere Gedanken tanzen hin und her wie die Bläschen im kosmischen Vakuum.
Der Mensch insgesamt ist nicht nur eine kurzzeitige Ansammlung von Atomen die eine kohärente Form annimmt, bevor es wieder in den großen Kreislauf der Materie zurückkehrt. Er ist in der Lage sich selbst getrennt vom Körper zu betrachten.
Der Akt der Beobachtung spielt selbst eine Rolle in der Entstehung der Realität. Sein Bewusstsein ist Teil eines grundlegenden Wesens durch das der Kosmos selber lebt! Der Mensch ist nicht sein materielles Ersatzteil, sondern sein Gehör selber.
1925 erklärte Werner Heisenberg seine Unschärfe-Relation, wonach es in der Natur eine fundamentale Grenze gibt, weil kein Forscher den genauen Ort und Impuls eines subatomaren Teilchen bestimmen kann. Je genauer er ein Teilchen bestimmt, desto unschärfer wird das andere Teilchen.
Dieses Gesetz gilt auch für Energie und Zeit, weshalb auch die Energie eines leeren Raums (darunter die Qi-Energie)niemals exakt Null sein kann. Und die virtuellen Teilchen existieren, weil sie messbar sind!
Im späteren Casimier-Experiment wurde sichtbar, dass außerhalb der 2 Metallplatten das Vakuum in seine volle Kraft existiert, mit virtuellen Teilchen aller Wellenlänge und Energien, während zwischen den Platten im geschlossenen Vakuum, nur bestimmte Schwingungen erlaubt sind.
Gleich ein Instrument, wo nur bestimmte Töne erzeugt werden. Das Ergebni s zeigt ein Ungleichheits-Gewicht, ein kosmischer Druckunterschied zwischen Vakuum innerhalb und Vakuum außerhalb und der Druck schiebt die Platten zusammen.
D.h.: die angebliche Leerheit hat Kraft zum zusammendrücken der Platten. Es ist aber ein lebendiges Vakuum welches den Physikern das Rätsel des „kosmischen Konstanten-Problem“ bescherte.
Vermutlich führte eine Quanten-Fluktuation das Vakuum auch zum „Urknall“ worauf das Universum entstand!?
In diesem jetzigen Vakuum finden wir noch eine „dunkle Materie“ (beschleunigt den Weltraum zur Expansion) die 68% des gesamten Kosmos ausmacht. In wieweit kann sie mit der unsichtbaren Vakuum-Energie zusammenfallen?
Die Vakuumkraft ist jedenfalls das pulsierende Herz der Welt und offensichtlich der Mensch sein Nervensystem.
Stellen wir uns vor, auf beiden Seiten der Erdhalbkugel instantan ohne jegliche Beziehung oder Verbindung zueinander. Einer der Beiden trifft eine Entscheidung und der Ander gleichzeitig dieselbige.
Dasselbe geschieht mit den Teilchen während einer Quantenverschränkung. Erstaunlich ist ja, wenn Teilchen miteinander in Wechselwirkung stehen, können sie in einen Zustand geraten, in dem ihre Eigenschaften nicht mehr unabhängig voneinander beschrieben werden können. Sie gehören dann einen engen Quanten-System an.
Wenn darin z.B.. ein Photon horizontal gemessen wurde, weiß der Messende, dass dessen verschränktes Gegenstück genau entgegengesetzt, also vertikal polarisiert sein muss (natürlich ohne Absprache).
Seit dem Urknall vor etwa 14 Milliarden Jahren, haben Teilchen sich einander berührt, miteinander interagiert, gegenseitig beeinflusst. Jeder dieser Kontakte hat potenzielle Verschränkungen ausgelöst.
Mit der Expansion (Ausdehnung) des Weltraums entfernten sich auch die Teilchen voneinander, aber ihre Verschränkungen blieben weiter bestehen.
Es gibt eine Theorie, wonach 2 verschränkte Teilchen vielleicht durch „mikroskopische Wurmlöcher“ miteinander verbunden sind, einen geometrischen Tunnel durch die Struktur der Raumzeit.
Stellen wir uns die Tunnelverbindungen, die das ganze Universum durchweben, wie unsere Gehirnfäden vor in den jede Verbindung zwischen Neuronen einer Verschränkung der Teilchen entspricht und das gesamte Netzwerk dieser Verbindung erzeugt, etwas das größer ist als seine Teile, den Raum, die Zeit, die bekannte Realität.
Aber das kosmische Nervensystem der Verschränkung hört nicht bei den subatomaren Teilchen auf.
Quanten-Effekte können sogar mit verschränkten Elektronen in den tiefen Strukturen des menschlichen Gehirns wirken, wo Quantenmechanik und das Bewusstsein zuammentreffen.
Nicht nur in den fernen Galaxien hat das Universum sein „Nervensystem“ installiert, sondern auch in uns!
Der meditierende Mensch erkennt die Illusion des gewöhnlichen Trennungswahn (Subjekt/Objekt) und die Quantenphysik beweist die Allverknüpftheit mittels der globalen Teilchen-Verschränkung.
Im 20. Jahrhundert erklärte der Physiker John Archibald Wheeler, das die Beobachtungen die wir machen, retro-aktiv die Geschichte des Universums mitgestalten. Das Universum wird durch seine Beobachtung entworfen.
Unser Bewusstsein ist nicht das Produkt einer langen kosmischen Evolution, sondern ihr Ziel, Zweck, Notwendigkeit!
Die Absicht unserer Lichtarbeit wird mit der Fülle wissenschaftlicher Informationen immer klarer.
Infobox: Das Universum als lebendiges Sinnbild
Dieser Beitrag verbindet moderne Begriffe aus Quantenphysik und Kosmologie mit spirituellen Deutungen von Bewusstsein, Leerheit, Vibration und Verbundenheit. Das Vakuum erscheint hier nicht als leeres Nichts, sondern als symbolischer Urgrund voller Möglichkeiten, Bewegung und Energie.
Der Text lädt dazu ein, wissenschaftliche Bilder wie Casimir-Effekt, Quantenverschränkung, Unschärfe-Relation und virtuelle Teilchen mit alten philosophischen Vorstellungen von Nirwana, Ideenwelt und beseeltem Kosmos ins Gespräch zu bringen.
Hinweis für Leser:
Physikalische Begriffe wie Vakuumenergie, dunkle Materie, dunkle Energie und Quantenverschränkung haben in der Wissenschaft genaue Bedeutungen. Spirituelle Deutungen können inspirieren, sollten aber nicht mit gesicherter Physik gleichgesetzt werden. Besonders Aussagen über Bewusstsein, Qi-Energie oder einen „lebendigen Kosmos“ sind weltanschauliche und philosophische Interpretationen.
Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre
1. Carlo Rovelli: „Sieben kurze Lektionen über Physik“
Ein poetischer und verständlicher Einstieg in moderne Physik, Raumzeit und Quantenwelt.
2. Brian Greene: „Der Stoff, aus dem der Kosmos ist“
Zur Vertiefung von Raum, Zeit, Quantenphysik und Struktur des Universums.
3. John Archibald Wheeler: „Geons, Black Holes, and Quantum Foam“
Für Leser, die Wheelers Gedanken zu Beobachtung, Realität und Quantenkosmos vertiefen möchten.
4. Werner Heisenberg: „Der Teil und das Ganze“
Ein Klassiker über die Entwicklung der modernen Physik und die philosophischen Fragen der Quantenmechanik.
5. Hans-Peter Dürr: „Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen“
Für eine Brücke zwischen Physik, Weltbild, Naturverständnis und spiritueller Deutung.
6. Platon: „Politeia“ und Dialoge zur Ideenlehre
Zur philosophischen Vorstellung einer Welt der Ideen und geistigen Urbilder.
7. Einführungsliteratur zu Quantenverschränkung und Quantenfeldtheorie
Für Leser, die Begriffe wie virtuelle Teilchen, Vakuumfluktuation und Casimir-Effekt sachlicher verstehen möchten.
8. Buddhistische Literatur zu Leerheit und Nirwana
Zur Vertiefung der Frage, wie „Leerheit“ nicht als Nichts, sondern als offene, ungreifbare Wirklichkeit verstanden werden kann.






