Mitteleuropäische Weltkriege

Bodhi Svaha! Sadhu!

Vom ersten deutschen Reich, den Weltkriegen und der Erinnerung an Yggdrasil

Als am Weihnachtstage 25.12.918 der Frankenkönig Konrad im Sterben lag, gebot er seinen Bruder Eberhard, den Sachsenherzog Heinrich zum königlichen Nachfolger beider Stämme auszurufen.

Am 12.3.919 kamen die Oberhäupter der Franken, Sachsen, Thüringer, Schwaben und Bayern in Fritzlar (Hessen) im Saalbau zusammen und wählten Herzog Heinrich zum König des ersten deutschen Reiches (regnum teutonicorum). Ein Jahr später trat auch Lothringen diesem, ersten deutschen Reich vor 1000 Jahren bei. Es umfasste in etwa die Grenzen der heutigen BRD.

Heinrichs Nachfolger (die Ottonen) erweiterten die Grenzen des deutschen Reichs erheblich und daraus wurde am Ende das „heilige, römische Reich, deutscher Nation“ und das österreichische Königshaus der Habsburger bildete die folgenden deutschen Kaiser. Dessen Macht war aber durch die erstarkenden kleinen Königs- und Fürstentümer eingeschränkt.

Erst im Preßburger Frieden unter Napoleons Druck, legte der letzte österreichische, deutsche Kaiser Franz II, am 6.8.1806 die Krone des „heiligen-römischen Reiches, deutscher Nation“ nieder. Er nannte sich seitdem nur noch Kaiser Franz I. von Österreich.

1870 stellte Frankreich Preußen ein Ultimatum, den Anspruch den verwaisten spanischen Thron zu verzichten und einige deutsche Randgebiete abzutreten. Das Haus der Hohenzollern/Sigmaringen verzichtete zwar auf die spanische Thronnachfolge, aber nicht auf territoriale Abtretungen.

So kam es zum französischen Krieg (1870) in welchem alle deutsche Separatstaaten, Preußen beistanden und zum Sieg verhalfen. Preußenkönig Wilhelm wurde in der Siegesfeier von den beteiligten deutschen Landesherren am 18.1.1871 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles, zum deutschen Kaiser ausgerufen.

Dieses 2. deutsche Reich kam zu großem Wohlstand, wuchs zur industriellen Großmacht auf und war Gründer des ersten Staatssozialismus der Welt (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung u.s.w.).

Österreich bildete mit Ungar ein selbstständigen Staatenbund. Die Türkei übertrug Österreich ihre Besitztümer auf dem Balkan. Dort ermordeten serbische Terroristen ihren König und als der österreichische Kronprinz Ferdinant mit Prinzessin Sophie auf den Balkan fuhr, um diese neuen Völker selbige Autonomie wie Ungarn in Aussicht zu stellen, wurden diese von serbische Terroristen (Organisation „Schwarze Hand“) erschossen, was 1914 zum ersten großen Weltkrieg führte und Zerschlagung und Zerstückelung des 2. deutschen Reichs durch die verbündeten Anrainerstaaten.

Deutschland stand Österreich als Bündnis-Parter bei und wurde zum Hauptschuldigen hochstilisiert. Die Wirren der Nachkriegszeit mit unvorstellbaren Bedingungen der Siegermächte, brachte die Nationalsozialisten mit ihrem ganzen Unheil an die Macht, was in den noch furchtbareren 2. Weltkrieg mündete.

In den Wirren beider Weltkriege wurden die Religionsbücher der Wikinger (im 12. Jahrhundert nieder geschrieben und im 16. Jahrhundert auf Island gefunden) aus dem Altnordischen ins Deutsche übersetzt und verbreitet. Vom Krieg traumatisiert, entdeckten Heimatkundler und Historiker Deutschland als Zentrum der nordischen Religion.

Kernthema war darin der deutsche Wald mit dem heiligen Weltbaum, der aus drei Wurzeln wächst und dessen Fall das Welt-Ende anzeigt. Die Folgen zweier großer Weltkriege zogen den Fokus auf die Prophezeiung des Weltendes.

Die 3 Wurzeln des Weltbaumes Ygdrasil sind die 3 von Tacitus (50 n.Chr.) in seiner „Germania“ erwähnten, germanischen Kultverbände der Nordgermanen, Ostgermanen und Westgermanen. Der Weltuntergang erfolgt im Ragnarök, dem Kampf zwischen Götter (Naturerhaltung) gegen Dämonen (Naturzerstörung), wobei das Ende eine Häutung für eine bessere nachfolgende Welt wird.

Der Kampf wird in seiner Furchtbarkeit durch einer Klima-Katastrophe namens „Fimbul-Winter“ (Schreckenswinter) von 3 Jahre ohne Warmzeit eingeleitet. Klima-Historiker fanden heraus, dass 535 n. Chr. sich die Atmosphäre mit Vulkanasche verdunkelte, das für drei Jahre auf weite Teile der Erde die Ernten ausfielen. Das berichten Chroniken von Griechenland bis China so.

Folgen waren Völkerwanderungen und Beginn der 30 jährigen Religionskriege der christlichen Franken gegen die heidnische Sachsen. Alle deutschen Stämme wurden in König Karls gewaltsame Christianisierung mit einbezogen.

Ein altes heidnische Wort für Schicksal ist „wurd“ (Urda) und „Larvida“ bedeutet sinngemäß „lernen durch das Schicksal“.

Das Schlachtfeld des letzten Kampfes heißt Wig-rid (Wig=Kampf, Rid=Bergrücken). Dieses Feld misst 100 Rasten mal 100 Rasten. Eine Raste ist eine angelsächsische Meile von etwa 1,6 Km x 100= 160.000 x 2= 320.000 qkm. Die heutige BRD misst, gering abgerundet = 357.000 qkm.

In der BRD liegt das Mittelgebirge mit seinen heiligen Wäldern: Harz, Teutoburger-Wald (Teutoburg= deutsche Burg) und Schwarzwald (isl. Myrkvid). Im Teutoburger-Wald finden wir das heidnische Zentralheiligtum Externsteine (Sternsteine auf der Egge= Ecke). Dort stand das Idol des Weltbaumes, die sächsische Irminsul!

Laut „Larvidr“ wurde der Kampf zum Sinn des Lebens, Tod zur Wiedergeburt (isl.: endirboran).

Welches dramatische Schicksal bindet uns Deutsche an diesem Ort urnatürlicher Heiligkeit, wo sich ein dritter (jetzt atomarer) Weltkrieg ankündigt, durch menschenverachtender Kriegsbereitschaft?

P.S.: Zu unserer Heimatkunde allgemein: „Die ERINNERUNG ist ein FENSTER durch das wir sehen können, wann immer wir es wollen!“

Infobox: Geschichte, Mythos und Erinnerung

Dieser Beitrag verbindet historische Ereignisse Mitteleuropas mit mythischen Bildern aus der nordischen Überlieferung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kriege, politische Umbrüche und kulturelle Deutungen das Erinnern eines Volkes prägen können.

Die Gestalt des Weltbaumes Yggdrasil, die Vorstellung des Ragnarök und die Erinnerung an alte Heiligtümer werden hier nicht nur als Mythos verstanden, sondern als Sinnbilder für Untergang, Wandlung und Neubeginn.

Hinweis für Leser:
Historische Deutungen können unterschiedlich ausfallen. Wer sich mit solchen Themen beschäftigt, sollte Quellen vergleichen, zwischen Sage, Mythos und belegbarer Geschichte unterscheiden und die Erinnerungskultur als Einladung zum Lernen verstehen.

Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre

1. Tacitus: „Germania“
Eine wichtige antike Quelle zur Wahrnehmung germanischer Stämme aus römischer Sicht.

2. Die Edda — Lieder-Edda und Snorra-Edda
Grundtexte zur nordischen Mythologie, besonders zu Yggdrasil, Ragnarök und den Göttermythen.

3. Gerd Althoff: „Die Ottonen“
Zur Geschichte Heinrichs I., der Ottonen und der frühen Reichsbildung.

4. Johannes Fried: „Der Weg in die Geschichte“
Zur Entstehung Deutschlands und Europas im frühen Mittelalter.

5. Christopher Clark: „Die Schlafwandler“
Zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs und den politischen Verflechtungen Europas.

6. Herfried Münkler: „Der Große Krieg“
Eine umfassende Darstellung des Ersten Weltkriegs.

7. Ian Kershaw: „Höllensturz“
Zur europäischen Geschichte zwischen Erstem Weltkrieg, Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg.

8. Rudolf Simek: „Lexikon der germanischen Mythologie“
Ein gutes Nachschlagewerk zu Begriffen wie Yggdrasil, Ragnarök, Fimbulwinter und nordischer Überlieferung.

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