Jenseits UPDATE – Ein Erfahrungsbericht

Bodhi Svaha! Sadhu!

Ein Sonnenmoment zwischen Diesseits und Anderswelt

Manchmal sind es die stillen Augenblicke, in denen sich die Grenzen zwischen den Welten zu öffnen scheinen.
Ein sonniger Morgen, ein vertrauter Ort und die Erinnerung an einen geliebten Menschen – daraus kann ein innerer Dialog entstehen, der über das Sichtbare hinausführt.
Dieser Erfahrungsbericht schildert eine solche Begegnung: leise, persönlich und getragen von der Frage, ob Bewusstsein und Liebe den Tod überdauern.


 

Heute am 29.3.26 lockte die helle Sonne mich bereits um 9 Uhr am frühen Morgen in den Garten.
Der Himmel war wolkenlos, und die Märzsonne scheint aus diesem Winkel besonders schnell bräunend.

Ich richtete meine Freizeitliege so ein, dass mein Schatten exakt in sie hineinfiel.
Dann fiel auch ich auf selbigen Ort in die weiche Unterlage.

Neben mir baumelte der kleine Glaskasten mit dem Bilde meiner verstorbenen Frau an einem Holzpfosten,
wo ihr Lieblings-Sonnenplatz immer war.

Ich genoss das Sonnenbad und nuckelte manchmal an einer mitgebrachten Orangenflasche.
Ich schloss meine Augen und döste so vor mich hin.

Dann erinnerte ich mich an die Frage an meine Frau,
ob ihr die Sonnenstrahlen jetzt unangenehm wären,
worauf sie antwortete, dass die ja auch meiner Aura nicht schädigen.

Eine günstige Gelegenheit zu meiner neuen Frage,
ob die Verstorbenen in der Anderswelt Sport betreiben,
wo doch keine körperlichen Mühen mehr anfallen?

Ich machte mein Gehirn wieder gedankenfrei,
denn Jenseitsgespräche funktionieren wie CB-Funk:
man spricht, während kein Empfang mehr ist,
und hört, wenn die Sprechtaste mit den Fingern wieder losgelassen wird.

Meine Frau antwortete:
„Auf Erden gibt es körperlich und geistig unterschiedlich starke, vitale Menschen.
Im sogenannten Jenseits gibt es nur Geistwesen in ihren Lichtkörpern,
und die verfügen über unterschiedliche Energie!“

Nun wollte ich noch schnell erfahren, was die Künstler dort so treiben,
und sie antwortete mir:

„Sie schauen irdischen Dichtern, Denkern und Malern bei ihrer Arbeit zu
und geben ihnen oft neue Einfälle.

Wer hier ein Buch lesen möchte,
geht einfach zu dem Urheber hin und lässt es sich von ihm erzählen,
sofern er verstorben ist.

Dich hören auch einige verstorbene Freunde gerne zu,
denn du hältst während des Schlafens gerne öffentliche Reden,
und manchmal erwische ich dich dabei, wenn du etwas beschönigst!“

Nach diesen Worten konnte ich das Sonnenbad nicht weiter genießen
und eilte ins Haus, um dieses Update sofort in den Computer zu schreiben,
bevor ich es möglicherweise wieder vergesse –
wie meine Träume.


 

Buddhistische Überlegung

„Geist folgt Geist – wie ein Schatten seinem Körper.“

Im Buddhismus wird das Erleben von Stimmen, Bildern oder inneren Dialogen nicht vorschnell als äußere Realität gedeutet, sondern als Ausdruck des Bewusstseinsstroms.
Doch genau darin liegt auch seine Tiefe:

Wenn der Geist ruhig wird, können Erinnerungen, Liebe und Verbundenheit eine Form annehmen, die sich wie Begegnung anfühlt.

Ob diese Stimmen aus einer anderen Welt stammen oder aus der Tiefe des eigenen Geistes –
entscheidend ist ihre Wirkung:

Führen sie zu Mitgefühl, Klarheit und Frieden, dann tragen sie den Keim von Wahrheit in sich.

Weiterführende Literatur

  1. Bardo Thödol – Das Tibetische Totenbuch
    Beschreibt die Zustände des Bewusstseins nach dem Tod und Begegnungen mit Lichtwesen.
  2. Carl Gustav JungErinnerungen, Träume, Gedanken
    Persönliche Erfahrungen mit inneren Bildern und Gesprächen jenseits des rationalen Verstandes.
  3. Thich Nhat Hanh – Kein Tod, keine Furcht
    Über das Fortbestehen von Bewusstsein und Verbundenheit über den Tod hinaus.
  4. Eckhart Tolle – Jetzt! Die Kraft der Gegenwart
    Die Bedeutung innerer Stille als Zugang zu tieferen Bewusstseinsebenen.

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