Deutsche Lyrik – Deutsches Liedgut Teil 3

Bodhi Svaha! Sadhu!
Maiglöckchen – Zwischen Poesie, Gift und Heilkraft

Das Maiglöckchen

Im Wonnemond, den Maien,
schlagen viele Herzen zu zweien!
Maiglöckchens süße Düfte
verzaubern die sonnigen Lüfte.

An grünen Laternenstöckchen
klingeln die weißen Glöckchen:
gelobet euch immer aufs Neue,
Glück, Reinheit und Treue!

(W. Franzson)

Naturbetrachtung und Heilkunde

Maiglöckchen begrüßen den Frühling. Ihr blumiger Duft fehlte früher in keinem Geburtstagssträußchen oder Brautkranz.

Weil die ganze Pflanze giftig ist, wird sie heute zu Unrecht gemieden. Viele Menschen haben sogar Angst, Bärlauch mit Maiglöckchen zu verwechseln. Dabei gibt es klare Unterschiede:

  • Beim Maiglöckchen wachsen mehrere Blätter an einem Stängel.

  • Es riecht nicht nach Zwiebel, wie der Bärlauch.

  • Die Bärlauchblätter knacken laut beim Brechen.

  • Maiglöckchenblätter glänzen nicht auf der Oberfläche, Bärlauch schon.

Das Maiglöckchengift kann Herzschäden verursachen oder sogar tödlich sein. Dennoch enthält es den Wirkstoff Galantamin, der in der modernen Medizin zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt wird.

In der Volksmedizin wurde das Maiglöckchen traditionell gegen Kopfschmerzen, Lähmungen und Rheuma genutzt – als Herztonikum ebenso wie in Umschlägen gegen Entzündungen oder Warzen.

Die Homöopathie verdünnt giftige Wirkstoffe bis nahezu auf wenige Atome – dennoch entfalten sie Wirkung. Makrokosmisch zeigt das Maiglöckchen die Verbindung zwischen fernem Einfluss und naher Wirkung – wie Himmelskörper auf das Leben wirken.

Haftungsausschluss und Warnhinweis

Die Informationen auf dieser Webseite dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.
Der Verzehr von Wildkräutern, Heilpflanzen oder Wildobst erfolgt auf eigene Verantwortung.

Bitte beachten Sie:

  • Bestimmte Pflanzen können giftig sein oder allergische Reaktionen hervorrufen.

  • Heilkräuter können Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen.

  • Verwechslungen mit giftigen Arten sind möglich und gefährlich.

Wir raten ausdrücklich davon ab, Pflanzen oder Früchte ohne fundierte Kenntnisse selbst zu sammeln oder zu konsumieren.
Bitte konsultieren Sie vor dem Verzehr oder der Nutzung einen Arzt, Apotheker oder eine entsprechend qualifizierte Fachperson.

Hinweis:
Für Schäden oder gesundheitliche Folgen, die aus dem Gebrauch oder Verzehr der genannten Pflanzen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

Nachmittags-Dessert: Kaffee-Ei

Zutaten & Zubereitung:

  • 3 hartgekochte Eier schälen und halbieren

  • Dotter entnehmen, mit etwas Zucker und frischer Sahne zur Creme zerdrücken

  • Die 6 Eierhälften in einer Schüssel mit starkem Bohnenkaffee vollständig bedecken

  • 2 Stunden ziehen lassen

  • Danach die kaffeeschwarzen Eierhälften aus dem Kaffeesud nehmen

  • Mit der süßen Dottercreme füllen

Ein Frühlings-Geschmack – wie Kaffeebonbons!

Das Maiglöckchen ist weit mehr als ein Frühlingsbote: Es ist Symbol, Heilkraut und Warnung zugleich. Wer lernt, es zu unterscheiden und zu achten, erkennt in seiner zarten Schönheit die Verbindung von Natur, Mythos und Wissenschaft.

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