Das Rätsel vom Pfaffenberg und die Spuren einer vergessenen Himmelskunde
Geheime Vermessungsakten, uralte Sternkarten und die Frage nach den Erbauern rätselhafter Anlagen im deutschen Mittelgebirge
Es gibt auf der ganzen Welt uralte Riesenbauten mit aufgesetzten Steinblöcken, die kein moderner Kran heutzutage heben kann. Ebenso geheimnisvoll sind antike Erdtunnel, die Menschen nur auf Händen und Füßen benutzen können.
Die staatliche oder kirchliche Schulwissenschaft bleibt auch über die Erbauer antiker Sternwarten dem Volke eine Erklärung schuldig. Was könnten diese modernen Wissensträger eventuell wissen und möglicherweise ihr biblisches oder akademisches Weltbild gefährden?
1862 vermaß die königlich-sächsische Landvermessung den Gipfel des Pfaffenbergs. Der Auftrag lautete: eine trigonometrische Routine-Messung.
Das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz liegt dort 434 Meter über dem Meeresspiegel. Die Ingenieure fanden rechteckige Gesteinsplatten in den Maßen von 580 Metern Länge, 340 Metern Breite und 78 Metern Höhe vor, auf denen zwei ballähnliche Sandsteinkuppeln mit einem Durchmesser von 87 Metern standen.
Diese signierten Protokolle wurden 1867 aus den Befundaufnahmen der katholischen sächsischen Hauptstadt Dresden entfernt. Weitere Karten wurden gelöscht und eine diesbezügliche Akte im protestantischen Berlin mit einem siebenfach erweiterten Sperrvermerk versehen.
Ein Nachvermessungsbericht von 1973 blieb der Öffentlichkeit ebenfalls unzugänglich.
Warum besteht diese jahrzehntelange Geheimhaltung noch heute in unserer ach so transparenten Bundesrepublik?
Jeder Sperrvermerk muss nach Ablauf von 30 Jahren – also etwa einer Menschengeneration – freigegeben oder mit Begründung um weitere 30 Jahre verlängert werden.
Der letzte Sperrvermerk wurde im Jahre 2008 bis zum Jahre 2038 verlängert.
Lediglich eine Bewertung durch eine Forschungsstelle für Geologie wurde 1973 unveröffentlicht im Projektregister aufgeführt.
Heute stehen auf dem Plateau des Pfaffenbergs Aussichtsstufen, die verhüllen sollen, was sich wirklich darunter befindet.
Die Bezeichnung „Pfaffen“ dürfte möglicherweise ein Hinweis auf frühere heidnische Priester (Goden) sein, ähnlich wie beim Namen Godesberg, und somit auf eine alte Kultstätte verweisen.
Nicht weit vom Pfaffenberg entfernt wurde die über 3000 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra in Sachsen-Anhalt gefunden.
Sie zeigt die älteste bekannte Sternkarte Europas mit Sonnenkalender und einem markanten Strich darunter, der als Plateau einer antiken Sternwarte interpretiert werden könnte.
Sternwarten befinden sich traditionell häufig auf erhöhten Punkten und Bergen. So berichtet auch die Edda vom Lyfjaberg.
Im Volksglauben wurden die gewaltigen Decksteine über den Trilithen von Stonehenge ebenfalls von Riesen errichtet.
In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass einst in einem Pharaonengrab ein über vier Meter großes Riesenskelett entdeckt worden sein soll.
Weiß die Volkskunde womöglich mehr, als man ihr heute zugesteht?
Die alte Wikinger-Bibel Edda berichtet ausführlich über Riesen und Zwerge, ebenso wie die alten deutschen Märchen und Sagen.
Selbst die Bibel spricht in der Genesis von Riesen, die vom Himmel kamen und Menschentöchter zu Ehefrauen nahmen.
Unsere deutschen Märchen berichten beharrlich von kunstfertigen Zwergen, die unter der Erde in Höhlen und Schächten lebten. Ähnliche Überlieferungen finden sich bei nahezu allen germanischen Völkern Europas.
Die jüngere Edda berichtet sogar von zwei Himmeln über unserem Erdhimmel, in denen ein Volk der Lichtelfen in einem Edelsteinturm ein unsterbliches Leben führen soll.
Auf Erden hätten sich nach diesen Überlieferungen aus Würmern die Zwerge entwickelt – eine Vorstellung, die in gewisser Weise an moderne Evolutionsmodelle erinnert.
Die ältere Lieder-Edda führt sogar ein eigenes Zwergenverzeichnis auf, das sogenannte Dvergsmál.
Diese menschenähnlichen Wesen sollen laut dem Alvíssmál vom Himmel gekommen und durch das Sonnenlicht versteinert worden sein.
Brachten unsere Vorfahren einst tatsächlich Skelette von Zwergen aus den Steinhöhlen ans Tageslicht?
Kleine Wesen mit großen Köpfen – ähnlich den heute bekannten Darstellungen von Außerirdischen?
Mehr darüber im Sonntags Artikel:
„Die Geheimkammer unter dem Dornberg-Tunnel“
Infobox – Weiterführende Literatur
Literaturempfehlungen zu Sternwarten, Megalithkulturen und germanischen Überlieferungen
- Die Edda
- Germania
- Erinnerungen an die Zukunft
- Forschungen zur Himmelsscheibe von Nebra
- Literatur über Megalithanlagen Europas
- Werke zur Astronomie der Bronzezeit
- Forschungen zu Sagen, Zwergen- und Riesenüberlieferungen






