Lyrik von ( W. Franzson )
Ein stilles Gedicht über Verlust, Liebe und die unsichtbare Nähe eines geliebten Menschen.
Die Zeilen tragen Schmerz, Sehnsucht und zugleich jene leise Hoffnung in sich, dass Verbundenheit über den Tod hinaus bestehen kann.
Du gingst fort.
Ich dachte immer nur an mich,
jetzt ist mein Herz so schwer.
Da denke ich immerzu an Dich,-
und hab keine Tränen mehr !
Der Tod raubte dich im Stillen,
du gingst nicht aus freiem Willen !
Hätt er mich, statt dich genommen
wär ich zu Dir zurück gekommen!
So kamst du zu mir zur Abendstunde.
Ich hörte deine Stimme aus süßem Munde.
Sind meine Augen für dich auch blind,
so fühle ich wohl, dass wir beisammen sind !
Kleine Infobox — Gedanken zum Gedicht
Dieses Gedicht bewegt sich zwischen Trauer und innerer Begegnung.
Der Schmerz über den Verlust verwandelt sich allmählich in eine stille, fast spirituelle Nähe. Besonders eindrucksvoll ist der letzte Abschnitt: Obwohl die Augen „blind“ bleiben, entsteht dennoch das Gefühl gemeinsamen Daseins.
Die Sprache ist schlicht gehalten, wodurch die Gefühle unmittelbar und ehrlich wirken. Gerade diese Einfachheit verleiht dem Gedicht seine berührende Kraft.






