Ein poetischer Blick auf Familie, Erinnerung und Zusammenhalt
Eines ist doch für einen Vater das Schöne,
seine erwachsenen Söhne.
Vatertag standen sie vor seiner Tür,
jeder so stolz wie ein Musketier!
Mit Tabak, Krawatten und Weinbrand –
wie die drei Weisen aus dem Morgenland.
Zwar einfallslos wie jedes Jahr,
den Vater zu ehren, standen sie da.
Der Vater unterdrückte seine Freude schlecht,
die Mutter rückte die Stühle zurecht.
Schon stürmte ins Haus auch sein Töchterlein,
mit selbstgebackenen Leckereien.
Sie drückte dem Vater auf seine faltige Haut
einen herzhaften Kuss, die Familie applaudierte laut.
Im ganzen Häuserblock man es hören mag:
Beim Klanten-Tünn feiert man Vatertag!
P.S.
Die jüngste Tochter blieb der Familie fern,
sie feierte die Himmelfahrt ihres Herrn!
(W. Franson)
Infobox – Weiterführende Literatur
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- Deutsche Familienpoesie und Mundartlyrik
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