Von Winland bis ins amerikanische Kernland – Spuren nordischer Seefahrer in der Neuen Welt
Als Frankenkönig Karl im 9. Jahrhundert alle anderen deutschen Volksstämme unter Androhung der Todesstrafe der Zwangs-Christianisierung unterwarf und Norwegens König Gleiches unternahm, floh der gesamte heidnische Adel Norwegens nach dem fernen Island. Dort errichteten sie die erste Republik Europas.
Doch zur Jahrtausendwende wurden auch die dortigen letzten Heiden unter Drohung des totalen Völkermordes zur Christianisierung gezwungen. Als der Isländer Leif Erikson durch Fehde des Landes verbannt wurde und Grönland entdeckte, folgten ihm weitere heidnische Wikinger zu dessen Besiedelung.
Und diese Wikinger scheuten sich, nötiges Bauholz aus Norwegen zu importieren (Island und Grönland waren nahezu baumlos), und suchten es auf einer Westpassage. Sie kamen laut isländischen Berichten bis nach Winland (Weinland) im heutigen Neufundland.
Begegnungen mit Einheimischen, die sie Skrälinge nannten, mit Häuptern so schwarz wie Holzkohle, führten zum Verlassen der dortigen Siedlung. Belegt wurde, dass die Grönländer über die Westpassage noch weiterhin Holz bis nach Island einführten.
Als nun auch den Grönländern Zwangs-Christianisierung drohte, waren die dortigen Wikinger nicht mehr auffindbar. Kriege mit Eskimos oder Seuchen sind mangels Grabstätten auszuschließen. Sind die grönländischen Wikinger nach Amerika geflohen?
Die Schulwissenschaft lehnte die Winland-Sage der Isländer empört als Fabel ab. Es passte ideologisch nicht in unsere Schulbücher. Unsere eigene heidnische Schrift-Kultur verbrannten die Bibelfanatiker und bezichtigten später das Volk diesbezüglicher Rückständigkeit.
1960 ergaben Ausgrabungen auf Neufundland (Longson Meadows) unter Schichten aus Erde und Grasnarben klare Umrisse von acht Gebäuden mit Werkstätten und Nebengebäuden.
Die Ureinwohner Amerikas kannten 1000 nach Christi noch keine Eisenwaren (wie in der Ura-Linda-Chronik allen Urvölkern vorgeworfen wurde, siehe unsere Artikel). In dieser Wikinger-Ansiedlung wurden germ. Bronzenadeln mit Ringkopf, Spinngürtel zur Textilverarbeitung sowie Eisennagel-Bruchstücke gefunden.
Ferner befand sich in einer Werkhalle ein Rennfeuer und Rückstände von Eisenschlacke als Beweis längerer Nutzung dieser Ansiedlung. Die dortige Verhüttung von Raseneisen-Erz, Beweise von Schiffsreparation, Werkzeugherstellung deuten auf ein weit organisiertes Arbeitslager!
Im Jahre 992 traf ein gewaltiger Sonnensturm die Erde und setzte einen großen Ausstoß an radioaktivem Kohlenstoff in die Atmosphäre frei. In der Wikinger-Außensiedlung wurde Holz gefunden, das mit Eisenäxten geschlagen wurde.
Bäume, die ab 992 wuchsen, nahmen die radioaktiven Kohlenstoff-Artikel des Sonnenwindes in ihrem Wachstum auf. Labor-Analysen des dort gefundenen Wikingerholzes und das Ablesen der Jahresringe datierten das Alter des gefundenen Holzes auf den Zeitraum von 990 Jahren mit einer Abweichung von 50 Jahren.
Unsere Wikinger entdeckten und besiedelten Amerika also schon 500 Jahre vor Kolumbus, und ihre Reiseberichte kamen auch den Kirchenfürsten zu Ohren. Auch hier zeigt das Fehlen an Gräbern und menschlichen Knochen, dass dieses nur ein Außenposten für Weiterreisende war.
Die Schulwissenschaft gab die Entdeckung Neufundlands durch Wikinger knirschend zu, relativierte aber zugleich: Ins amerikanische Kernland wären sie aber nicht gekommen!
1898 fand der Farmer Olov Omann in einer schwedischen Einwanderergemeinde bei Duglas Cauntry im Westen Minnesotas unter seinem Acker eine 100-kg-Steinplatte, die er sofort als einen Runenstein aus seiner Heimat erkannte. Er meldete seinen Fund und ließ die Inschrift von Fachleuten übersetzen:
„8 Goten und 22 Norweger sind auf Kund-Reise von Winland nach Westen. Hatten ein Lager auf einer Tag-Reise nördlich von hier. Nach einer Angel-Rückkehr fanden wir 10 unserer Männer erschlagen vor. A. v. M. bewahre uns vor den Bösen. 1362.“
AVM scheint eine Formel für einen bereits zum Christentum bekehrten Goten zu sein (Ave Maria)?
Sofort erklärten die Wissenschaftler den Stein für eine Fälschung, weil Schrift und Sprache unzeitgemäß wären und schwedische Runensteine zum Vorbild hätten. Dabei blieb es, obwohl der schwedische Experte Professor Hendril William von der Universität Uppsala Sprache und Schrift des Minnesota-Steins für echt erklärte und identisch mit zeitgemäßen Runensteinen in Schweden.
Die Unechtheits-Erklärung wurde von der Wissenschaft bis heute aufrechterhalten, obwohl 2025 der Wissenschaftler Angle Pagend veröffentlichte, dass nach seinen Untersuchungen der Stein echt ist.
Laut seinen Unterlagen zeigten die Rillen-Ritzungen der Runen bei Verwitterung der Glimmer-Kristalle, dass der chemische Abbau dieser Mineralien mindestens 200 Jahre im Boden erfordert hätte!
Das beweist die falsche Begutachtung des Steines und seine Echtheit. Wissenschaft kann auch mit Verschweigen Lügen verbreiten, oder?
1957 fanden Archäologen im Bundesstaat Maine eine 700 Jahre alte, kleine Silbermünze aus der Erde. Es war eine norwegische Münze unter König Olaf, die im späten 11. Jahrhundert geprägt wurde.
An den Wasser-Wegen von Winland bis zum amerikanischen Zentralkontinent finden sich alte Eisen-Fragmente von nicht-indigenem Ursprung, welche nie exakt untersucht wurden, ob sie von Wikingern, Spaniern und späteren europäischen Siedlern stammen.
Entgegen der herkömmlichen Darstellung waren die Wikinger nicht nur wilde Seeräuber, sondern große Staatengründer, kunstvolle Handwerker, und ihre klugen Händler wurden Waräger (Warentauscher) genannt.
Und eben diese Nordmänner fuhren von Island über Grönland nach Winland und von dort im eisfreien Sommer die Hudson-Bay entlang und weiter südwärts in den Lake-Winnipeg als Wasser-Knotenpunkt, den Flüssen entlang bis ins Kontinentalzentrum.
Die Nordmänner brauchten nur das Segel umsetzen und konnten mit ihren Schnellbooten, die nur 1 Meter Wasser unter dem Kiel benötigen, in wenigen Sekunden sofort vorwärts als auch rückwärts fahren. So gelangten sie flusswärts bis nach Minnesota.
Die leichten Wikingerboote konnten weite Strecken auch über Land getragen oder über Stämme gerollt werden. An Land wurden ihre Boote aufgebockt und dienten als Regenschutz (daher der Name „Kirchenschiff“).
Die Spatenwissenschaft hatte also Beweise, dass die Wikinger von Winland noch weit über 200.000 km landeinwärts bis nach Minnesota kamen, und mündliche Überlieferungen hatten das von Generation zu Generation richtig geschildert.
Wie weit sie die Neue Welt noch über den Mississippi hinaus erkundigten, müssen noch neue Funde beweisen.
Die Ureinwohner Alt-Amerikas aber erzählen sich weit von Stamm zu Stamm verbreitet, dass weiße Männer noch vor den Spaniern auf schnellen Booten leise den Flüssen entlang fuhren.
Manchmal kann man dem gesprochenen Wort mehr Glauben als dem geschriebenen Wort. Die Glaubwürdigkeit hängt ab, oft vom Verkünder und dessen Absichten.
(Rahula)
Weiterführende Literaturtipps
Die Vinland-Sagas – „Grænlendinga saga“ und „Eiríks saga rauða“: Die wichtigsten mittelalterlichen Überlieferungen über die nordischen Fahrten nach Grönland und Winland.
Literatur zu L’Anse aux Meadows und der nordischen Besiedlung Nordamerikas: Archäologische Veröffentlichungen bieten einen ergänzenden Blick auf die nachgewiesene Anwesenheit nordischer Seefahrer in Neufundland.
Fachliteratur zum Kensington-Runenstein: Empfehlenswert zum Vergleich der unterschiedlichen sprachwissenschaftlichen, archäologischen und geologischen Bewertungen des Fundes.
Buddhistischer Schlussgedanke
☸ Überlieferung und Prüfung
Alte Erzählungen können Erinnerungen über viele Generationen bewahren. Doch der buddhistische Weg mahnt zugleich dazu, weder aus Gewohnheit zu glauben noch aus Gewohnheit abzulehnen.
Überlieferungen, Schriftstücke und Funde dürfen geprüft, miteinander verglichen und immer wieder neu betrachtet werden.
Offenheit ohne Leichtgläubigkeit und Zweifel ohne vorschnelle Ablehnung können gemeinsam zu Erkenntnis führen.






