Erdachse, Eiszeiten, Edda und die großen Rhythmen der Welt
Als das heidnische Island um das Jahr 1000 n. Christi vom norwegischen König (unter Androhung des Völkermordes) zur Christianisierung gezwungen wurde, erbaten die Heiden, ihre alte Volksregion innerhalb ihres Hauses weiterhin pflegen zu dürfen.
So eine radikale Umbruchzeit benötigte allgemein rund dreihundert Jahre (mehrere Generationen). Innerhalb dieser Zeit verewigten die heidnischen Isländer ihren alten Väterglauben in den beiden Büchern der älteren und jüngeren EDDA (Buch der Urgroßmutter).
Heute ist diese alte Religion im EU-Mitgliedstaat Island wieder eine anerkannte Staatsreligion. Die Edda für Religionsforscher unverzichtbar, besonders die Weltuntergangs-Szene durch Sintflut, Weltenbrand, Erdbeben, Weltkriege, Kriminalität, Sittenzerfall und einen Fimbul- (Schrecken) Winter ohne drei zwischenliegende Sommer.
Das geschieht, wenn Ygdrasil, der unsere ganze Erde überragende Weltbaum sich zu Boden neigt. Eddaforscher sehen in diesem Weltbaum (den auch viele andere alte Religionen erwähnen), die Erdachse, die leicht geneigt mit der Spitze auf den Nordstern gerichtet ist.
Nun umkreist die Erde unsere Sonne nicht auf eine runde Kreisbahn, sondern auf eine elliptische Bahn und torkelt dabei wie ein Kreisel mit seiner schiefen Achsenlage. Auch liegt die Sonne nicht inmitten der elliptischen Erdumlaufbahn sondern, wie ein Eidotter näher an einem Ende davon.
Immer wenn die Erde den Sonnen nächsten Punkt erreicht wendet sich die Erdachse von der Sonne ab und das Sonnenlicht trifft nicht voll auf die nördliche Erdhalbkugel, wo es dann dort zu einem Winter abkühlt. Erreicht die Erde aber den Sonnen fernsten Punkt, richtet sich die Erdachse genau auf die Sonne und ihre Strahlen schaffen dort die warme Sommerzeit.
Der serbische Astronom Milutin Milankovic lehrte im frühen 20. Jahrhundert seine berühmten Milankovic Zyklus, der aus drei Phänomenen besteht, die gemeinsam große Veränderungen hervorrufen.
1. Phänomen: Exentrizität
- Phänomen ist die Exentrizität der Erdumlaufbahn, die sich alle 100.000 Jahre vom ovaleren zum kreisförmigeren Verlauf verbiegt. Das verändert die Menge an einfallender Sonnen-Energie zu bestimmte Jahreszeiten.
2. Phänomen: Obliquität
Als 2. Phänomen nennt Milankovic die Obliquität, das ist die Neigung der Erdachse (heute: 23,4 Grad) welche zwischen 22,1 bis 24,5 Grad innerhalb von 41.000 Jahren schwankt. Eine große Neigung macht die Sommer heißer und die Winter kälter, vor allem bei uns auf der Nordhalbkugel.
Die Erdachse zeigt von heute 24 Grad auf den Stern Polaris als Nordstern (worauf die fünffach verlängerte Achse der hinteren Kastensterne des“ kleinen Wagens“ zeigen) wonach sich die alten Seeleute orientierten. Wenn sich die Erdachse auf 26 Grad neigt, zeigt sie auf „Wega“ und macht ihn zum neuen Nordstern.
3. Phänomen: Präzession
Dass 3. Phänomen ist die Präzession (Taumel der Erdachse) in eine Zweitspanne von 26.000 Jahren. Man erkennt sie am Stand der Sonne zum Frühlings-Anfang (21.3.), wo die Sonne genau im 1.Grad des Tierkeiszeichen Widder stand.
In der astrologischen Himmelskarte beginnt der Tierkreis im Osten (linke Hand), wandert linksläufig nach Süden (liegt im Horoskop tief unten) und über den Westpunkt (rechte Hand) zum höchsten Punkt oben (Norden). Die Himmelskörper hingegen durchwandern den Tierkreis rechtsläufig. Somit wandert der Frühlingspunkt ebenfalls rechtsläufig durch den Tierkreis.
Grob abgerundet begann 2000 Jahre vor Christi das Widder Zeitalter, wo die Sonne auch im Tierkreiszeichen Widder seine Reise begann. Von Christi Geburt bis heute währte rund 2000 Jahre das Fische-Zeitalter, wo die Sonne ihre Reise im Tierkreiszeichen Fische begann.
Heute befinden wir uns bereits wieder in den Umbruchzeiten von 300 Jahren, wo die Sonne das Wassermannzeitalter einleitet.
Wenn wir zum Milankovic-Zyklus auch noch die galaxische Astronomie hinzufügen, bekommt der gesamte Zyklus eine gewisse Unschärfe. Denn alle 230 Millionen Jahre umrundet unsere Sonne mit ihrem Planetensystem unsere Galaxie in deren Mitte ein riesiges Schwarze-Loch sich befindet.
Wenn die Sonne mit ihrem Planetensystem einen Ort im Weltraum betritt, wo die Masse gewisser Materienteilchen stärker verteilt ist, kann auch die Energieabgabe der Sonne an ihre Planeten gefiltert und dadurch geschwächt werden. So könnte eine Blitz-Eiszeit entstehen als Erklärung, warum Mammutfunde Schockeinfrierungen bewiesen, In Mäuler und Mägen der eingefrorenen Tiere wurden noch frische Gräser und Blumen gefunden.
Die Edda beschreibt aber auch noch das Erscheinen von feurigen Wölfen am Himmel und herabstürzende Sterne. Ein Hinweis auf Gefahren durch Kometen und Meteoriten in Erdnähe.
Kometen verlieren in regelmäßiger Sonnen-Annäherung oft ihren Schweif, oder Teile daraus, Diese Rückstände aus Gase, Gesteins und Eisbrocken bilden Schwärme die nach den hinter stehenden Sternbildern benannt sind. Wenn die Erde diese Zonen zu bestimmten Zeiten kreuzen, fallen diese in Haufen als Sternschnuppen herunter und verglühen im Himmel.
Es gibt Leute, die behaupten, dass einige als Meteore herabfallende Kometenstücke weltraumtüchtige Viren mit sich führen können, die regelmäßige Krankheiten wie Erkältungen verursachen.
Was nun gar nicht in die grüne Politik-These eines bedrohlichen „menschengemachten Klimawandels“ passt, sind Milankovic Eiszeit-Zyklen. Der hellhäutigen Europäer entwickelte sich in der letzten Eiszeit die aber vor 10.000 Jahren vorübergehend endete (noch sind die beiden Polkappen vereist und einige hohe Bergkuppeln).
Erdgeologisch aber gingen schon viele Welten mit dem Schwinden der periodischen Eiszeiten in einer Sintflut unter. Lange Zeit unterlag die Wissenschaft der kirchlichen Aufsicht und ihre Arbeit durfte nicht im Widerspruch zur Bibel stehen. Das änderte sich in Deutschland vollkommend mit dem hartnäckigen Kulturkampf im Kaiserreich.
Doch die Archäologen fürchten gegnerischer Angriffe, wenn sie Beweise veröffentlichen von Zivilisationen, die weit vor dem „gotterschaffenen homo sapiens“ existierten.
In der sogenannten Erdperiode der jüngeren Dryas vor etwa 13000 Jahren erlebte die Ede einen plötzlichen nicht menschlich gemachten Klima-Einbruch. Eine Unterbrechung der vorletzten, großen Eiszeit. Die Kälte welle sank, Temperaturen drängten die Eiszonen zurück und die Polsysteme stabilisierten sich.
Durch unterschiedliche Eiskappen-Verlagerungen an den Polen kann eine Polverschiebung erfolgen und die Erde beginnt zu eiern. Die sich der Eiszeit angepassten Menschen wurden sesshaft, Dann kam die unterbrochene Eiszeit wieder zurück und vereiste die ganze nördliche Hemisphäre während der jüngeren Dryas für 12000 kalte Jahre.
Zwischen den Intervallen stabilisierte sich immer wieder die Erde und die zurückziehenden Gletscher richteten sich regional neu auf. Dazwischen zerbrachen auch stets die humanen Strukturen.
Die Nordländer sind die Einzigen, die solche hautnah erlebten Ereignisse, in ihre religiösen Schriften noch übermitteln. Sie beschreiben eine Wasserschlange namens Irmengard (Erdumgürter) die sich selbst in den Schwanz beißt, weil sie die ganze Welt umschlingt. Das ist der Golfstrom (Gjöll), der die warmen Wasser bis zum hohen Norden bringt und dafür sorgt, das Europa nicht wieder den Frosttod erleidet.
Schnee bindet das Wasser und lässt den Meeresspiegel sinken. Eis- und Schneeschmelze hingegen führen Süßwasser ist Salzwasser der Ozeane und das bewirkt eine Kälte-Wärme-Strömung die das Klima mitverändert.
Solange der Kohlenstoff als Treibhaus-Effekt (Wärmebildung) an Felsen und im tiefen Meer gebunden bleibt, stabilisiert sich auch das Klima.
Allgemein gilt: wenn die Sommer kühl sind, bleiben die Eischollen am Nordpol bestehen. Gletscher dehnen sich dann aus. Wenn die Sommer warm sind, schmilzt das Eis und die Eisschollen ziehen sich zurück. Das spielt auch in die Warm- und Kaltzeiten hinein.
Milankovic Angaben wurden bestätigt durch Eiskernbohrungen und Meeresablagerungen mit darin gefundenen Fossilien. Immer wiederkehrende Muster von Sauerstoff-Isotope in den 1970er Jahren. Demnach entstanden alle 100.000 Jahre eine neue, natürliche Eiszeiten mit kurzen Warnzeiten dazwischen, wie die heutige, in der wir eben leben.
Demnach würde die nächste Eiszeit in 10.000 Jahren erneut beginnen. Genießen wir noch schnell die kommenden tropischen Verhältnisse, wie einst als noch Nashörner und Elefanten aus der Nordsee tranken.
Abgesehen von der meridionalen Umwelt-Zirkulation sprach die Edda noch von „Sterne, die vom Himmel stürzen“. Also von Kometen- oder Meteoriten-Einschläge, wie sie vor 12800 Jahren Waldbrände und Überschwemmungen ausgelöst hatten. Damit sank die Temperatur in der Atmosphäre und die aufgeblühte Superflora und Megafauna ging weder zugrunde.
Sesshafte Völker nomadisierten erneut zwangsläufig. In all den Umbruchzeiten gingen aber auch Superzivilisationen zugrunde, deren Himmelsbeobachtungen Katastrophen voraussagen ließen.
Beweise liefern u.a. Nano-Diamanten von Haaresbreite, die unter enormen Druck und Hitze entstanden, wie an Orte eines Meteoriten-Einschlag. Und sie wurden genau in den Sediment der jüngeren Dryas vor 12800 Jahren gefunden.
Ein weiteres Indiz für diesen Meteoriten Einschlag ist das gefundene, seltene Element Iridium welches in Meteoriten reichlich vorkommt. Forscher fanden eine große, weltweite Iridium Ansammlung in Erdschichten die auch zum Aussterben der Dino-Saurier zur Kreidezeit übereinstimmten.
Ferner noch wurden kleine Magnetsplitter aus der Dryas gefunden. Iridium aus Vulkanausbrüche würden anders aussehen. Außerdem kam eine dunkle Aschenschicht aus der Dryas-Epoche in den Sedimentschichten zutage als Hinweis auf einen gewaltigen Weltenbrand, wie ihn die Edda als Fenris und Muspel-Feuer beschrieb.
Die Edda berichtet von einem neuen Menschen-Geschlecht welches im Holz des Weltbaumes sich mit Tau ernährte und dort den Weltbrand überlebte. Nachkommen würden die goldenen Tafeln und Geräte, ihrer Vorfahren wieder finden und langer Frieden in die Welt einziehen.
Ohne diese gefundenen sumerischen Keilschrift-Tontafeln wusste die Menschheit sehr wenig aus der Erdgeschichte. Und in der heutigen Türkei wurde das älteste Observatorium der Welt in einem Hügel in Göbeke-Tepe gefunden.
Ein ineinander liegender Kreis aus 5 m hohen, tonnenschwere, aufgerichtete Steinblöcke. 11600 Jahre alt, also noch 600 Jahre älter als die ägyptischen Pyramiden!
Stein Nr.: 43 aus diesem vorsintflutlichen Tempel trägt eine Gravur von einem Geier (Symbol für den Tod), einem Skorpion (Symbol für Gefahr) und eine Scheibe von Tierkrallen getragen. Astronomen beziehen den Vogel auf das Sternbild des Schützen, der im Alten Rom auch als Adler gezeigt wurde.
Der Schütze führt zum Sternbild des Skorpion und die Flugscheibe könnte ein Meteorit sein, der im Jahre 10950 vor Christi mit den Weltkatastrophen-Abkömmlingen zusammenfällt.
Milankovic-Zyklen und mythische Weltbilder
Der Milankovic-Zyklus beschreibt langfristige Veränderungen der Erdbewegung: die Form der Erdumlaufbahn, die Neigung der Erdachse und ihr taumelndes Kreisen. Diese astronomischen Rhythmen beeinflussen, wie Sonnenenergie auf der Erde verteilt wird, und gelten als wichtige Faktoren für natürliche Eiszeit- und Warmzeitzyklen.
Dieser Beitrag verbindet diese naturkundliche Betrachtung mit Bildern aus der Edda: Weltbaum, Fimbulwinter, Himmelszeichen und Weltenbrand. Dadurch entsteht eine heimatkundlich-mythologische Deutung, in der alte Überlieferungen als Erinnerungsbilder großer Naturereignisse verstanden werden können.
Hinweis für Leser:
Mythen, Erdgeschichte und moderne Klimaforschung arbeiten mit unterschiedlichen Sprachen. Mythen erzählen in Bildern; Wissenschaft prüft durch Messung, Vergleich und Datierung. Spannend wird es dort, wo beide Blickrichtungen Fragen aneinander stellen.
Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre
1. Milutin Milanković: „Kanon der Erdbestrahlung und seine Anwendung auf das Eiszeitenproblem“
Das grundlegende Werk zum Zusammenhang von Erdbahnparametern und Eiszeitzyklen.
2. Edda — Lieder-Edda und Snorra-Edda
Grundtexte zur nordischen Mythologie, besonders zu Yggdrasil, Ragnarök, Fimbulwinter, Muspelheim und Weltbrand.
3. Rudolf Simek: „Lexikon der germanischen Mythologie“
Ein zuverlässiges Nachschlagewerk zu Begriffen wie Yggdrasil, Ragnarök, Fimbulwinter, Gjöll und nordischen Götterbildern.
4. Harald Lesch / Josef M. Gaßner: „Urknall, Weltall und das Leben“
Gut geeignet für Leser, die astronomische Zusammenhänge allgemeinverständlich vertiefen möchten.
5. Walter Alvarez: „T. rex und der Krater des Verderbens“
Zur wissenschaftlichen Geschichte des Asteroideneinschlags am Ende der Kreidezeit und der Iridium-Spur.
6. Graham Hancock: „Magicians of the Gods“
Für Leser, die sich für alternative Deutungen früher Hochkulturen, Katastrophenmythen und Göbekli Tepe interessieren; kritisch und vergleichend lesen.
7. Klaus Schmidt: „Sie bauten die ersten Tempel“
Zum archäologischen Fundplatz Göbekli Tepe und seiner Bedeutung für die frühe Menschheitsgeschichte.
8. Allgemeine Einführungen zur Klimageschichte und Paläoklimatologie
Besonders empfehlenswert sind Werke über Eiszeiten, Sauerstoffisotope, Eiskernbohrungen, Meeressedimente und Klimaarchive.






