Bewusstsein ist ein schönes deutsches Wort (engl.: „consciousness“), das sich aus den beiden Hauptwörtern „Wissen“ und „Sein“ zusammensetzt. Das Bewusstsein kann nur wissen, wahrnehmen, was ist: das Dasein.
Weil Eros, die Liebe, den Menschen von Kindesbeinen an ein ganzes Leben begleitet, möchte ich nun meine ganz eigenen, subjektiven und bewusst oberflächlichen Erfahrungen ins Bewusstsein heben. Natürlich rein satirisch, vergröbert und verallgemeinert – also völlig übersteigert.
Viele Frauen aus vielen Nationen kreuzten bereits gefährlich nahe meinen Lebensweg:
die Russin, deren Eisherz beim Anblick einer Flasche Wodka schmolz und deren Weiblichkeit meine Männlichkeit entmachtete;
die Alpenschöne, die mir mit ihrer bezaubernden Naturgesundheit zeigte, dass alles, was sich Jungen erdreisten, sich auch Mädchen erlauben können;
die kastanienbraune Spanierin, die nach drei Martini offenbarte, sie sei ein Teufel – woraufhin sie mir die Flügel versengte;
der stolze Grieche, der wie ein Pascha ins Eros-Center ging und nach 15 Minuten gut gelaunt heimkehrte, dort seine Aphrodite umarmte und sich eifersüchtig erkundigte, was sie während seiner Abwesenheit getan habe.
Es gab auch eine engelsgleiche Schwedin, die nach einem Schäferstündchen einen geradezu unheimlichen Appetit auf einen großen Fleischteller entwickelte. Ebenso eine „Mother Britannia“, die während der Zärtlichkeit genüsslich einen saftigen Apfel verzehrte. Eine irische Guinness-Weltmeisterin warf beim ersten Date kurzerhand ihren Ehering unters Bett.
Auch an eine Französin erinnere ich mich, die während meiner heißen Liebkosungen einen Chanson vortrug – und dabei auf wundersame Weise Zugriff auf mein Portefeuille gefunden haben musste.
Warum sollte es mir anders ergehen als den armen Zukurzgekommenen, die ihr Geld noch nicht an Frauen investieren konnten und dann Opfer von Disco- und Boxenludern wurden, die von weither anreisen – wie thailändische Tempelheuchlerinnen?
Auch vor vernachlässigten Ehefrauen und gelangweilten Ehemännern sei gewarnt, die rücksichtslos ihr Glück auf dem Unglück anderer aufbauen, ohne zu wissen, wie wetterwendig dieses vermeintliche Glück ist.
Liebe Mädchen: Den „Richtigen“ lernt ihr oft erst kennen, wenn der Alltag einkehrt – und er bereits einen Hauch von Enttäuschung erfahren hat.
(Euer Hagestolz)






