Bewusstsein und Quantenrealität

Bodhi Svaha! Sadhu!

Vom neuronalen Netz zum quantenhaften Geistkörper

„Bewusstsein“ befindet sich nicht in der neuralen Struktur unseres Gehirns, sondern in den Mikrotubuli – jenem filigranen Gerüst aus winzigen Röhren, die unsere Zellen durchziehen. Diese verfügen über die richtige Struktur, um empfindliche Quantenprozesse vor dem „lauten Chaos des Körpers“ zu schützen.

Im Inneren der Mikrotubuli könnten Elektronen in den Zustand der Quanten-Superposition eintreten. So herrschen, verborgen in den Tiefen unseres Geistes, Milliarden von winzigen Quantenzuständen.

Sie erinnern sich mittels eigenen Speicherbewusstseins ihrer Struktur und sind die Bildungskräfte eines Geistkörpers beim Übergang der Welten nach körperlichem Ableben. Milliarden dieser Quantenzustände existieren gleichzeitig in uns, schwingen und überlagern sich, bevor sie zu einem einzigen orchestrierten Moment kollabieren.

Ein jeder dieser synchronisierten Quantenkollapse in der festen Realität entspricht einem bewussten Augenblick, einem flüchtigen Gedanken oder lässt ein Gefühl der Gegenwart erleben.

Die neue Quantenbiologie brachte den Erweis, daß die Quantenfunktion auch bei hoher, menschlicher Temperatur existiert. So wie Rotkehlchen nachweislich nicht mittels eines auf Magnetfelder ausgerichteten inneren Kompasses sich über die Kontinente hinweg orientieren, sondern durch feine quantenmechanische Verbindungen der Raumzeit mittels diesbezüglicher Proteine in den Augen.

Wenn eine grüne Pflanze das Licht der Sonne empfängt, wandert die Energie des Photons nicht wie Wasser auf dem widerstandslosesten Weg zum Reaktionszentrum, sondern über den effizientesten Weg. Es sucht gleichzeitig – gleichsam „magisch“ – alle möglichen Wege ab. Im Prozess der Photosynthese existiert die Energie in einer Quanten-Superposition.

So nutzt der Baum in unserem Garten und das singende Rotkehlchen auf dessen Zweigen die Wunderwelt der Quanten, während dem Menschen das Bewusstsein darüber durch die Hüter einer alten Macht abhanden kam.

Quantenteilchen verhalten sich in Superpositionen, also an mehreren Orten gleichzeitig. Jedes Quantenteilchen, auch in deinen Atomen, folgt dieser Quantenmechanik. Somit ist kein Mensch in einem definierten Zustand, sondern in einer Überlagerung von unzähligen möglichen Zuständen.

Laut Unitäts-Prinzip geht keine Information im Universum verloren, ähnlich dem Energieerhaltungsgesetz. Sie bleibt in der Dichte des feinen Gewebes des Universums erhalten. So wie man ein Buch verbrennt und alle verstreuten Atome wieder zusammenfügen könnte, so daß dasselbe Buch wieder entstünde.

Das erinnert an den alten Wikingerglauben, nachdem Walküren (Götterboten) die Asche der Helden im Kriegerhimmel wieder zusammenfügten.

Denken wir an die Quantenteilchen in unseren Gehirn-Mikrotubuli und deren Informationen, die als unser Bewusstsein zusammenhängend den Tod überleben.

Weiterführende Literaturtipps

  • The Emperor’s New Mind – Roger Penrose
  • Shadows of the Mind – Roger Penrose
  • The Quantum Brain – Jeffrey Satinover
  • Life on the Edge – Jim Al-Khalili & Johnjoe McFadden
  • Quantum Enigma – Bruce Rosenblum & Fred Kuttner
  • Der Geist im Atom – Hans-Peter Dürr

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