Elektromagnetische Wunderwelt

Bodhi Svaha! Sadhu!

Zwischen Astralreise, Magnetismus und dem Licht des Bewusstseins

Unsere Welt erscheint fest, greifbar und eindeutig – doch auf der tiefsten Ebene besteht sie aus unsichtbaren Kräften, Feldern und Wechselwirkungen.
Dieser Artikel verbindet persönliche Grenzerfahrungen mit physikalischen Betrachtungen und führt den Leser in eine faszinierende Zwischenwelt: dort, wo Bewusstsein, Licht und elektromagnetische Kräfte ineinandergreifen.
Eine Reise vom Körper hinaus – und zurück in ein erweitertes Verständnis der Realität.


 

Durch unseren Körper fließen elektromagnetische Wellen, die jedes Krankenhaus in Herz und Hirn untersuchen kann.

In den ersten sieben Jahren meiner Ehe befand sich meine Ehefrau kurzzeitig einmal in einem Krankenhaus, wo ich sie vermisste.
Da hatte ich meinen ersten Astral-Austritt.

So etwas gelingt am besten während eines Ausnahmezustandes.
Ich hatte an dem Tage einen diesbezüglichen Artikel in der Zeitschrift „Esotera“ gelesen und legte mich vorschriftsmäßig mit einem Kopfkissen auf den Teppichboden neben unser Bett.

Zuvor hatte ich einen Schluck salziges Wasser getrunken und einen frischen Becher Mineralwasser auf den Küchentisch gesetzt.
Dann suggerierte ich mir lebhaft, an alle Ereignisse meiner erhofften (nie erzwungenen) Astralwanderung zu erinnern.

Irgendwann fühlte ich mich wie gelähmt.
Mein Unterbewusstsein wollte wohl im weichen Bettchen liegen, und ich fühlte im gelähmten Zustand, wie es unter meinem Kopf knisterte – so, als ob ich auf Zeitungspapier läge.

Ich wollte schlucken und konnte es nicht.

Dann schwebte ich wie in einem Aufzug etwa zwei Meter in die Höhe und richtete meinen Lichtkörper auf, während mein Fleischleib am Boden genagelt schien.
Ich konnte die Wohnung in einem bläulichen Phosphorlicht wahrnehmen und ging – vom Durst getrieben – durch die Wand in die Küche zum Wasserglas und sog die kühle „Strömung“ auf.

Die feinstoffliche Welt wird von Molekülen durchdrungen, die von materiellen Gegenständen aufsteigen und als Gerüche und Geschmäcke auch im Lichtkörper empfunden werden.

Ich trat auf die Straße und konnte, vom Mond angehoben, auf einem Hausdach sitzen.
Dann wollte ich zum Krankenhaus schweben.

Ich spürte, wie der Seelenfaden zwischen meinem Fleischleib und dem Astralkörper immer dünner und länger wurde – im Gegensatz zu einem Gummiband, das mit seiner Ausdehnung immer kräftiger zurückzieht.

Dann überkam mich Furcht, nicht mehr zu meinem Fleischkörper zurückzufinden und körperlos zu werden.
Dieser Gedanke zog mich sofort in mein Schlafzimmer zurück.

Ich erlebte das Gefühl eines Falltraumes, hörte das Knistern unter meinem Kopf und erwachte in meinem physischen Körper.

Ich legte mich ins Bett und hatte fortan keine Angst mehr vor dem jenseitigen Leben.

Nach der Rückkehr meiner Frau berichtete ich ihr dieses Erlebnis, und wir vertieften uns beide in esoterische Berichte.
Das war in den 1970er Jahren.

Heute versuche ich die Welt des Lichtes, der Photonen und des Elektromagnetismus mit zwei kleinen Küchenmagneten zu erklären.

Jeder Magnet hat eine Plus- und eine Minusseite.
Gleichpolige Seiten stoßen sich ab, entgegengesetzte ziehen sich an.

Ein Magnet kann eine Büroklammer entgegen der Schwerkraft anziehen – eine sichtbare Kraft, die wir Magnetismus nennen.

Zerschneidet man einen Magneten, entstehen zwei neue – wieder mit Plus- und Minuspol.
Magnetismus bleibt erhalten.

Durch Reibung kann auch ein Eisenstück magnetisch werden.
Die Ursache liegt in den Atomen, aus denen alle Materie besteht.

Jedes Atom ist von einer Wolke aus Elektronen umgeben.
Diese besitzen einen Spin (Drehbewegung).

Im Magneten richten sich diese Spins gleich aus – dadurch entsteht das Magnetfeld.

Was wir berühren, ist nicht Materie selbst, sondern die Abstoßung dieser Felder.
Unsere Finger berühren keine festen Atome – sie stoßen sich lediglich ab.

Wir bewegen uns somit in einer Welt aus elektromagnetischen Feldern.

Licht, Magnetismus und Elektrizität sind eng verbunden.
1865 erkannte Maxwell, dass Licht eine elektromagnetische Welle ist.
1940 beschrieb Feynman deren Quantendynamik.

Alle diese Phänomene sind Teil einer Realität, deren Sinn nicht vollständig für unser Gehirn bestimmt ist –
ein Gehirn, das selbst mit allem verbunden ist, bis hin zu den fernen Galaxien.

Wenn wir unseren Körper verlassen, befindet sich unser Bewusstsein in einem Leib aus Licht,
umgeben von einer Fülle unendlicher Strahlung.

Am Tag streut die Atmosphäre das Sonnenlicht,
in der Nacht durchdringen unzählige Sterne den Raum aus allen Richtungen.

So entsteht eine Welt aus zahllosen Dimensionen –
eine einzige, allumfassende Wirklichkeit.


 

Überlegung

„Form ist Leere, und Leere ist Form.“

Diese zentrale Erkenntnis aus dem Herzsutra spiegelt sich erstaunlich in der modernen Physik wider.
Was wir als fest erleben, ist letztlich ein Spiel von Kräften und Wahrnehmung.

Der Buddha lehrte, dass die Welt nicht so ist, wie sie erscheint, sondern wie sie erkannt wird.
Wenn alles nur Wechselwirkung ist, dann ist auch das „Ich“ kein fester Kern – sondern ein Prozess.

So wird selbst die physikalische Erkenntnis zu einem Tor der Befreiung:
Nicht das Festhalten, sondern das Erkennen der Leere führt zur Wahrheit.

Weiterführende Literatur
  1. Fritjof Capra – Das Tao der Physik
    Verbindung von Quantenphysik und östlicher Mystik – ein Klassiker.
  2. Richard FeynmanQED: Die seltsame Theorie des Lichts
    Verständliche Einführung in die Welt der Photonen und elektromagnetischen Wechselwirkungen.
  3. James Clerk MaxwellAbhandlungen über Elektrizität und Magnetismus
    Grundlagenwerk zur Vereinigung von Licht, Elektrizität und Magnetismus.
  4. Thich Nhat Hanh – Der Herzsutra-Kommentar
    Spirituelle Deutung von „Form ist Leere“ im Alltag.
  5. Bardo Thödol – Das Tibetische Totenbuch
    Beschreibt Bewusstseinszustände nach dem Tod und den Übergang in Lichtwelten.

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