Die Macht der Namen

Bodhi Svaha! Sadhu!

Eine Reise durch Mythen und Kulturen

Namen sind Vorzeichen raunt der Volksmund und hat damit Recht. Wenn Herr  Hinz durch 
die Stadt geht und Jemand ruft „Hallo!“, geht er oft, wie viele Anderen auch, unberührt 
seines Weges weiter.

Wird jedoch sein Name gerufen, bleibt er mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen und hält nach dem Rufer Ausschau. Gleiches gilt in der Geisterwelt, dort reagieren die feinstofflichen Wesen ebenso auf ihre persönlichen Namen. 

Wir unterscheiden Personennamen in Rufnamen, Zunamen ( Familie, Beruf, Herkunft ) und Beinamen ( besondere Auszeichnungen, körperliche Merkmale, Deck- oder Spottnamen ). 

Um Geistwesen herbei zu rufen, ist es also wichtig um genaue Namenskenntnis. 

Abraham hasste die Götter Indiens und wurde zum A-Brahman, als er die Hebräer nach Klein-Asien führte, wo er im Lande der Hethiter sein Grab fand. Die Hethiter herrschten von Klein-Asien (Anatolien) bis zum Zweistromland (Babylon)  und  bis Ägypten, wo eine Pharaonentochter sogar einen Hethiter-Prinzen zur Versöhnung heiratete. Die alten Ägypter verehrten den Kriegsgott „HOR“ (griechisch: Horos zu Ares) den wir in der Edda als Kriegervater Har (Odin) in Falkengestalt vorfinden.
Odin hat über 50 Namen seit er in
unterschiedlichen Gestalten unter die Völker fuhr, orakelt die Wikingerbibel EDDA. 

Auch im Koran wird  berichtet, dass Allah über 50 Namen trägt. Etymologisch kommt der Name von hebräisch „EL“ (Elohim=Engel) vom sumerischen Sturmgott „Elil“ (Ilu) . 

Abrahams  Wandervolk lernte die hohen Kulturstaaten Hati, Babylon und Ägypten mit großem Staunen kennen und annektierten daraus sehr viele Mythen (wie die Sintflut Sage). 

Vom ägyptischen Wüstengott Seth übernahmen sie den Gottesnamen Shaddai (Scheitan, Sartan, Saturn, SURT ).
Seth ist der lebensfeindliche Gegner des Fruchtbarkeitsgottes Osiris.
 
Er tötete seinen Bruder (Kain und Abel) und Osiris Geliebte Isis (Uschta, Astarte, Ostara) weckte mit Zauber  den Fruchtbarkeitsgott jedes Frühjahr zu neuem Leben. 

Die Zauberkraft lag im Namen des Sonnengottes, den die Ägypter „Aton“ (Odin, Adonis ,Adonais) und „Amun“ (Omi) nannten, den Inder wie  Monotheisten als „Om“ und „Amen“ ihren Gebet anhängen. 

Laut ägyptischer Mythologie trug der Sonnengott einen Geheimnamen der Zauberkraft bewirkt. 

Die Sonne wandert täglich ihren Weg von Osten nach Westen und des Nachts im Unterweltfluß mit seinem Nachen wieder zurück. Dabei durchwandert die Sonne auf 12 Abschnitten Sternenwesen von Widder (buddh. Ratte) bis Fische (buddh. Schwein) . Da legte die Göttin einen Giftwurm (Schlange) auf des Sonnengottes täglichen Wege. Die Schlange biss den Gott in die Waden, dass dieser laut und schmerzvoll zu Klagen begann. Die herbei-eilende Göttin erfragte den Namen des Sonnengottes, um ihn damit  heilen zu können. Seitdem ist Amun/Atons Geheimname „Ra“ in aller Welt bekannt.

Die Monotheisten hatten nun große Schwierigkeiten, die vielen Götternamen auf einen einzigen Gott zu legen. Das führte zu unterschiedliche Gotteseigenschaften in der Bibel. Es ist auch ein Grund, die vielen Namen gleichzeitig rituell anzurufen und andere Götter als Engel (Elohim) um- zu- deuten oder zu verteufeln.

30 Jahre dauerte die Zwangschristianisierung der heidnischen Sachsen in Deutschland wobei Kaiser Karl Todesstrafen verhängte, auf alle Menschen, die sich der Taufe zum Christentum widersetzten. Zeugnis davon sind die vielen althochdeutschen Taufgelöbnisse, worin die geliebten Sachsengötter als Dämone (Un-Holde) bezeichnet wurden. Wehe, wer deren Namen benutzte! 

„ Ec forsahho unholdum ent allum diobolgelde, end uuercum end uuordum: 
Thunnar ende Uuoden ende Saksnote ende allum them 
Unholdum the hira genotas sint. „ 

„Ich  versage Unholden und allen Dämonengefolge, und Werke und Worte:
Donar (Thor) und Wodan (Odin) und Saxnot (Tyr) und allen
den
Unholden die ihre Genossen sind.“ 

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