Es sorgte sich um Omas Krankheit Geschick,
der junge, um alles besorgte Patrick.
„Oma liebte den Wald, die freie Natur,“
sprach er: „beerdigt sie dort nur“
Patrick wurde von uns zuerst fortgenommen.
dann hatte Oma mit ihm gemeinsam diesen Platz bekommen.
Welch Vater kann seinen Sohn überleben?
Kein Vater auf der Welt, würde es geben!
Seines Weibes wegen richtete er sich auf
und gedachte der Menschen Lebenslauf.
Das Walten des Karmas er traurig kapierte
vierzig Nächte er das Totenbuch rezitierte!
Dem geliebten Sohne zur letzten Pflicht!
Eine bessere Lösung gibt es für wahr nicht!
So mag Patrick ins Nirvana eingehen
und niemals mehr eines Leides geschehen!
Die Vergangenheit aber kann nie erlöschen:
des Sohnes Bildnis bleibt unvergessen!
Wenn Opa noch immer Oma beweint,
ist auch ein Vater mit dem Sohne vereint!
( W. Franzson )
Gedanken zum Gedicht
„Unvergessen“ ist ein Gedicht über die tiefe Verbundenheit zwischen Eltern, Kindern und Großeltern. Es schildert die schwere Erfahrung, einen geliebten Menschen zu verlieren, und besonders den Schmerz eines Vaters, der seinen Sohn überleben muss.
Zugleich vermittelt das Gedicht eine buddhistisch geprägte Hoffnung: Durch das Verständnis von Karma, das Rezitieren heiliger Texte und den Wunsch nach einem leidfreien Dasein im Nirvana wird die Trauer von spirituellem Sinn getragen.
Die zentrale Botschaft lautet: Solange ein Mensch in den Herzen seiner Angehörigen weiterlebt, bleibt er unvergessen.






