Abendländischer Buddhismus

Bodhi Svaha! Sadhu!

Wiedergeburt, Erkenntnis und Lichtarbeit im westlichen Denken

Der Wiedergeburtsglaube ist sowohl fernöstlich als auch alteuropäisch tief verwurzeltes Gemeinwissen. Die Mehrzahl der vier Millionen Nahtod-Berichte in Deutschland erzählen übereinstimmende Bestätigungen und eine Großzahl von Rückführungen in frühere Leben. Römer, Kelten, Germanen lehrten in ihrer Urreligion die Reinkarnation, und auch die Israeliten kannten den Wiedergeburtsglauben recht gut. Selbst aus der Bibel konnten die eifersüchtigen Gegner desselben die Bekenntnisse nicht ganz ausradieren.

Sinn der Wiedergeburt ist nämlich die nächste Stufe zu höherer Reife. Im Koran lesen wir, dass Gott bestimmt, wer gläubig oder ungläubig ist. Der Reinkarnations-Kreislauf bringt die Menschen auf den rechten Pfad von alleine. Im Koran versetzte Gott die Sünder sogar in Körper von Affen (können keinen Unsinn mehr reden) oder Schweine (leben dort ihre maßlosen Triebe aus).

Das „Neue Testament“ hebt die Göttlichkeit Jesu in der Weihnachtsgeschichte hervor, die wörtlich der 3000 Jahre alten Krishna-Heilsgeschichte abgeschrieben wurde. Im verbliebenen Bericht jenes Jesus, der als Rebell sich gegen römische Besatzer erhob und gemäß der ägyptischen Osiris-Auferstehungslegende in den Himmel nachen stieg, erfahren wir auch dessen Reinkarnations-Glauben.

Er sagte zu seinen Jüngern, dass Johannes, der Täufer, der wiedergeborene Prophet Elias sei (Apostelgeschichte). Der Pharisäer Nikodemus fragte Jesus im Nachtgespräch nach der Wiedergeburt. Jesus antwortete: „Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er nicht eingelassen werden in das Reich Gottes!“ Nikodemus fragte unmissverständlich: „Muss ich zurück in den Leib meiner Mutter?“ Daraufhin antwortete Jesus ganz deutlich: „Du hast mehrere Leben!“

In diesem ursprünglichen Sinne sind noch weitere Bibelstellen erhalten: Titus 3,5; 1. Petrus 1,3 und 1,23; Johannes 3,3 u.a. Die Nachfragen drückten auf den Kirchenlehrern derart, dass sie der ganzen Dialektik ein Ende bereiteten mit dem plötzlichen Widerspruch: „Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach folgt das jüngste Gericht!“ (Hebräer 9,27).

So wurde im Abendland die Wiedergeburt bekämpft und mit dem Dogma „ewiger Höllenqualen oder ewige Himmelsfreuden“ ausgetauscht. Andersdenker wurden als „Ketzer“ in Schauprozessen lebendig verbrannt.

Nach dem Dreißigjährigen Religionskrieg blühte die Aufklärungszeit, und mit ihr verbreitete sich der Wiedergeburtsglaube mittels Hinduismus und Buddhismus unter der gebildeteren Bevölkerungsschicht. Heute unterscheidet sich der abendländische Buddhismus aber doch etwas vom fernöstlichen Buddhismus.

Im Westen fürchteten die Wohlhabenden den Abfall in eine niedere Wiedergeburt und beruhigten ihr schlechtes Gewissen in Wohltätigkeiten. Die einfachen Bürgerlichen hingegen nahmen die buddhistischen Verhaltensregeln schon genauer und arbeiteten an einer besseren Wiedergeburt, während ihre östlichen Glaubensbrüder schon weiter waren und zum Nirvana als Heilsziel strebten.

Grundsätzlich aber strebten die Abendländer zur Erbringung wissenschaftlicher Beweise für die Philosophie des Erleuchteten. Als Mitglieder des Collegiums „Abendländischer Buddhisten“ möchten wir hierbei unsere Lichtarbeit verständlich machen.

Zunächst müssen wir den Begriff des Lichts und der Elektrizität als solche einmal vorweg erklären. Im Nov. 25 stellten wir unsere bisherigen Artikel in einem Archiv vor. Unter Mai 2024 finden wir dort unseren Artikel „Chemie des Universums“ – das Periodensystem aller Elemente – zur Erinnerung vorweg!

Vom Schulunterricht kennen wir alle aus der Biologie, wie aufgehängte tote Frösche unter Stromstößen zu zucken beginnen. Wir haben in unseren lebenden Körpern alle eine Bio-Elektrizität, die unsere Nervensignale bewirkt. Es gibt aber auch außerkörperliche Elektrizität, wie Blitz aus Gewitterentladungen usw.

Wir Lichtarbeiter kennen erst einmal die vier kosmischen Energien: Als erstes ist da die Gravitationskraft (Massenanziehungskraft), gefolgt von der kleinen Kernkraft und von der großen Kernkraft. Kernkräfte sind Energien zwischen Protonen und Neutronen (Nukleonen), die den Zusammenhalt im Atomkern bewirken.

Kernkraft wird durch Kernspaltung (Beschuss mit Protonen u.a.) oder durch Kernfusion (Verschmelzung von Atomen durch enormen Druck) aus der freiwerdenden Energie (Radioaktivität) gewonnen. Die Kernreaktion ist dabei eine Umwandlung von Atomkernen durch Einbau oder Abtrennung von Elementarteilchen oder Kernbruchstücken.

Um die Nukleonen-Struktur zu veranschaulichen, stellen wir uns eine Elementen-Länge in der Größenordnung von 10 hoch 33 cm vor (eine 10 mit 33 Nullen also). Das Licht durchläuft eine Elementarlänge in 10 hoch 23 Sekunden (eine Elementar-Zeit).

Es gibt im Universum jedoch noch Kräfte, die umstritten oder hypothetisch sind. Hinzu kommen noch unsere Tai-Chi-Kräfte (ind.: Prana) oder die Mediane der Akupressur, die noch nicht wissenschaftlich gefunden wurden, aber laut Akupunktur- und Yoga-Praxis in ihrer Wirksamkeit erwiesen sind.

Den Chinesen stört kein westlicher Beweis; sie interessieren sich nur für die eigenen, erlebten Erfolge (erklärte uns unser Qi-Gong-Lehrer).

Bevor wir uns endgültig mit der Lichtarbeit befassen, werden wir noch die fehlenden Kräfte des Elektromagnetismus leicht verständlich erklären. Unser größtes Anliegen ist ja, im Sinne Buddhas, selbstständige, von Religionsführern (Pastoren und Gurus) unabhängige Erleuchtete zu einem glücklichen, sinnvollen und angstfreien Leben zu verhelfen. Dazu muss sich dieser „Einzelkämpfer“ auch in seiner realen Welt gut zurechtfinden.

Weiterführende Literaturtipps
  • Was der Buddha lehrteWalpola Rahula
  • Die tibetische Lehre vom Leben und SterbenSogyal Rinpoche
  • Autobiographie eines YogiParamahansa Yogananda
  • Der Tao der PhysikFritjof Capra
  • Der Weg des ZenAlan Watts
Quellenangaben (thematische Grundlage)
  • Die Bibel (Johannes 3,3; Hebräer 9,27; u.a.)
  • Der Koran
  • Bhagavad Gita
  • Dhammapada
  • Vergleichende Religionswissenschaft und Kulturgeschichte

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