Die versiegelte Kammer in der Zwickauer Grube
Heinrich Merbold begann vor 24 Jahren seinen Dienst im Bergbau als junger Schlepper und führte am 14.3.1889 als Obersteiger im Zwickauer Steinkohle-Revier 7 Männer aus dem 4. Sohle-Stollen, um weitere Strecken auszuführen.
In einer völlig unberührten Tiefe des Paläozoikum, vernahm der geschulte Merbold bei Meter 18 der Tagesvertriebstrecke ein hohles Geräusch im Gestein.
Bei Meter 19 brach das Gestein durch und ein Steinbrocken fiel in einen dortigen Hohlraum, dessen Aufschlag sehr spät kam.
Kühle, trockene Luft schlug den Arbeitern entgegen ohne Grubengeruch, Schwefel, Staub.
Die Arbeiter betraten den soeben freigelegten Raum unter den Berg, dessen Wände nicht mit Pickel behauen, sondern spiegelglatt waren.
Sie standen in keiner natürlichen Höhle, sondern in eine künstliche Kammer von 7 m Breite und eine glatte Decke in 3,50 Höhe. Die Temperatur lag mit 7 Grad Celsius 5 Grad über die übliche Strecken-Temperatur.
Der Kammerboden war ein grader Estrich.
Das Ende der Kammer lag in Dunkelheit und ein hüfthoher Gegenstand aus keinem bekannten Metall, dunkler wie Kohle ohne Schweißnaht stand aus einem Stück dort am Boden.
Merbold schrieb 12 Seiten in seinem Arbeitsbuch, was er in 368 Meter Tiefe des Berges gefunden hatte.
Das Berggestein war Jahrmillionen unberührt gewesen.
Merbold sandte sein Notizbuch um 4 Uhr Mittags mit dem Boten zum königlich-sächsischen Bergamt nach Dresden.
Von dort kam die Antwort noch am selben Abend gegen 21 Uhr mit der Anweisung: den Schacht zu versiegeln und alle Aufzeichnungen des Tagesschichtbuchs samt Messprotokolle, einen baldigst anreisenden Inspektor zu überreichen.
Kein Bericht dürfe kopiert oder nach Außen gelangen.
Es erschienen dann gleich drei Inspektoren, welche die Dokumente an sich nahmen und veranlassten, den Zugang zur unterirdischen Kammer mit Mauerwerk zu verschließen.
Am Nachmittag wurde Merbold ins Direktionsbüro des Bergwerks gerufen, dort musste er eine sehr großzügige Vereinbarung, die ihm eine einmalige Auszahlung in Höhe dreier Jahreslöhne war und eine lebenslange Pension.
Bedingung war absolutes Schweigen über sämtliche Grubenberichte. Auch die 7 Arbeitskollegen erhielten ähnliche Vereinbarungen, die von Niemanden abgelehnt wurden.
Die Schichtbücher des Bergwerkes fehlen im Bestand des sächsischen Bergarchivs mit der Erklärung: Kriegsverluste des 2. Weltkrieges.
Aber hunderte andere Schichtbücher gleichen Zeitraums blieben dem Bergarchiv des Zwickauer Reviers vollständig erhalten.
Dann sprach 1921 Merbold kurz vor seinem Tode zu seinem ältesten Sohn Ernst doch noch über den Vorfall und dieser schrieb das Gespräch dann ebenfalls im hohen Alter in einem Brief an seinen Bekannten in Leipzig 1957.
2013 tauchte dieser Brief bei Haushalts-Auflösungen in Chemnitz auf.
Im Brief hatte Merbold seinem Sohn berichtet, „das sich im Berg etwas befindet, das älter als alles was wir auf Erden kennen ist und es war nicht leer!“
Der Brief befand sich zuvor in den Händen eines Bergbau-Historikers der Bergakademie Freiburg. Und dieser Mann forschte nach Lücken in den Archiven und stellte in diesen Lücken Übereinstimmung fest.
Daraufhin wurde ihm seine Tätigkeit entzogen.
Er fand in der Enzyklopädie Britania 1771 alte Landkarten und „vertrauliche Navigations-Karten“ mit Namen „Tataria Magna“ und „Tataria finica“, wohl bezüglich auf das „heilige römische Reich, deutscher Nation“ sowie das „Großrussische Reich“.
In allen späteren, seriösen Nachschlagwerken wurde diese Europa-Karte „TATARIA“ gelöscht, während die Weltkarte vereinfacht wurde und alsdann mit der Industrialisierung die Versieglung unterirdischer Strukturen begann.
Der unverzeichnete Hohlraum im Rammelsberg
19o1 stieß ein Vermessungstrupp im Bergwerk Rammelsberg bei Goslar (seit dem 10. Jahrhundert in Betrieb) bei Tiefenvermessung auf einen unverzeichneten Hohlraum.
Der Vermessungsführer Paul Kessler aus Clausthal meldete die Entdeckung der Berginspektion Hannover.
Der Protokoll-Eingang ist im niedersächsischen Bergarchiv vermerkt und dem Eintragsvermerk beigefügt: „Dokument verschollen!“
Kessler schied 1902 aus dem Dienst und ihm wurde ein Vermessungsantrag abgelehnt.
Die Frage bleibt, warum verweist ein Kartierungs-Antrag auf ein nicht mehr existierendes Dokument.
Die verschlossene Höhle von Vilieka
1897 stießen Salzbergarbeiter in der Grube Vilieka, südlich von Krakau in der K.u.K. Monarchie Österreich-Ungarn, auf einen Hohlraum.
Der kaiserlich-königliche Bergkommissar Strajevski ließ die Höhle noch in derselben Woche verschließen und aus den Lageplänen der Grube entfernen.
Warum entfiel der dazugehörende Karteneintrag, der doch etwaige Arbeitsplatz-Gefahren vermeiden könnte?
Strajevski wurde dann nach Wien versetzt.
In seiner Pensions-Akte stand ein Zusatz:
„Für Bergbau eine ungewöhnlich hohe Gehaltsstufe!“
Das verstörende an diesen Berichten ist die unerklärliche Geheimhaltung, welche nur zu Spekulationen einlädt.
(Rahula)
Infobox: Bergwerke, Aktenlücken und verborgene Kammern
Dieser Beitrag verbindet Bergbaugeschichte, alte Grubenberichte, verschwundene Akten und die Frage nach unterirdischen Strukturen, die angeblich nicht in das bekannte Geschichtsbild passen. Im Mittelpunkt stehen drei Motive: der rätselhafte Fund, die schnelle Versiegelung und das anschließende Schweigen.
Solche Erzählungen wirken besonders stark, weil sie technische Genauigkeit — Meterangaben, Schichtbücher, Bergämter, Temperatur, Vermessung — mit dem Geheimnis des Verborgenen verbinden.
Hinweis für Leser:
Der Text ist als heimatkundlich-spekulativer Bericht zu lesen. Bei solchen Themen sollte zwischen belegten Archivquellen, mündlicher Überlieferung, späteren Briefen, technischen Bergbauakten und Deutungen unterschieden werden. Aktenlücken allein beweisen noch keine Vertuschung, können aber Anlass zur weiteren regionalgeschichtlichen Recherche sein.
Sicherheitshinweis:
Alte Stollen, Gruben, Schächte, Hohlräume und versiegelte Zugänge sind lebensgefährlich. Sie dürfen nicht eigenmächtig betreten oder geöffnet werden. Forschung an solchen Orten gehört in die Hände von Fachleuten, Bergbehörden, Montanarchäologen und Sicherheitskräften.
Literaturtipps zur weiterführenden Lektüre
1. Bergbaugeschichte des Zwickauer Steinkohlereviers
Zur Einordnung von Sohlen, Strecken, Obersteigern, Schichtbüchern, Grubenbetrieb und sächsischer Bergverwaltung.
2. Montanarchäologie in Mitteleuropa
Zur wissenschaftlichen Untersuchung alter Bergwerke, Stollen, Schächte, Grubenspuren und technischer Anlagen.
3. Archivarbeit in Bergbau- und Landesarchiven
Hilfreich für Leser, die Aktenlücken, Schichtbücher, Vermessungsprotokolle und behördliche Einträge selbst nachvollziehen möchten.
4. Geschichte des Rammelsbergs bei Goslar
Zur Vertiefung eines der bedeutendsten alten Bergbaureviere Deutschlands mit langer Fördergeschichte.
5. Salzbergwerke und Gruben der ehemaligen K.u.K. Monarchie
Zur Einordnung historischer Bergbauverwaltung, Salzabbau und unterirdischer Anlagen im Raum Krakau.
6. Geologie des Paläozoikums und der Steinkohle
Für Leser, die verstehen möchten, wie Kohleflöze, Sedimente, Gesteinsdruck und natürliche Hohlräume entstehen.
7. Historische Kartenwerke und alte Enzyklopädien
Zur Beschäftigung mit Begriffen wie „Tataria“, alten Reichsbezeichnungen, Kartenüberlieferung und späterer Kartografie.
8. Sagenhafte Unterwelten und verborgene Kammern
Für die volkskundliche Seite: Erzählungen über verschlossene Räume, geheime Gänge, versiegelte Fundorte und das Wissen unter der Erde.






